Breitbanderschließung

2019

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August 2019

 

26.08.2019

Hummel rückt für Gerstner im Gemeinderat nach

Mit Schreiben vom Juli 2019 hat Gemeinderatsmitglied Christian Gerstner um seine Entlassung aus dem gemeindlichen Ehrenamt zum nächstmöglichen Termin aus persönlichen Gründen gebeten. In der Gemeinderatssitzung am 07.08.2019 wurde dem Antrag auf Rücktritt vom Gemeinderat zugestimmt. Für Herrn Gerstner rückt Herr Andreas Hummel als Gemeinderat nach. Die Vereidigung des nachgerückten Gemeinderatsmitgliedes Andreas Hummel erfolgte am 7. August 2019.

 

 

 

 

 

23.08.2019

Ausflug zum Königssee

Die Frauengemeinschaft fährt am Dienstag, 3. September, nach Berchtesgaden zum Königssee. Abfahrt ist um 8.30 Uhr in Jettenbach-Bahnhof, weitere Haltestellen Grafengars, Köllerer-Siedlung und Kriegerdenkmal. In Berchtesgaden besteht die Möglichkeit im Ort auszusteigen und sich hier tagsüber aufzuhalten. Der Bus fährt weiter an den Königssee mit Gelegenheit per Schiff nach St. Bartholomä zu fahren. Anmeldung bei Christa Obermaier unter Telefon 0 86 38/7 23 41 oder Monika Hummel unter Telefon 0 86 38/6 76 46. Foto: Pixabay

 

 

 

23.08.2019

Ballkünstler aus Jettenbach

Zum Ferienprogrammtag "Ballkünstler" der Spielvereinigung Jettenbach kamen insgesamt 25 Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Die acht "Teamer" der Tennisjugendabteilung boten einen Parcours aus sechs Stationen. Besonders eifrig genutzt wurden die Hüpfburg und der Swimmingpool. Badeaufsicht Thomas Loose hatte ebenso wie "Burgerbruzzler" Thomas Thaler gut zu tun. (cg)

 

 

 

 

19.08.2019

Köbinger holt sich vierten Titel

Der ungebrochene Zulauf an Mitgliedern, und dies nicht nur aus Jettenbach, ist der Nachweis: Die Tennissportler der Spielvereinigung sind eine große Familie, die es versteht, Sport und Geselligkeit miteinander zu verbinden. Die Vereinsmeisterschaften mit Sommerfest unterstrichen dies einmal mehr. Jung und Alt tummelten sich über den ganzen Tag verteilt auf der Tennisanlage, sahen den Akteuren bei den Endspielen zu oder hatten ihre Freude am Nachwuchs, der sich an den Spielgeräten die Zeit vertrieb. Kulinarisch waren die Mitglieder und Gäste bestens versorgt.

Im Endspiel im Herrendoppel wurde eine enge Partie erwartet. Letztlich setzte sich "Altmeister" Klaus Wasylaszcuk mit seiner Routine und dem jugendlichen Elan seines Partners Johannes Reindl gegen das Duo Georg Reindl/Josef Mußner mit 6:3 und 7:5 durch. Im Damenendspiel wurde Dorothea Cornette ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte mit 6:1/6:3 gegen Brigitte Loose, die großen Kampfgeist zeigte. Im Herren-Endspiel traf der aufstrebende Joungster Johannes Reindl, der sich in den Gruppenspielen durchgesetzt hatte, auf den Meister der vergangenen Jahre, Florian Köbinger (Foto), der sich in seinen Gruppenspielen gegen den ehemaligen Serienmeister Josef Heindl behauptete. Mit einem 6:2 und 6:2-Erfolg sicherte sich Köbinger seinen vierten Vereinsmeistertitel im Herreneinzel. Die weiteren Meisterschaften im Damendoppel und bei den Herren 40 wurden in Gruppenspielen entschieden. Dorothea Cornette und Desiree Koller vor Katharina Herzog und Franziska Mußner hießen die Titelträger bei den Damen. Bei den Herren siegte Josef Karl vor Willi Clemens. Allen Titelträgern überreichte Abteilungsleiter Stefan Greilinger Gutscheine. (psc)

 

 

09.08.2019

Neue Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei

Die Gemeindekanzlei Jettenbach ist ab September am Dienstag von 16 - 17 Uhr geöffnet.

