Stellenausschreibungen

2022

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Mai 2022

 

31.05.2022

Platz für mehrere Generationen feierlich eingeweiht

"Unsere Gemeinde kann sich glücklich schätzen, einen so schönen Spielplatz an dieser zentralen Stelle im Ort zu besitzen." Bürgermeisterin Maria Maier war bei der feierlichen Einweihung des neuen Mehrgenerationenplatzes in Jettenbach sichtlich stolz. In Anwesenheit von Graf Ignaz zu Toerring-Jettenbach, des Gemeinderates und der an der Renovierung Beteiligten schilderte sie den langen, aber auch erfreulichen Weg seit dem Gemeinderatsbeschluss 2019 bis zur Fertigstellung im Herbst 2021. Das Kriegerdenkmal und der angrenzende Spielplatz bilden das Jettenbacher Ortszentrum, das aufgrund seiner gräflichen Geschichte nicht wie andere Dörfer über Kirche und Wirtshaus als Mittelpunkt verfügt.

Der seit vielen Jahren gut frequentierte Kinderspielplatz war in die Jahre gekommen. So entstand mit den Überlegungen zu dessen Renovierung im Gemeinderat die Idee, das Gelände zu einem Mehrgenerationenplatz umzugestalten. Zunächst stellte der Heimat- und Kulturkreis der Jettenbacher Bevölkerung ein "Bücherhäusl" zur Verfügung, das seither von vielen jungen und älteren Leseratten genutzt wird. Durch den Arbeitseinsatz, Geld- und Sachspenden konnte der Platz ab dem Frühjahr 2020 komplett neu gestaltet werden. Dass der neue Platz heute von Alt und Jung gern genutzt wird, dass sich auf der Nordseite eine Gruppe Bürger zum Boccia-Spiel trifft, während auf dem Spielplatz Kinder jeden Alters unter großem Jauchzen am "Matschtisch" pritscheln oder Radtouristen eine Brotzeitpause am Picknicktisch einlegen, ist dem Einsatz vieler Bürger zu verdanken.

 

 

28.05.2022

SpVgg: Mitgliederzahl ist auf Höchststand

 

Die Mitglieder der Spielvereinigung Jettenbach sind dem Verein während der Corona-Jahre nicht nur treu geblieben. Es ist sogar ein neuer Höchststand zu verzeichnen. Schriftführerin Rita Eicher verkündete bei der Jahresversammlung stolze Zahlen. Mit aktuell 694 Mitgliedern stehe man knapp vor der historischen Marke von 700 Mitgliedern bei einer Gemeindegröße von 736 Einwohnern. Die stärkste Abteilung ist weiterhin die Sparte Turnen und Fitness mit 274 Mitgliedern, gefolgt von den Sparten Tennis (173) und Fußball (152).

 

Vorsitzender Thomas Loose begründete den Zulauf mit der hervorragenden Arbeit, die in den Abteilungen Turnen, Tennis, Fußball und Basketball geleistet wird. Er kündigte für das Vereinsjahr 2023 neben einer modifizierten Satzung auch eine Beitragserhöhung an. Zudem stehen auch einige finanziell belastende Maßnahmen an, die zweiter Vorsitzender Klaus Alt skizzierte. Die Beregnungsanlage für die Tennisplätze konnte dank Eigenleistung der Abteilung bereits abgeschlossen werden. Auch die Renovierungsarbeiten des Vereinsheims am alten Sportplatz werden bald abgeschlossen. Alt kündigte ferner noch die Flutlichtumstellung am neuen und alten Sportplatz an, wo derzeit die Anträge für die Bezuschussungen gestellt werden. Auch der Wunsch der Fitnessabteilung nach einem Umbau des derzeitigen Verkaufsraumes am Sportplatz in einen Multifunktionsraum mit Aufenthaltscharakter soll zeitnah umgesetzt werden.

 

Die Mittel für die Maßnahmen stehen bereit. Trotz hoher Ausgaben im sportlichen Bereich ist der Verein finanziell gut aufgestellt. Für die Abteilung Turnen/Fitness berichtete Sabine Lemaire von elf verschiedenen Angeboten. Darunter die neue Übungseinheit Sportkids für Jugendliche im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Die Abteilung Tennis wählte kürzlich eine neue Abteilungsführung. Alexander Kufner, Florian Mittermaier und Franziska Mußner ergänzen die bewährte Leitung um Stefan Greilinger. Für die Medenrunde des BTV wurden vier Mannschaften gemeldet, darunter wieder eine Nachwuchsmannschaft. Die Fußballer konnten am Tag der Versammlung den Wiederaufstieg in die A-Klasse feiern. Die Damen-Spielgemeinschaft mit dem TSV Gars hat sich nach dem Aufstieg in die Kreisliga den Klassenerhalt so gut wie gesichert. Auch die Fußball-Abteilungsführung wurde neu gewählt. Patrick Feulner, Thomas Mittermaier, Gerfried Friedrich, Nadine Negele und Sebastian Gottwald bestimmen in den nächsten drei Jahren die Geschicke der Abteilung. Die Basketballer als Spielgemeinschaft mit dem TuS Töging konnten in einer schwierigen Saison in der Gruppe Südost den zweiten Platz belegen und spielen damit in einem Halbfinalspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim um den Aufstieg in die Bezirksliga.

 

Ein Höhepunkt des Vereinsjahres sind 50 Jahre Partnerschaft mit dem TuS Jettenbach/Pfalz. Seit 1972 besteht zwischen den beiden Vereinen eine Freundschaft, die mit gegenseitigen Besuchen aufrechterhalten wird. Von den damaligen Vorsitzenden Johann Schreiner (SpVgg) und Dieter Wolff (TuS) ins Leben gerufen, wird die "Vereinsehe" vom 24. bis 26. Juli in der Pfalz gefeiert. Anmeldungen für die Fahrt, die mit Bus und Bahn möglich ist, nehmen Vorsitzender Loose und Vereinsorganisator Harald Bauernschmid entgegen. (psc)

 

 

25.05.2022

Sitzung des Gemeinderats am 2. Juni

Am Donnerstag, 02.06.2022 um ca. 19.30 Uhr findet im Sitzungssaal im Rathaus in Jettenbach der öffentliche Teil der Sitzung des Gemeinderates statt. Die festgesetzte Tagesordnung ist nachstehend bekanntgegeben:

1. Nichtöffentlicher Teil (18.30 Uhr)

Öffentlicher Teil: (ca. 19.30 Uhr)

