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Aktuelles aus der Gemeinde Jettenbach

 

14.09.2018

Die Turn- und Fitnessabteilung startet in den Herbst

Mit dem Ferienende startet die Turn- und Fitnessabteilung der Spielvereinigung ihr Herbst/Winterprogramm. Alle Einheiten finden in der Mehrzweckhalle statt.

Am 14. September startet Jessica Wanke mit dem Eltern-Kind-Turnen. Jeweils am Freitag von 9.30 bis 11 Uhr können Kinder ab eineinhalb Jahren an der Hand von Mama oder Papa ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Das Kinderturnen ab etwa vier Jahren mit Alena Hacker beginnt am 19. September und findet immer mittwochs von 16 bis 17 Uhr statt.

Bodystyling heißt die Stunde mit Monika Forster von 19.30 bis 20.30 Uhr. Das Ganzkörpertraining findet ab 17. September jeweils montags statt.

Tine Grünwald leitet das Bodyworkout. Ab 2. Oktober bietet sie für Jung und Alt an Dienstagen (9 bis 10 Uhr) ein abwechslungsreiches Training zur Dehnung und Stärkung der Muskulatur an. Pilates ebenfalls mit Tine Grünwald startet am Mittwoch, 3. Oktober, von 18.30 bis 19.30 Uhr. Das Körpertraining dient zur Stärkung der Tiefenmuskulatur und Verbesserung der Haltung.

Jeweils auf Kursbasis werden Qigong mit Sabine Klar (montags 16.45 bis 18 Uhr ab 1. Oktober), Zumba mit Monika Forster (montags 18.30 bis 19.30 Uhr ab 17. September) und Gesunder Rücken mit Monika Forster (Donnerstag 18.45 bis 20 Uhr ab 20. September) angeboten.

Ab 18. Oktober ist immer donnerstags, 20 bis 21.30 Uhr, Fitnesstraining für Damen und Herren mit Klaus Schmalzgruber.

Die Damensauna ist ab Oktober montags ab 18 Uhr, die Herrensauna am Freitag ab 15.30 Uhr geöffnet. Saunakarten gibt's bei Monika Forster und Georg Sax.

Für Auskünfte stehen die Abteilungsleitung mit Gabi Saller und Christine Kufner sowie der jeweilige Übungsleiter zur Verfügung. Kontaktdaten unter www.spvgg-jettenbach.de (Abteilung Turnen). (psc)

 

 

12.09.2018

Jettenbach bei der Landtagswahl 2018 in Bayern

Am 14. Oktober dürfen rund 576 Wahlberechtigte in Jettenbach - umgerechnet von der vergangenen Landtagswahl auf die Neuregelung der Stimmkreiseinteilung für 2018 -  an der Bayerischen Landtagswahl teilnehmen. Sie entscheiden mit ihren Kreuzen darüber, welcher Direktkandidat aus dem heimischen Stimmkreis in den Landtag einzieht. Der Freistaat ist in insgesamt 91 Stimmkreise unterteilt, von denen jeder einen Direktkandidaten wählt. Bei der Landtagswahl in Bayern gehört Jettenbach zum Stimmkreis Mühldorf am Inn, der zum gleichnamigen Landkreis gehört.

Dr. Marcel Huber, CSU, ist der aktuelle Stimmkreisabgeordnete, der für Jettenbach zuständig ist. Er erzielte bei der letzten Landtagswahl einen Stimmenanteil von 60,6 Prozent in seinem Stimmkreis. Im Jahr 2018 tritt er bei der Landtagswahl in Bayern erneut für die Region Mühldorf als Direktkandidat an.