2. Genehmigung der Niederschrift vom 28.04.2022

3. Bauanträge; a) Antrag im Genehmigungsfreistellungsverfahren zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage, Lindenstr. 9

4. Bauleitplanung Stadt Waldkraiburg;

Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 55 samt 1. Änderung für das Gebiet am Rudolf-Harbig-Weg

5. Bauleitplanung Gemeinde Aschau a.Inn;

15. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie Aufstellung der Bebauungspläne "Gewerbegebiet Thann Nord" und "Gewerbegebiet Thann Süd"

6. Informationen, Wünsche und Anträge

 

 

25.05.2022

100 Jahre Erinnerungskultur

 

Kriegerdenkmal im Herzen der Gemeinde – Mahnmal für den Frieden: Als der Erste Weltkrieg am 11. November 1918 nach mehr als vier Jahren endlich zu Ende war, war die Welt nicht mehr wie vor dem Krieg. Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten entstanden allerorten Kriegerdenkmäler. So auch im Herzen Jettenbachs. Das Denkmal wurde vor 100 Jahren am 20. August 1922 eingeweiht.

 

Am Sonntag, 3. Juli, soll zu Ehren der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges in Verbindung mit dem Pfarrfest ein Festakt stattfinden. Feiern für den Frieden und Gedenken an jene, die für ihr Vaterland ihr Leben ließen. Heute pflegt die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) das Denkmal. Der KSK ist es wichtig, dass das Geschehene nicht vergessen wird. Seit Bestehen des Kriegerdenkmals hat auch die Gemeinde sehr viel Geld investiert. Auch Spenden waren stets sehr hilfreich, um das Andenken zu wahren.

 

Alfred Tanzer, Schriftführer der Jettenbacher KSK, hat ein umfangreiches Archiv über die Geschichte seiner Heimat angelegt. Seine Alben füllen sich mit Dokumenten und Bildern aus dieser Zeit. Sie zeigen die Gesichter der Soldaten, aber auch von Zivilisten, die bei Fliegerangriffen ums Leben kamen. Alleine im Ersten Weltkrieg kehrten 35 Jettenbacher Soldaten nicht mehr heim; im Zweiten Weltkrieg waren es 55. Tanzers Sammlung umfasst unter anderem Schriftstücke aus dem Ersten Weltkrieg wie: "Aufforderung zum vaterländischen Hilfsdienst" vom Einberufungsausschuss beim Bez. Kdo. Wasserburg, Sitz Mühldorf. Oder ein Schreiben des königlichen Bezirksamts Mühldorf bezüglich "Beschlagnahme und Enteignung von Gegenständen" sowie eine Trauerrede des im Ersten Weltkrieg gefallenen Franz Bruckmaier, gestorben im "Blütenalter" von 22 Jahren. Er ist einer von vielen auf dem Kriegerdenkmal verewigten Soldaten.

 

"Die Gefallenen sind offiziell aus dem Gemeindegebiet Jettenbach und der halben Gemeinde Fraham. Darüber hinaus stehen auch Gefallene auf dem Denkmal, die hier nur gearbeitet haben. Andere waren hier geboren und zogen später weg", erzählt Tanzer. "Doch auch Menschen, die weit weg von ihrer Heimat waren oder kein Zuhause mehr hatten, sollten hier bei uns ihren Frieden finden." Wer heimatlos war, fand in Jettenbach ebenfalls eine Heimat. "Auch diesen Menschen gedenken wir", setzt Tanzer fort. In Tanzers Archiv wie auch auf dem Jettenbacher Kriegerdenkmal finden sich viele Namen: Andreas Fischer, gestorben im Alter von 39 Jahren, und Anton Anzinger, der nur 19 Jahre alt werden durfte, sind nur einige davon. Die meisten Gefallenen waren junge Burschen in ihren 20ern und 30ern, die ihr Leben noch vor sich hatten.

 

Doch nicht nur die Gefallenen finden sich auf dem Denkmal, sondern auch die Vermissten, deren Liste ebenfalls lang ist. "Wir wollen auf die Geschichte aufmerksam machen, auf deren Grundlage dieses Kriegerdenkmals damals erbaut wurde", erläutert Anton Schatzeder, Vorstand der KSK Jettenbach. "Die Not und das Leid des Krieges sowie die Folgen davon werden heute leider oft vergessen." Noch heute herrschen weltweit Unruhen und Kriege. Schatzeder: "Was jetzt in der Ukraine geschieht, schockiert uns. So etwas haben wir nicht mehr für möglich gehalten und ich hoffe ganz fest, dass dieser und alle anderen Kriege auf dieser Welt ganz schnell beendet werden."

 

Das Jettenbacher Kriegerdenkmal zeigt Sankt Michael mit gezücktem Schwert, Schaftstück mit Inschriften und Ziersteinen. Am Fuße präsentieren zwei trutzige Löwen das bayerische sowie das Jettenbacher Wappen. Zwei Gedenksteine erinnern an die Gefallenen zwischen 1939 und 1945. Seit der Einweihung vor 100 Jahren wurde das Denkmal mehrfach renoviert, zuletzt zwischen 2014 und 2016. (kme) Fotos: seitz

 

 

21.05.2022

Ehrung 100 Jahre Kriegerdenkmal mit Pfarrfest

 

In Verbindung mit dem Pfarrfest findet am Sonntag, 3. Juli, ein Festakt anlässlich des Jubiläums zum 100-jährigen Bestehen des Kriegerdenkmals in Jettenbach statt. Treffpunkt und Start ist um 9.30 Uhr am Sportplatzparkplatz mit einem kurzen Festzug zur Ehrung am Kriegerdenkmal.

 

Neben den Mitgliedern der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Jettenbach, Ortsvereinen, Musikern und Festbesuchern wird auch die Familie Graf von Törring zu diesem Festakt eingeladen. Das Kriegerdenkmal steht auf dem Grund der Familie und wurde von ihnen mitfinanziert. Nachdem den Opfern der Kriege am Denkmal gedacht wurde, führt ein Festzug mit Begleitung der Garser Blasmusik zur Mehrzweckhalle. Mit dem Gottesdienst um 10.30 Uhr beginnt dann das Pfarrfest der Pfarrgemeinde. Für die Verpflegung und die musikalische Umrahmung mit der Garser Musik ist gesorgt.

 

Für die KSK ist dieser Festakt sehr wichtig. Man möchte damit den Menschen die Erinnerung an die Kriege wieder ins Gedächtnis rufen. Wer nicht mehr über Verstorbene spricht, hat sie vergessen und das möchte der Verein mit seinem Engagement verhindern. "Viele Menschen von heute haben gar keinen Bezug zum Krieg. Die Älteren haben eher noch Erinnerungen daran, auch durch die Erzählungen ihrer Eltern, die den Krieg miterlebt haben", sagt der Vorsitzende der Krieger und Soldatenkameradschaft, Anton Schatzeder. "Durch den Krieg in der Ukraine ist das Thema Krieg in Europa jedoch wieder präsent geworden. Man darf die Augen davor nicht verschließen", setzt er fort. Nicht nur die KSK in Jettenbach leidet unter Nachwuchsproblemen. Nur wenn KSK-Vereine Nachwuchs bekommen, können diese Gedenken und Traditionen fortgeführt werden. Die Kameradschaft wünscht sich, dass die Feierlichkeiten viele Menschen dazu bewegen, sich künftig dafür engagieren zu wollen.

 

Aus organisatorischen Gründen bittet die KSK bis spätestens zum Mittwoch, 15. Juni, mitzuteilen, ob und mit wie vielen Personen am Festtag teilgenommen wird. Bei der Anmeldung soll Name und Verein, Anzahl der Personen und, ob am gemeinsamen Mittagstisch nach dem Gottesdienst teilgenommen wird, angegeben werden. Dies ist möglich per E-Mail an schatzeder-jettenbach@web.de oder per Post an Anton Schatzeder, Sonnleitenweg 8, 84555 Jettenbach. (kme)

 

Download Flyer (PDF)

 

 

14.05.2022

Wanderpokal bleibt in Jettenbach

Die Grafengarser Eisschützen mit Hans Bruckmaier an der Spitze führten nach der Corona-Pause das schon zur Tradition gewordene Gemeindeschießen durch.

18 Mannschaften in drei Gruppen beteiligten sich am Wettkampf und wollten natürlich dem Titelverteidiger, den Eisschützen Jettenbach, den vom damaligen Bürgermeister Alfons Obermaier gestifteten Wanderpokal streitig machen. Mit nur einem verlorenen Spiel behaupteten sich die Jettenbacher mit den Schützen Martin Männer, Günter Mauz, Walter Sieghart und Theo Fischer vor den Eisschützen Grafengars I und den Inn-Löwen. Auf die weiteren Plätze kamen: Bauernverband, Brombergla, Tennis, Eisschützen Grafengars II, Jagdgenossenschaft, Löwenschützen, Gemeinde, Schützenverein, KSK, Eisschützen Grafengars Mixed, Sportverein, d`Narrischen Vier, Feuerwehr, Landjugend und Kindergarten. (fim) Foto: fill

 

 

06.05.2022

Jakob Manhart feiert 90. Geburtstag

Nachdem bereits im Winter diamantene Hochzeit gefeiert wurde, kamen wieder viele Gratulanten in die Hauptstraße am Ortsrand von Jettenbach, um Jakob Manhart alles Gute fürs neue Jahrzehnt zu wünschen. Der 90. Geburtstag war auch für Bürgermeisterin Maria Maier sowie Pfarrer Alois Stautner und Renate Englmaier im Namen der Pfarrei Anlass, herzlichst zu gratulieren.

Mit seiner Gattin Maria lebt der Jubilar zufrieden und glücklich, kümmert sich um den sehr gepflegten Garten und ist stolz, dass sie gemeinsam den Haushalt noch eigenständig bewältigen können. Der Lebensweg von Jakob Manhart begann am 26. April 1932 in Am Reith als achtes von zehn Kindern. Nach dem Besuch der Volksschule in Mittergars machte er eine Lehre zum Landmaschinenmechaniker. 1963 trat er als Kraftfahrer in der Brauerei des Grafen zu Toerring Jettenbach seinen Dienst an, wo er 30 Jahre bis zum Eintritt ins Rentenalter blieb. Im Jahr 1963 heiratete er Maria Sturm aus Treibersdorf im Bayerischen Wald. Das Eigenheim in Jettenbach wurde 1969 bezogen.

Feuerwehr und Gartenbauverein, die Krieger- und Soldatenkameradschaft, die Eisschützen Jettenbach sowie die Freunde St. Saturnin schätzen ihr treues Mitglied sehr. (fim)

 

April 2022

 

30.04.2022

Aus Feindschaft wird Hoffnung

 

Dass die kleine Gemeinde Jettenbach im Landkreis Mühldorf und das französische Dorf Saint Saturnin (Region Auvergne-Rhône-Alpes) heute so eng miteinander verbunden ist, wirkt fast wie ein Wunder. Schließlich hatte der Krieg einst ganz Europa gespalten. Nach Kriegsende sollten noch viele Jahre vergehen, bis die Menschen bereit waren, sich in Frieden einander zu nähern. Seit 44 Jahren pflegt Jettenbach eine tiefe Freundschaft nach Frankreich. In den 1970ern war der Gedanke, ein in Freundschaft vereintes Europa zu schaffen. 1974 begab sich der damalige Bürgermeister eines kleinen Dorfes in der Auvergne, Gabriel Usclade, auf die Suche nach einer geeigneten Partnergemeinde aus Bayern. Er stieß auf Ablehnung, denn alle angesprochenen Gemeinden sträubten sich, eine Verschwisterung mit ihren ehemaligen Kriegsgegnern einzugehen. 1975 machte der damalige Bürgermeister aus Jettenbach, Georg Köllerer eine Informationsreise nach Frankreich. Usclade und Köllerer begegneten sich und reichten sich die Hände. Der Beginn einer großartigen Verbindung zwischen Jettenbach und der Gemeinde Saint-Saturnin.

 

Beide verfolgten das gleiche Ziel: Frieden und Freundschaft. Am 26. August 1978 unterzeichneten sie ihren Freundschaftsbund. Bei den Feierlichkeiten zur Verschwisterung schmückten die Jettenbacher damals ihr Dorf mit deutschen und französischen Fahnen. Wie es der Zufall will, sind die Farben Frankreichs und Jettenbachs gleich: blau-weiß-rot. Ein Jahr später besuchten 48 Bürger aus Jettenbach erstmals ihre französische Partnergemeinde. Die einhellige Meinung aller Frankreichbesucher war damals: "Das waren die schönsten Tage unseres Lebens. Wir werden das nie vergessen."