Neben den Parteien, denen die Wähler ihre Zweitstimme geben können, stehen bei der Bayerischen Landtagswahl in Jettenbach zwölf Direktkandidaten auf dem Stimmzettel. Das sind die Kandidaten des Stimmkreises Mühldorf am Inn im Überblick:

CSU: Marcel Huber; SPD: Kilian Maier; Bündnis 90/Die Grünen: Judith Bogner; AfD: Oliver Multusch; Freie Wähler: Markus Saller; FDP: Peter Corticelli; Die Linke: Philipp Hackl; Bayernpartei: Thomas Drechsler; ÖDP: Reinhard Retzer; Piratenpartei: Daniel Seuffert; Tierschutzpartei: Horst Wester; V-Partei: Magdalena Lippa

 

 

11.09.2018

Basar für Kindersachen

Die Frauengemeinschaft Jettenbach veranstaltet am Sonntag, 23. September, von 10 bis 12 Uhr in der Mehrzweckhalle einen Basar für Kinderbekleidung und Artikel rund ums Kind. Verkauft werden gut erhaltene Baby- und Kinderbekleidung für Herbst und Winter, Spielwaren, Bücher, Kinderfahrzeuge, Kinderwagen, Autositze, Schlitten, Ski, Schlittschuhe und vieles mehr. Warenannahme ist am Samstag, 22. September, von 9 bis 11 Uhr in der Mehrzweckhalle. Nicht verkaufte Artikel werden am Sonntag, 23. September, in der Zeit von 17.30 bis 18 Uhr abgeholt. Verkaufslisten gibt es ab sofort bei Martina Geck, Telefon 08638 / 85292, oder Renate Gottwald, Telefon 08638 / 2033652. 15 Prozent des Verkaufserlöses behält die Frauengemeinschaft für einen wohltätigen Zweck ein. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen gesorgt. (re) Foto: pixabay/jackmac34

 

 

06.09.2018

Bei Oktoberfestparty der SpVgg ausgelassen gefeiert

Ausgelassen gefeiert wurde bei der Oktoberfestparty der SpVgg Jettenbach. Zum zweiten Mal organisierte die Tennisabteilung die Party in der Turnhalle mit bayerischen Schmankerln, Bier und Live-Musik. Zur späteren Stunde gab es den beliebten Barbetrieb und DJ-Klänge für alle Geschmäcker. Knapp 200 Besucher ließen sich das Spektakel am Samstag nicht entgehen. (stl)

 

 

 

 

 

22.08.2018

Tennis: Spannende Endspiele bei der SpVgg

Als Tennis-Abteilungsleiter Stefan Greilinger die Siegerehrungen der Vereinsmeisterschaft vornahm, hatte Josef Heindl, der letztjährige Sieger bei den Herren, seine Finalniederlage gegen Florian Köbinger bereits verdaut. Denn mit einem Sieg wäre Heindl in der Meisterschaftschronik der Spielvereinigung Jettenbach an der Abteilungsikone Klaus Wasylaszcuk vorbeigezogen. Beide standen vor dem Herrenendspiel 2018 bei zwölf Titelgewinnen im Einzel. Und nach einem grandiosen ersten Satz (6:0) war für Heindl der 13. Titel in greifbarer Nähe. Aber Köbinger – Meister der Jahre 2015 und 2016 – fing sich und sicherte sich den zweiten Satz mit 6:4. Im anschließenden Super-Tiebreak holte sich Köbinger mit 10:4 die Jettenbacher Tenniskrone. Die zahlreichen Zuschauer sparten nicht mit Applaus für ein hochklassiges Match.

Auch im Endspiel der Herren 40 entschied der Tiebreak die Meisterschaft. Lange konnte der wesentlich ältere, aber sehr erfahrene Willi Clemens seine Gegner Josef Karl (Sieger 2015 und 2016) Paroli bieten. Letztlich siegte Karl nach engen Ballwechseln mit 5:7/6:0 und 10:6.

Wesentlich spannender, als es das Ergebnis wiedergab, auch das Endspiel im Damen-Einzel. Hier standen sich Kathi Herzog und Gitte Loose gegenüber. Herzog, die bereits in den Jahren 2014 bis 2016 triumphierte, konnte sich nach längeren Ballwechseln mit 6:0 und 6:1 ihren vierten Vereinsmeistertitel holen.