 

Auch wenn es Sprachbarrieren gab, funktionierte die Verständigung trotzdem. Die Freundschaftsbände wurden zusehends enger. Man wollte vor allem auch den kleinen Bürgern zeigen, wie wichtig Freundschaft ist, egal woher man kommt. Ab 1981 besuchten immer wieder schulpflichtige Kinder aus Saint Saturnin ihre deutschen Gastfamilien. Zu den Höhepunkten im Laufe der Jahre gehörten unter anderem Fahrradtouren von Saint Saturnin nach Jettenbach (Foto). Die deutsch-französischen Teilnehmer der kräftezehrenden Tour waren zwischen 15 und 60 Jahre alt. "An manchen Tagen legten wir bis zu 170 Kilometer zurück. Nach etwa 1200 Kilometern kamen wir endlich an unserem Ziel an", erinnert sich Schriftführer Michael Stork, der damals bei einer Radltour dabei war. In all den Jahren gab es immer wieder Anlässe, wo man sich traf, gemeinsam feierte und die Freundschaft pflegte.

 

Klar ist, dass man das Grauen der Vergangenheit nicht ungeschehen machen kann, aber man kann die Gegenwart und die Zukunft positiv zu beeinflussen. Als Zeichen der Verschwisterung gedachten die Bürger Saint Saturnin und Jettenbach gemeinsam beim Kriegerdenkmal den Opfern der beiden Weltkriege. Ziele ihrer Freundschaft sind auch die Förderung der französischen Sprache, das Kennenlernen der französischen Kultur und die Pflege der Gemeinsamkeit untereinander.

 

Nach 44 Jahren ist diese Verbundenheit noch immer ungebrochen, wobei auch sie unter Corona leiden musste. Treffen waren verboten, der Kontakt lag somit im "Dornröschenschlaf". Nach mehr als zwei Jahren Pandemie ist es an der Zeit, diese Freundschaft wieder in Schwung zu bringen. "Vor zwei Jahren fand in Saint Saturnin ein Bürgermeisterwechsel statt. Dort gibt es noch einiges vom Vorgänger aufzuarbeiten", sagte Bürgermeisterin Maria Maier bei der letzten Jahreshauptversammlung. Der neue Bürgermeister M. Franck Taleb wurde im Mai 2020 in sein Amt gewählt, seither gibt es für ihn einige Aufgaben zu bewältigen. Eine davon: die Freundschaftspflege. "Wir alle hoffen, dass wir spätestens nächstes Jahr unsere französischen Freunde in Saint Saturnin endlich wiedersehen können und eine schöne gemeinsame Zeit miteinander verbringen können", wünschen sich die Jettenbacher. "Vor allem hoffen wir wieder auf jungen Nachwuchs, damit diese Freundschaft niemals stirbt", setzt die Bürgermeisterin fort. (seitz)

 

 

27.04.2022

Zweite Markterkundung zum Breitbandausbau

Anton Biereder vom Ingenieurbüro Höpfinger informierte in der Sitzung des Jettenbacher Gemeinderats die Anwesenden über den Breitbandausbau. Er sprach über die durchgeführten Förderprogramme in Jettenbach und die derzeitige Situation bei der Gigabitförderung. Da bei der Markterkundung durch Vodafone ein eigenwirtschaftlicher Ausbau angekündigt worden war, dieser jedoch später wieder revidiert wurde, sind die Angaben der ersten Erkundung nicht mehr zutreffend.

Nun wird auch das Neubaugebiet in der Lindenstraße in das Fördergebiet aufgenommen, sodass nach Rücksprache mit dem Breitbandzentrum eine zweite Markterkundung an den Start geht. Bezüglich des Neubaugebietes in der Lindenstraße berichteten Biereder sowie Breitbandpate Markus Schmidinger über die Gespräche mit den Firmen Vodafone und Telekom. Laut Schmidinger hat der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer diese Angelegenheit an das Breitbandzentrum zur Klärung weitergegeben. Hier liegt noch keine Rückmeldung vor. Mit der Telekom gab es ein Gespräch zur Erschließung. Die Leerrohrdaten für eine neue Kalkulation wurden an die Telekom weitergegeben. Nach Aussprache im Gemeinderat soll nochmals über die Politik Druck auf die Anbieter erfolgen. Der Bundestagsabgeordnete Mayer wird erneut beteiligt. (hra)

 

 

26.04.2022

Verabschiedung nach über 20 Jahren

Mesnerin und Reinigungskraft hören in der Pfarrei Jettenbach auf. Seit über 20 Jahren übernimmt Resi Wimmer den Mesnerdienst in der Pfarrei Jettenbach des Pfarrverbandes Gars. Sie war die treue Seele der Gotteshäuser und für die Schlosskirche Sankt Vitus in Jettenbach sowie die Kirche Sankt Michael in Grafengars zuständig. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Mit Sachverstand und Liebe bereitete sie die Gottesdienste vor und hatte auch für die Ministranten immer ein offenes Ohr. Bei zahlreichen Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen in den über zwei Jahrzehnten verrichtete sie ihren Dienst. Beim Ehrenamtsessen der Pfarrei wurde sie verabschiedet.

Kathi Lackmaier, die Reinigungskraft in der Pfarrei Jettenbach, geht nach über 20 Jahren ebenfalls in den Ruhestand. Gewissenhaft und zuverlässig putzte sie in den über zwei Jahrzehnten die Schlosskirche St. Vitus sowie den Pfarrhof in Jettenbach. Pater Ulrich Bednara richtete den Dank von der Geistlichkeit an die beiden und würdigte ihr Engagement und ihren Einsatz in den vielen Jahren. Im Namen der Pfarrei Jettenbach dankte Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Hans Bruckmaier mit Urkunden und Blumen. (bac)

 

 

12.04.2022

Neuwahlen und fertiger Mühlenweg des Heimat- und Kulturkreises

 

In ihrem Tätigkeitsbericht informierte die Vorsitzende Elvira Schreiner des Heimat- und Kulturkreises Jettenbach bei der Jahresversammlung über die Aktivitäten des Vereins. So wurde der Mühlenweg in der Gemeinde fertiggestellt. Die Schautafeln an den Mühlen erzählen deren Geschichte und Funktionen. Neben den "normalen" Mühlen gab es auch eine Papiermühle. Für den Wanderweg wurde ein Flyer entwickelt, der an der ersten Tafel des Weges untergebracht ist. Die adventliche Lesung in der Schlosskirche musste entfallen und ist ebenso für heuer nicht geplant. Auch das Ferienprogramm der Gemeinde, an dem sich der Verein beteiligte, war coronabedingt eingeschränkt. Der Verein hat begonnen, ein Archiv aufzubauen. Als Archivar stellte sich Andreas Schreiner zur Verfügung.

 

Für die kommenden Monate sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Zusammen mit dem Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner soll alle zwei Monate ein Wirtshaussingen in der Bahnhofsgaststätte Jettenbach stattfinden. Es ist eine musikalische Maiandacht in der Schlosskirche in Jettenbach am letzten Sonntag im Mai geplant. Am Pfingstmontag, dem Tag der Mühlen, wird der Verein eine Mühlenwanderung durchführen. Zur Veranstaltung "boarisch gsunga und gspuit" am Sonntag, 10. Juli, konnte die aus der Sendung "Wirtshausmusikanten" des Bayerischen Fernsehens bekannte Traudl Siferlinger gewonnen werden. Beginn ist um 18 Uhr im Pfadfinderhof in Grafengars. Auch am Ferienprogramm der Gemeinde Jettenbach beteiligt sich der Verein wieder.

 

Nach dem Tätigkeits- und Kassenbericht fanden die Neuwahlen statt. Vorsitzende bleibt Elvira Schreiner. Bei Stellvertretung, Schriftführer und Kassier gab es ebenfalls keine Veränderungen. Somit bleiben Andreas Schreiner, Christiane Steiner und Armin Schmalzgruber in diesen Funktionen tätig. Andreas Eicher schied bei den Beisitzern aus und Alfred Tanzer rückte nach. Die weiteren Beisitzer sind Monika Holzhammer, Monika Stingl, Ursula Weidenthaler und Ulrike Zöller. Als Abschluss erschien das Schulmädchen Anni (Ulrike Zöller). Diese hatte viel darüber zu erzählen, wie die Schule in Jettenbach früher war. (ste)

 

 

12.04.2022

Jahresversammlung und Satzungsänderung der "Freunde von Saint Saturnin"

 

Mit der ersten Jahresversammlung der "Freunde von Saint Saturnin" seit drei Jahren hat das Vereinsleben wieder Fahrt aufgenommen. Aktuell gehören dem Verein 180 Mitglieder an. Beim Treffen thematisierten die Teilnehmer die Satzungsänderung. Bisher wurde der Vorstand für sechs Jahre gewählt. Das Gremium bestand aus dem Triumvirat Bürgermeister, Ortsgeistlicher und Sekretär sowie sieben Beiräten, der Kassenverwalterin und dem Schriftführer. Schriftführer Michael Stork erklärte, dass aufgrund einiger Neuheiten eine Satzungsänderung notwendig sei.

 

Als die "Freunde von Saint Saturnin" 1978 aus der Taufe gehoben wurden, hatte fast jede Gemeinde ihren Ortspfarrer. Doch die Zeiten ändern sich. Ein Pfarrer ist heute für mehrere Pfarrgemeinden zuständig, so auch Pfarrer Alois Stautner vom Pfarrverband Gars, zu dem die Kuratie Jettenbach zählt. "Bei unserem Gespräch sagte mir unser Ortsgeistlicher, dass er froh wäre, wenn er aus dem Triumvirat aussteigen könnte. Damit würde eine Aufgabe von ihm wegfallen“, sagte Bürgermeisterin Maria Maier. Aus diesem Grund sei die Satzung zu ändern.

 

Sabine Sax trat als Sekretärin zurück. Sie wurde einstimmig in den neuen Beirat gewählt, der nach der Satzungsänderung nun aus acht Vereinsmitgliedern besteht. Beibehalten werden die elf Vorstandsmitglieder nach Abschaffung des Triumvirats, erklärte Stork. Ab der nächsten Kommunalwahl wird der Vorstand nur noch auf drei Jahre gewählt. Die Mitglieder votierten einstimmig für die Satzung.

 

Inge Sax gab ihr Amt als Schatzmeisterin auf. Ihre Nachfolge trat Hildegard Bruckmaier an. Die bisherigen Beiräte Siegfried Wagner, Georg Bruckmaier und Martin Zehrer traten zurück. Ihre Nachfolger wurden Richard Wagner, Hans Wild, Anna Maria Glockner und Monika Holzhammer. Klaus Schmalzgruber, Andreas Schreiner, Petra Furtner und Sabine Sax bleiben dem Verein als alte und neue Beiräte erhalten. Stork übt weiterhin das Amt des Schriftführers aus. Bei der Wahl wurde der neue Vorstand abgesegnet.

 

Die Bürgermeisterin sprach allen, die sich im Verein engagieren, ihren Dank aus. Sie berichtete, dass die Kontakte zwischen Jettenbach und Saint Saturnin pandemiebedingt etwas "eingeschlafen" seien. "Für so langjährige Verbindungen muss man Geduld haben." Der Verein möchte im Sommer ein Weinfest und das Ferienprogramm durchführen. Spätestens nächstes Jahr ist ein Wiedersehen mit den französischen Freunden in Saint Saturnin mit einer gemeinsamen Feier geplant. (kme)

 

März 2022

 

05.03.2022

Wertstoffhof wieder geöffnet

Der Wertstoffhof ist wieder ab Samstag, 12. März, jeweils von 15 bis 16 Uhr geöffnet, ab April zusätzlich mittwochs von 18 bis 19 Uhr. Es kann nur noch Grüngut und Altmetall angeliefert werden.

 

 

 

 

 

Februar 2022

 

22.02.2022

Jettenbach berät Bebauungsplan

Am morgigen Mittwoch, 23. Februar, beginnt um circa 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Jettenbach der öffentliche Teil der Gemeinderatssitzung. Auf der Tagesordnung steht ein Bauantrag zum Abbruch des bestehenden Wohnhauses und Neubau eines Wohnhauses Am Bromberg 14; eine Bauleitplanung der Gemeinde Jettenbach – Änderung des Bebauungsplans "Süd-West" im Bereich Eichenstraße 19 sowie Stellungnahmen der Gemeinde Jettenbach zur 4. Änderung des Bebauungsplans "Gars-Bahnhof IV" und zur 15. Teilfortschreibung des Regionalplans Südostoberbayern. Für Zuhörer gelten die 3G-Regeln und FFP2-Maskenpflicht. Vor Ort wird nicht getestet.

 

 

16.02.2022

Eigentümerbefragung zur Gasversorgung in Jettenbach

 

Ende letzten Jahres wurde von Energie Südbayern ein Brief zur unverbindlichen Abfrage des Gas-Interesses an die Einwohner von Jettenbach gesendet. Nachfolgend können Sie sich über die Ergebnisse der Fragebogenaktion informieren:

 

Download Ergebnisse Eigentümerbefragung (PDF)

 

 

10.02.2022

Ortsvorstellung Jettenbach – Rückblick 2021 & Vorschau 2022

 

Jettenbach liegt abseits der großen Verkehrswege, beschaulich und friedlich am Inn. Hier – etwas im Verborgenen – putzt sich die 700-Seelen-Gemeinde weiterhin leise und unauffällig heraus – zum Wohle seiner alten und neuen Bürger.