Das erste Endspiel an einem sonnigen Tag wurde im Herrendoppel ausgetragen. Hierfür hatten sich nach den Vorrundenspielen die Paarungen Hannes Reindl und Hans Voglmaier sowie Florian Köbinger und Bastian Stöckl qualifiziert. Nach zwei hartumkämpften Sätzen (6:4 und 7:5) zur Mittagszeit, sicherte sich ein weiteres Mal Oldie Hans Voglmaier, dieses Mal mit Youngster Hannes Reindl, die Meisterschaft.

Sieger und Verlierer der Endspiele feierten beim Sommerfest der Abteilung mit Zuschauern und Gästen. Bei Spanferkel vom Grill und Fassbier wurde der Tennistag bis in die frühen Morgenstunden bei launigen Gesprächen fortgesetzt. Der aufgebaute Pool sorgte für Abkühlung. (psc)

 

 

21.08.2018

Aus alten Vorurteilen gelöst

 

Jettenbach hütet einen besonderen Schatz, sagte Staatsminister Dr. Marcel Huber. In einer Zeit wachsender Europaskepsis feiert die Gemeinde das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft mit Saint Saturnin, der ältesten kommunalen Partnerschaft im Landkreis.

 

Angst vor dem Anzapfen? Nein, die kommt beim Bürgermeister von Saint Saturnin nicht auf. Die Prozedur des Anstichs kennt Christian Pailloux nämlich zur Genüge von den Weinfässern in seiner französischen Heimat. Beim Festakt zur 40-Jahr-Feier der Verschwisterung von Jettenbach mit Saint Saturnin ging er daher gelassen ans Werk. Ein bisserl pritschelte der Gast zwar, aber das passiert auch gestandenen bayerischen Bürgermeistern.

 

Die Mehrzweckhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Bürgermeisterin Maria Maier den Festabend offiziell eröffnete. Sie freute sich über den Besuch der 35 französischen Besucher. Die Bürgermeisterin wies auf die alten Feindschaften zwischen Frankreich und Deutschland hin, die während der unsäglichen Kriegswirren entstanden seien. Daraus seien aber junge Freundschaften gewachsen, auf denen es sich wunderbar aufbauen ließe. Die letzten vier Jahrzehnte hätten gezeigt, dass der fruchtbare Baum der Freundschaft prächtig gedeihe. Maria Maier sagte: "Mit unserer heutigen Verschwisterungsfeierlichkeit wollen wir die Friedenssicherung in Europa unterstreichen".

 

Wie Maria Maier in der Chronik "Revue 1998 – 2018 Saint Saturnin & Jettenbach" berichtet, sei es vor 40 Jahren durchaus eine mutige Aktion gewesen, Freundschaften im Nachbarland Frankreich zu suchen. Vorreiter für diesen Brückenschlag war der damalige Bürgermeister Gabriel Usclade aus Saint Saturnin, der auf Jettenbach zugegangen ist, was dem damaligen Gemeindeoberhaupt Georg Köllerer gut gefiel. Mit Willen, Ausdauer und Überzeugungskraft schafften sie es, sich aus alten Vorurteilen zu lösen und Freundschaften aufzubauen. War der Weg auch manchmal steinig, so besiegelte am 26. August 1978 ein Händedruck der beiden Bürgermeister die Verschwisterung der Gemeinden. Sie ist die älteste kommunale Partnerschaft im Landkreis. Maria Maier sprach auf der Feier von einer großen Bereicherung und gegenseitigen Wertschätzung, die in den vergangenen 40 Jahren entstanden sei. Die gewachsenen Freundschaften, so hofft die Bürgermeisterin, sollen auch Kinder und Enkelkinder weitertragen. Dem französischen Bürgermeister Christian Pailloux ist es ebenfalls ein Anliegen, die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen seinem Heimatort und Jettenbach auch künftig zu hegen und zu pflegen.