 

Bauparzellen verkauft

Das vergangene Jahr war geprägt von vier wichtigen, zukunftsweisenden Bauprojekten, die alle erfolgreich abgeschlossen werden konnten. So sind inzwischen alle 15 Parzellen im neuen Baugebiet Köllerersiedlung verkauft. Ein Teil der Käufer hat bereits mit dem Bau begonnen. Im Neubaugebiet in der Lindenstraße sind die Erschließungsarbeiten abgeschlossen. Hier fehlt nur noch die Fein-Asphaltierung, die in den kommenden zwei Jahren erfolgen wird. In der Waldrandsiedlung wurden die seit Jahren dringend notwendige Straßenentwässerung umgesetzt, die Straße asphaltiert und wieder freigegeben.

 

Belebte Dorfmitte

Im Ortszentrum pulsiert dank des neuen Mehrgenerationenplatzes am Kriegerdenkmal neues Leben. Seit gut einem halben Jahr ist der Platz mit seinen Spielgeräten und Sitzgelegenheit offiziell fertig. "Er wird sehr gut angenommen", freut sich Bürgermeisterin Maria Maier. "Hier kommen jetzt Menschen zusammen, die sich bisher noch nicht getroffen haben."

 

Versorgung mit Trinkwasser

Ein weiterer Meilenstein der Ortsentwicklung wurde eher "hinter den Kulissen" erreicht: bei der Trinkwasserversorgung. Vor gut einem Jahr erfolgte der Anschluss der Trinkwasserversorgung über den Wasserbeschaffungsverband Grünthal an den Zweckverband der Taufkirchener Gruppe. Damit ist nun auch eine Notversorgung gesichert. Nur wenige Tage später wurde zusammen mit dem WBV Grünthal mit der Sanierung der maroden Quellfassung sowie mit dem Umbau im Pumphaus begonnen und planmäßig abgeschlossen. Außerdem wurde die Trinkwasser-Hauptleitung zur Trinkwasserversorgung von Grafengars bis Jettenbach Bahnhof erneuert, da sie inzwischen veraltet und nicht mehr ausreichend war. Dadurch ist jetzt auch die Versorgung mit Löschwasser wieder gesichert.

 

Umbau Kindergarten

Trotz all dieser abgeschlossenen Projekte: In Jettenbach ist die To-Do-Liste für 2022 schon wieder gut gefüllt. Ganz oben steht der Umbau im Kindergarten samt Einbau einer Entlüftungsanlage. Im ehemaligen Schulhaus entstehen ein zweiter Gruppenraum sowie ein separates Büro. Das ermöglicht künftig eine differenzierte Betreuung und Förderung der Kinder. Eine neue Schallschutzdecke, neue Leuchtkörper sowie eine neue Be- und Entlüftungsanlage mit Luft- und Pollenfilter werden die Verhältnisse zusätzlich verbessern.

 

Natur- und Umweltschutz

Natürlich spielt auch in Jettenbach der Natur- und Umweltschutz eine wichtige Rolle. Um die ortsnahe Trinkwasserversorgung zu sichern, möchte die Gemeinde ein Wasserschutzgebiet ausweisen und hat dazu schon die ersten Schritte eingeleitet. Daneben werden auch die kommunalen Gebäude in Sachen Energieeinsparung optimiert: Die Mehrzweckhalle etwa soll neue Fenster, eine neue Beleuchtung sowie eine neue Außentür bekommen.

 

Ortskernsanierung

Während bei diesen Projekten die Ideen schon sehr konkret sind, richtet sich das Augenmerk der Gemeinderäte immer auch auf das Große und Ganze: So soll mit der finanziellen Unterstützung durch das Städtebauförderprogamm die Sanierung des Ortskerns in Angriff genommen werden. "Wir sind schon zwei Jahre an dem Thema dran", so die Bürgermeisterin, "wurden aber durch Corona immer wieder ausgebremst." Im Frühjahr soll es endlich soweit sein: Dann möchte Bürgermeisterin Maier in einer Präsenzveranstaltung den Jettenbachern erste Ideen präsentieren. Wie gesagt: Jettenbach putzt sich beständig heraus.

 

Rekordmitgliedschaft in den Vereinen

Was eine Gemeinschaft wert ist, erweist sich – leider – erst in Zeiten der Krise. Diesen Test hat Jettenbach mit seiner gewachsenen, gefestigten Dorfgemeinschaft, die auch in Zeiten der Pandemie zusammensteht, bestanden. Das zeigt sich gerade bei den 19 Vereinen, die trotz aller Schwierigkeiten nach wie vor gut dastehen. "Es gehen zwar die Veranstaltungen ab", stellt Bürgermeisterin Maier fest. "Aber alle haben Ideen und machen, was möglich ist."

So zum Beispiel die Tennisabteilung der SpVgg Jettenbach. Sie rief für "ältere" Neuanfänger eine neue Gruppe ins Leben und hat in den Ferien viele Kinder für den Sport begeistern können. Die Folge: Die Tennisabteilung wuchs auf 184 Mitglieder an und hat damit den höchsten Stand seit ihrer Gründung. Das war zugleich der zweitbeste Mitgliederzuwachs aller im Bayerischen Tennisverband gemeldeten Vereine. Kein Wunder, dass hier jetzt sogar die Marke von 200 Mitgliedern angepeilt wird. Auch die anderen Abteilungen der SpVgg konnten neue Sportler gewinnen, sodass der Gesamtverein trotz des zeitweiligen Sportstillstandes eine Gesamtzahl von 684 Mitgliedern erreichte; im Vorjahr waren es "erst" 620 Mitglieder. Ein Höchststand in der 72-jährigen Vereinsgeschichte sowie ein Beispiel wie die Jettenbacher Vereine auch im "Stillstand" zulegten. Gemeinschaft eben.

Aber auch das kennzeichnet das Jettenbacher Lebensgefühl: langjährige Verantwortung und vorbildliches Zusammenwirken der Generationen. Dafür steht ebenfalls die SpVgg Jettenbach beispielhaft: Der Verein besteht seit 72 Jahren und ein Drittel dieser Zeit, genau 23 Jahre, hat Peter Heindl die SpVgg als Vorsitzender geleitet. So war es eine Selbstverständlichkeit, dass er bei der Stabübergabe an seinen Nachfolger, Thomas Loose, mit stehenden Ovationen zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. (esc) Fotos: Anna Maria Köllerer, stl, psc

 

 

08.02.2022

Gemeinderat bespricht Vorgehensweise für schnelleres Internet

 

Wie geht es mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde Jettenbach weiter? Über den aktuellen Sachstand berichtete Breitbandpate Markus Schmidinger von der Verwaltungsgemeinschaft dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Die Gemeinde Jettenbach hatte sich demnach bereits 2015 mit dem Breitbandausbau befasst und das Förderprogramm des Freistaates Bayern in Anspruch genommen. Die Gemeinde Jettenbach erhielt daraufhin Fördermittel in Höhe von 206718 Euro für den Ausbau der unterversorgten Außenbereiche – überwiegend landwirtschaftliche Einzelanwesen.

 

Der Hauptort Jettenbach selbst wurde jedoch aufgrund der in der Markterkundung von Vodafone-Kabel Deutschland abgegebenen Stellungnahme nicht in das Förderprogramm aufgenommen, da bereits die geforderten 30 Megabit pro Sekunde laut Vodafone erreicht würden. Mit dem Förderprogramm "Höfebonus" des Freistaates Bayern sei daraufhin zwar versucht worden, die bis dahin noch unterversorgten abgelegenen Anwesen anzuschließen. Doch blieb die Ausschreibung zum Auswahlverfahren und eine zweite Ausschreibung ohne Erfolg, da kein Betreiber ein Angebot abgegeben hat. Das Förderverfahren wurde daraufhin eingestellt.

 

Im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie des Freistaates Bayern wurde nun die Chance gesehen, auch den Hauptort Jettenbach und die im Rahmen des Höfebonus unberücksichtigten Einzelanwesen einer vernünftigen Breitbandversorgung zuzuführen. In der Rückantwort von Vodafone zur Markterkundung wurde mitgeteilt, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau von Docsis 3.0 auf Docsis 3.1 – dabei handelt es sich um ein System für schnellere Datenübertragung – bis Ende 2022 für alle Vodafone-Anschlüsse vorgesehen ist und dadurch Gigabit-Bandbreiten möglich wären. Auf Basis dieser Aussage sei ein Glasfaserausbau nicht mehr förderfähig gewesen. Also hat die Gemeinde Vodafone aufgefordert, ein technisches Konzept zu den eigenwirtschaftlichen Ausbauankündigungen vorzulegen. Der eigenwirtschaftliche Ausbau, so die Info aus der Verwaltung, sei nach dieser Anforderung dann zurückgezogen worden. Somit entsprechen diese Rückmeldungen auch nicht mehr den Gegebenheiten und sind zu überarbeiten, hieß es dazu in der Sitzung.

 

Da in der ersten Markterkundung durch Vodafone erklärt wurde, dass durch Docsis 3.0 Bandbreiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download, aber weniger als 200 Megabit pro Sekunde vorliegen, können die Privathaushalte nicht im Förderprogramm "Gigabitrichtlinie" berücksichtigt werden. Es können zwar die Gewerbebetriebe in das Förderprogramm aufgenommen werden, aber diese wenigen, im Gemeindegebiet verteilten Anschlussnehmer, werden sich ohne die Privathaushalte nicht rechnen, erläuterte Schmidinger dazu in der Sitzung.

 

Wie vom Gemeinderat angeregt, wurde daraufhin der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer (CSU) eingeschaltet, und der Heimatabgeordnete hat die Breitbandsituation in Jettenbach an den Breitbandmanager des Bayerischen Breitbandzentrums, Ottmar Reschberger, zur Stellungnahme weitergeleitet. Dessen Stellungnahme liegt bis dato noch nicht vor.

 

Das Ingenieurbüro Höpfinger hat zwischenzeitlich beim Vermessungsamt Mühldorf eine aktuelle Adressliste angefordert, in der auch die neuen Haushalte in der Lindenstraße enthalten sind. Diese sollen im Rahmen einer erneuten Markterkundung in das Fördergebiet aufgenommen werden. Und Vodafone soll aufgefordert werden, die Liste für das weitere Verfahren zu aktualisieren.

 

Weiter hieß es in der Sitzung: Nachdem sich kein Betreiber bereit erklärt hat, das Gebiet in der Lindenstraße zu erschließen und die neuen Anwesen somit überhaupt keine Anbindung haben, wäre eine höhere Förderung je Anschluss möglich. Die Unterversorgung müsste aber in einer neuen Markterkundung festgestellt werden. Die restlichen privaten Anschlüsse, die nach aktuellen Richtlinien nicht unterversorgt sind, könnten ab 1. Januar 2023 im Förderverfahren berücksichtigt werden, wenn der Schwellenwert bei 200 Megabit pro Sekunde liegt. Der Gemeinderat beschloss letzten Endes einstimmig die Durchführung eines zweiten Markterkundungsverfahrens für das Förderprogramm "Gigabitrichtlinie". (rath)

 

 

08.02.2022

Nachruf – Wilhelmine Köbinger

Für Wilhelmine Köbinger endete mit 84 Jahren ihr Leben, das geprägt war von Mutterliebe und Verantwortung für ihre Familie. Tief verbunden war sie auch der Landwirtschaft, der elterliche Hof war ihr Lebenswerk. Die nun Verstorbene wurde am 10. Februar 1937 in Schaching geboren und wuchs in Gänsberg auf dem "Wongbauernhof" auf. Dort wurde sie nach der Schulzeit auf die Aufgaben einer späteren Bäuerin vorbereitet. Mit Sebastian Köbinger aus Unterreit schloss sie 1962 den Bund der Ehe. Sie bewirtschafteten den Hof gemeinsam bis zur Übergabe an Sohn Martin im Jahr 2000. Für Tochter Helga und Sohn Martin war sie immer die treu sorgende Mama, ihre zwei Enkelkinder liebten die Oma. Auch nach der Hofübergabe legte sie ihre Hände nicht in den Schoß, für Wilhelmine Köbinger gab es immer Arbeit.