 

Zum Abschluss gab es noch Geschenke. Maria Maier wartete mit einem beeindruckenden Lebensbaum auf, den Dr. Helmut Wiedemann kreierte. Von französischer Seite gab es ein Bronze-Objekt, das die Verbundenheit der beiden Gemeinden zum Ausdruck bringt. Staatsminister Dr. Marcel Huber betonte: "Jettenbach ist zwar nicht die größte Gemeinde in unserem Landkreis, sie hütet aber einen besonderen Schatz". Der Politiker sprach von einer um sich greifenden Europaskepsis, die ihm Angst mache. Umso schöner sei es, dass es hier in Jettenbach gelungen ist, mit dem ehemaligen "Erzfeind" Frankreich nicht nur Frieden zu schließen, sondern ein Fundament zu entwickeln, auf dessen Boden untrennbare Freundschaften sprießen.

 

Ein weiterer wichtiger Mann des Jubiläumsabends war Andreas Schuster. Er fungierte als brillanter Übersetzer. Die französischen Besucher wurden übrigens alle in Familien aufgenommen. Bei Maria Maier und ihrem Mann Richard ist Bürgermeister Christian Pailloux mit Partnerin Lydie zu Gast. Die Lehrerin schwärmte von der oberbayerischen Landschaft, den schönen Bauernhöfen und vom Inn. "Das Bier schmeckt außerdem hervorragend", meint Lydie. Sie prostet den Jettenbachern gerne zu. Am Dienstag, 28. August, geht es in aller Früh für die Franzosen wieder zurück in ihre Heimat. (huc)

 

 

21.08.2018

Besuch aus der französischen Partnergemeinde

 

Festprogramm

Freitag, 24. August: Gegen Abend Ankunft der etwa 40 französischen Freunde. Begrüßung und Umtrunk am "Platz der Freundschaft", anschließend Aufnahme bei den Gastfamilien. Samstag, 25. August: Tagsüber zur freien Verfügung mit den Gastgebern. Festabend in der Mehrzweckhalle in Jettenbach: 18 Uhr Festakt, ab 19.15 Uhr Abendessen, ab 20 Uhr Rahmenprogramm – für Unterhaltung ist gesorgt. Sonntag, 26. August: 10.30 Uhr Gottesdienst in der Schlosskirche St. Vitus in Jettenbach, anschließend Gedenken am Kriegerdenkmal; Picknick mit Gästen und Gastfamilien an der Sportanlage zur Mehrzweckhalle. Montag, 27. August: "Tag des Ausflugs" mit Ziel Wasserburg; nachmittags Werksbesichtigung Firma Somic in Amerang und Besuch vom Wildpark Oberreith. Dienstag, 28. August: Abreise der französischen Freunde.

 

Notfalls auch mit Händen und Füßen

Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier freut sich sehr auf das bevorstehende Jubiläumsfest. "Wir haben auch schon einige Male verschiedene französische Gäste bei uns aufgenommen. Der Feuerwehrvorstand war schon bei uns und nun kommt zum zweiten Mal der Bürgermeister von Saint Saturnin. Es ist immer sehr schön und interessant, die Freunde aus dem Nachbarland zu beherbergen. Es gibt gegenseitig viel zu erzählen. Mit der Sprache klappt es schon einigermaßen – mit Englisch oder Wörterbuch (auch durch "Hände und Füße") und die Tochter kann auch Französisch. So freuen wir uns wieder auf ein gemütliches Fest und schöne Tage zusammen mit den französischen Freunden!"

 

Viele Besuche auf beiden Seiten

Viele Besuche – auch Kinder- und Jugendfreizeiten – sind in den vergangenen vier Jahrzehnten erfolgt. "Früher gab es schon jedes Jahr das Treffen von 'hüben und drüben' – dann wurden etwa das Fünf- oder Zehnjährige gefeiert. Bei jeder offiziellen Fahrt war ich dabei", erinnert sich Dolmetscher Siegfried Wagner, der auch viele Briefe oder Karten übersetzt hat. "Unsere Vorstandschaft ist schon sehr aktiv, da muss ich nun nicht mehr 'vorne mit dabei sein'. So geht es jetzt zeitmäßig seit einigen Jahren, dass auch bei uns Besucher aus Saint Saturnin beherbergt werden, was immer wieder ein besonderes Erlebnis ist". Das Bild zeigt Sigi Wagner (rechts) mit Muguette (Mitte) beim 20-jährigen Treffen im Jahr 1998.