Sie führte bis zum Lebensende ein bescheidenes, eigenständiges Leben. Eine besondere Freude war es für sie, wenn sie als Kuchenbäckerin gebraucht wurde. Das Familienglück wurde durch den Tod ihres Gatten im Jahr 2008 stark getrübt. Als Mitglied des Katholischen Frauenbundes Kraiburg war sie sehr geschätzt. Eine schwere Herzerkrankung im Sommer schränkte ihr Leben zunehmend ein, es gab keine Heilung mehr, und so durfte sie daheim im Beisein ihrer Familie die Augen schließen. Ihre Familie begleitete sie auf ihrem letzten Erdenweg. Sie findet Ruhe an der Seite ihres Gatten im Kraiburger Friedhof. (fim)

 

 

03.02.2022

Sparkasse spendet für Spielplatz

Die Sparkasse Altötting-Mühldorf beteiligt sich mit 2000 Euro an der Sanierung des Spielplatzes in Jettenbach und spendete die Errichtung eines Wasserspiels. "Wir freuen uns sehr über die großzügige Zuwendung und danken der Sparkasse herzlich für ihre Unterstützung", sagte Maria Maier, Bürgermeisterin von Jettenbach, bei der Übergabe des Schecks durch Florian Kohl, den stellvertretenden Filialbereichsleiter Waldkraiburg. "Mit der Sanierung des Kinderspielplatzes wurde ein Mehrgenerationenplatz geschaffen, der auch von erwachsenen Bürgern der Gemeinde genutzt wird", so Maier. "Der Spielplatz wird auch von Kindern der Nachbarsgemeinden gerne besucht." (re)

 

Januar 2022

 

28.01.2022

Ein Jettenbacher mit Leib und Seele

Walter Steiglechner feiert seinen 80. Geburtstag. Der Lebensweg von Walter Steiglechner begann in Oberneukirchen und führte über Erharting und Altmühldorf im Jahr 1974 nach Jettenbach. Die vielen Stationen veränderten sein Leben. Auf dem Kargsinnhof in Oberneukirchen kam er am 15. Januar 1942 zur Welt und verlor schon mit vier Jahren seine Mutter. Er wuchs beim Großvater auf und besuchte zwei Jahre die Volksschule in Oberneukirchen. Ein Ferienaufenthalt brachte die erste Wende. Seine Tante aus Erharting nahm ihn auf, und er besuchte dort drei Jahre die Schule, bevor er mit der Tante nach Altmühldorf zog. Nach dem Schulabschluss erlernte der jetzt 80-Jährige den Beruf des Bäckers in der damaligen Bäckerei Berndl. Einem besonderen Zufall verdankt es Steiglechner, die aus der Molkerei Hösl stammende Hannelore im Jahr 1964 kennenzulernen. Hannelore dachte sich damals "Der muss es sein" und Amors Pfeil tat das Übrige. Im Jahr 1967 heirateten die beiden und bezogen die erste gemeinsame Wohnung in Mühldorf. Das junge Glück vervollständigte sich mit der Geburt der Töchter Alexandra und Rebekka. Jetzt sind die Enkelkinder Niklas und Lilly der ganze Stolz des Opas. Die endgültige Heimat fand die junge Familie im Jahr 1974 mit dem Umzug nach Jettenbach in den Pfarrweg. In dieser Zeit wechselte der Jubilar zum neuen Arbeitgeber, der SGF in Waldkraiburg. Bis zur Pensionierung war er dort 38 Jahre tätig und allseits beliebt. Nebenbei wurde auch der Milchsammelexpress vom Schwiegervater bis ins Jahr 2008 weitergeführt. Steiglechners ganze Liebe gilt seiner Familie, der Spielvereinigung Jettenbach und im Besonderen der Abteilung Fußball.

Seit nunmehr 40 Jahren ist Walter als Sportplatzpfleger nicht ersetzbar. Als Kassier und stellvertretender Vorsitzender setzte er sich ehrenamtlich für den Verein ein. Zudem gründete er im Jahr 1996 als überzeugter Fan den 1860-Fanclub. Mit der SGF Kegelmannschaft bestritt er Turniere und Meisterschaften. Zudem war er 20 Jahre Mitglied des Jettenbacher Gemeinderates. Immer noch sportlich fit, feiert er jetzt seinen Geburtstag im Kreise seiner Familie, die sich allzu gern an die vielen Urlaubsfahrten zum Gardasee erinnert. Persönlich anwesend war Bürgermeisterin Maria Maier, um die Glückwünsche der Gemeinde zu übermitteln. (fim) Foto: fill

 

 

27.01.2022

Diamantene Hochzeit im Hause Manhart

Am heutigen Donnerstag feiern Jakob und Maria Manhart aus Jettenbach ihre diamantene Hochzeit. Vor 60 Jahren gab sich das rüstige Paar am Standesamt der damaligen Gemeinde Elsbeth das Jawort.

Jakob Manhart, der aus Am Reith stammt, lernte seine Frau Maria 1959 beim Wirt in Unterreit kennen. Maria, die in Treibersdorf im heutigen Landkreis Bad Kötzting im Bayerischen Wald geboren wurde, trat damals eine Stelle im Gasthaus Huber in Unterreit an. Nach der Hochzeit bezog das Paar eine Wohnung in Ampfing, von dort aus konnten beide ihre Arbeitsstellen gut erreichen. Maria Manhart war nahezu ein Vierteljahrhundert in einer Kantine der WNC Nitrochemie in Aschau tätig, während ihr Mann Jakob 30 Jahre als Berufskraftfahrer für die Brauerei Graf Toerring in Jettenbach arbeitete. Dies ermöglichte ihnen auch den Bau des Eigenheims in Jettenbach, wo sie seit 1969 leben. Die große Leidenschaft der beiden war von jeher der Garten, den sie liebevoll und mit viel Arbeitseinsatz pflegen. Erfreulicherweise ist es dem Jubelpaar im 90. Lebensjahr bis heute möglich, eigenständig und ohne fremde Hilfe den Alltag zu bewältigen. (jh)

 

 

26.01.2022

Bebauungsplan und Breitbandausbau

Der Gemeinderat Jettenbach tritt heute zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Beginn ist um 18.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Dabei geht es unter anderem um das weitere Vorgehen beim Thema Breitbandausbau, Bauanträge, die Änderung des Bebauungsplans "Süd-West", die Festsetzung des Überschwemmungsgebiets Inn sowie Wünsche und Anträge. Für Besucher gilt die 3G-Regel, vor Ort wird nicht getestet.

 

 

 

 

 

Gemeinde Jettenbach am Inn

Grünthaler Straße 14

84555 Jettenbach

Öffnungszeiten / Parteiverkehr

Dienstag: 16.00 - 17.00 Uhr

Tel.: 08638 / 76 47

Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg

Montag - Freitag: 08.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 08638 / 98 38 0