 

Für die Freundschaft strampeln

Zu den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Jettenbach und Saint Saturnin gehören inzwischen schon drei große Radltouren, die von Bayern aus in die französische Auvergne – oder auch in umgekehrter Route – unternommen wurden. Nach 1997 und 2003 ging es vom 11. bis 19. August 2016 mit 15 Radlern und zwei Begleitfahrzeugen wieder auf große Tour. Dabei waren rund 1200 Kilometer und 8000 Höhenmeter zu bewältigen. Die Teilnehmer radelten in neun Etappen quer durch Österreich, Liechtenstein und die Schweiz nach Frankreich, wo sie dann herzlich empfangen wurden. Nach einem Wochenende bei den französischen Freunden ging es dann mit Bus und Autos wieder nach Jettenbach zurück. (bc) Fotos: bc, Privat

 

 

20.08.2018

40-jährige Partnerschaft zwischen Jettenbach und St. Saturnin

 

Schon seit 40 Jahren besteht die Gemeindepartnerschaft zwischen Jettenbach und den französischen Freunden Saint Saturnin. Dies ist die älteste kommunale Partnerschaft im Landkreis. Das 40-jährige Jubiläum wird nun  vom 24. bis 28. August gefeiert.

 

"Ich bin ein Europäer", lacht Siegfried Wagner, der einen wichtigen Verbindungsmann dieser Partnerschaft darstellt und zu den Gründungsmitgliedern zählt. Aus dem Sudetenland (Tschechei) stammend kam er 1948 mit seiner Mutter und dem älteren Bruder nach Frankreich. Dort war sein Vater in Kriegsgefangenschaft und hat bei einem Bauern gearbeitet. Siegfried ging in die französische Volksschule und verbrachte seine Kindheit in Frankreich in der Normandie. 1957 übersiedelte die Familie nach Deutschland, der ältere Bruder blieb jedoch in Frankreich. Mit ihm und dessen Familie ist reger Kontakt und alle freuen sich jeweils über die gegenseitigen Besuche. Der junge "Franzose" Siegfried absolvierte nun hier in Oberbayern eine Gärtnerlehre und musste erst Deutsch lernen. "Das Schreiben und Lesen habe ich mir dann selbst angeeignet".

 

Schon viele Jahre wohnt er mit seiner Familie in Pürten und so ergab es sich, dass 1978 im Jettenbacher Wirtshaus ein Patenbitten der dortigen Krieger- und Soldaten-Kameradschaft stattfand. "Die Pürtner fungierten als Patenverein und ich umrahmte musikalisch den Festabend. Der damalige Bürgermeister Georg Köllerer war schon länger in Verbindung mit den Franzosen aus Saint Saturnin, die sich eine Verschwisterung wünschten. Aber es waren halt Sprachschwierigkeiten da und so wurde ich sozusagen 'als Dolmetscher verdonnert'‘. Zum Veteranenfest – dem 75-jährigen Gründungsfest – in Jettenbach kam dann 1978 bereits eine französische Delegation und schon war ich halt mit der Übersetzung 'bayerisch-französisch' im Einsatz, dem noch viele weitere folgten".

 

Mit einem Gottesdienst in der Schlosskirche und dem Fackelzug zum Kriegerdenkmal, wo den Toten beider Nationen gedacht wurde, begannen am Abend des 26. August 1978 die Feierlichkeiten. Im Festzelt wurden im Beisein namhafter Ehrengäste die von Prof. Dr. Sieweck in beiden Sprachen auf Pergament geschriebenen Verschwisterungs-Urkunden verlesen und unterzeichnet. Bei der französischen und bayerischen Hymne hielten sich alle an den Händen und die beiden Bürgermeister Köllerer und Usclade gaben die Versicherung ab: "Wir werden den Freundschaftsvertrag mit Leben erfüllen!"

 

Tags darauf folgte der Festsonntag, der mit einem Feldgottesdienst und gemeinsam mit den französischen Gästen gefeiert wurde. Abends beim Forellen-Essen wurden die Freunde aus dem Nachbarland offiziell verabschiedet. Zugleich luden diese im nächsten Jahr zum Gegenbesuch ein.

 

Inge Sax war bei der ersten Frankreichfahrt zum "Verschwisterungseid" dabei und blickt zurück: Als die "Freunde von Saint Saturnin Jettenbach" im Juli 1979 zu ihrer Partnergemeinde nach Frankreich aufbrachen, war ich mit dabei. Für die meisten der 60 Personen war dies – wie für mich auch – die erste Reise in dieses Nachbarland." Bei der Ankunft in dem wunderschönen Ort in der Auvergne wehten weiß-blaue Fähnchen und am Rathaus die Jettenbacher Fahne. Die Einheimischen bereiteten den neuen Freunden einen herzlichen Empfang. Danach ging es für vier Tage in die Gastfamilien. "Meine Freundin und ich waren bei einer vornehmen Familie in einem kleinen Chateau untergekommen", erinnert sie sich. Am nächsten Tag – dem Nationalfeiertag der Franzosen (14. Juli) – begannen die großen offiziellen Feierlichkeiten. Aus Paris war der zweitwichtigste Mann des Staates, Senatspräsident Alain Poher, gekommen um mit der Gemeinde die Verschwisterung (Jumelage) zu feiern. Das war für die kleine Gemeinde wie auch für uns eine große Ehre.

 

Nach dem Gedenken der Gefallenen von den beiden Weltkriegen am Kriegerdenkmal und dem "großen Zapfenstreich" sowie der von einer 60 Mann starken Militärkapelle gespielten "Bayernhymne" ging es zu einem mehrstündigen Festmahl. Beim Abend-Picknick im Privatgarten von Bürgermeister Gabriel Usclade wurden sie mit Delikatessen verwöhnt; es gab ein Feuerwerk und getanzt wurde auch. Zu sehen bekamen sie eine Menge, etwa das mittelalterliche Schloss, die Magdalenen-Kapelle und der Brunnen der Königin Margot.

 

Beim offiziellen Teil versicherte Senatspräsident Poher, dass mit diesen Partnerschaften der Anfang eines friedlichen Miteinanders der Völker gemacht werde, das aber nur durch die private Verbindung zwischen den Familien der beiden Gemeinden am Leben erhalten werden könne. Inge Sax erzählt leidenschaftlich; sie besuchte das Partnerdorf noch viele Male. "Ihr habt in unseren Herzen ein Feuer entfacht, das niemand löschen kann!" – waren die letzten Worte von Jettenbachs Bürgermeister Georg Köllerer an seinen Kollegen Gabriel Usclade zum Abschied.

 

Seit 1988 ist die Familie Sax mit einer Familie in Saint Saturnin befreundet. Die Verbindung ist familiär. Das Schöne: Die Kinder und Enkelkinder führen diese Freundschaft weiter. Inge Sax freut sich sakrisch, weil in wenigen Tagen die Franzosen wieder nach Jettenbach kommen und den Urlaub hier verbringen – um am 25. August das 40-jährige Verschwisterungsfest gemeinsam zu feiern.

 

Die Fotos zeigen: Das Emblem der Verschwisterung; Maire Usclade und Pater Siewek vor dem Europaschild in Jettenbach im Jahr 1978; Der Händedruck der Bürgermeister Usclade und Köllerer, der die Verschwisterung am 26. August 1978 besiegelt; Die Urkunden des Freundschaftsbundes im Jettenbacher Sitzungssaal; Die Partnergemeinde Saint Saturnon; Sowie die romanische Kirche (bc) Fotos: Chronik, Privat

 

Gemeinde Jettenbach am Inn

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