Wenden Sie sich in dringenden Fällen bitte an die Verwaltungsgemeinschaft in Kraiburg a. Inn, Marktplatz 1, Tel. 0 86 38 / 98 38 - 0 (Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8-12 Uhr u. Do. 14-18 Uhr)

 

 

 

 

 

 

 

06.08.2019

Der Vorsitzende ist auch Vereinsmeister

21 Stockschützen beteiligten sich an den Vereinsmeisterschaften des ESV Grafengars auf den Asphaltbahnen. Bei diesem Wettkampf kann jeder Teilnehmer Können und Talent beim Massen, Stock- und Zielschießen unter Beweis stellen. Vereins-Vorsitzender Hans Bruckmaier holte sich den Titel. Auf den weiteren Plätzen folgten Peter Holzhammer und Tobias Heindl. Bei den Damen setzte sich erstmalig Maria Bichlmaier vor Monika Heindl und Silvia Bruckmaier durch. Die Jugendwertung führt Yannic Mitter vor Elisabeth Bichlmaier an. Bei der Siegerehrung im Vereinslokal Burle's Kneipe erhielten der Vereinsmeister und die Spartenmeister einen Erinnerungsteller aus Holz, den Bernhard Förster angefertigt hatte. Für jeden Teilnehmer gab es außerdem einen Einzelpreis. Foto: Moonwalker74

 

Juli 2019

 

29.07.2019

Black-Out-Party in Jettenbach

Gut gefeiert wurde am letzten Samstag bei der "Black-Out-Party" an und in der Sporthalle in Jettenbach. Mit knapp 200 Besuchern zeigten sich die Veranstalter der Tennisabteilung von der SpVgg Jettenbach allerdings nicht zufrieden. (stl)

 

 

 

 

 

 

18.07.2019

Virtuose Barockmusik in St. Vitus

 

Rund 200 Gäste lockten Eva Barbarino und Florian Sonnleitner in das Barockkonzert des Heimat- und Kulturkreises Jettenbach. Am Samstag lud der Verein in die Jettenbacher Kirche Sankt Vitus. Unter dem Titel virtuose Barockmusik spielen die Musiker Stücke unter anderem von Heinrich Ignaz Franz Biber, Carl Philipp Emanuel Bach und Georg Philipp Telemann. Es ist das dritte Konzert mit der Mühldorfer Cembalistin in Jettenbachs Gotteshaus. Die Reihen sind im Kirchenschiff wie auch auf der Empore gefüllt.

 

Ein ungewöhnliches Konzert ist zu hören. Ungewöhnlich, weil selten ein Cembalo gespielt wird. Aber auch die Auswahl der Stücke beschreitet ungewohntes Terrain: Ein Stück in C-Moll und Fantasien lediglich zum Ergötzen der Zuhörer sowie Freiheiten in der Interpretation. Das alles sei ungewöhnlich für die Zeit, als die Kompositionen entstanden sind, erläutert Violinist Sonnleitner. Aber es lässt sich gut nachvollziehen, wie der Musiker alleine oder mit wenigen Gästen im privaten Wohnzimmer spielt und frei interpretiert. Doch immer wieder ist ein Thema mit seinen zahlreichen Variationen zu erkennen, wie es für die Barockkompositionen so bekannt ist. Während Sonnleitner leicht dahin spielt, ist Barbarino eine unglaublich hohe Konzentration anzusehen. Einfach scheint das Spielen auf einem Cembalo nicht zu sein. Und tatsächlich: Es leide unter den Wetterumschwüngen und der hohen Luftfeuchtigkeit, sagt die Musikerin wenig später. Und auch immer wieder könne eine Taste haken, entschuldigte sich Barbarino. In der Pause muss das Instrument schließlich gestimmt werden.

 

Doch das Konzert leidet keineswegs: Immer wieder verleitet die Musik dazu, mit den Gedanken abzuschweifen, den Alltag hinter sich zu lassen. Es entstehen Vorstellungen über noble Gesellschaften in großen Sälen, im Reifrock tanzende Damen. Unterstützend wirkt hier die Wahl des Ortes: Die hohe, alte Kirche, die verzierten Bilder, der Eingang über den Hof mit riesiger Kastanie. Die Akustik ist der Musik würdig, an der Tür zur Kirche begrüßt Kerzenschein die Zuschauer.

 

Ein Konzert nur bei Kerzenschein wird es aber leider nicht: Das Notenlesen wäre wohl unmöglich geworden. Auch, wenn Sonnleitner weite Strecken nahezu auswendig spielte. Nach der Pause scheint ein Scheinwerfer auf die beiden Musiker. Auch wenn es sich Musik aus einer einzigen Epoche handelt, ist die Auswahl der Stücke sehr variantenreich: Das Cembalo spielt ein Solo-Stück, auch Sonnleitner an der Geige spielt Solo. Und selbst gemeinsam sind die Instrumente einmal eher begleitend, einmal eher dominant und dann wieder wetteifernd, gleichwertig, miteinander. (ahn)

 

 

10.07.2019

Mediterrane Temperaturen locken in den Pfarrgarten

Sommerfest beim VdK-Ortsverband in Jettenbach: Die Besucher nutzten die Gelegenheit und diskutierten über verschiedene Themen der Sozialpolitik. Im Schatten der Laubbäume des Pfarrgartens trafen sich 45 Damen und Herren zu Kaffee und Selbstgebackenen. Kräftig diskutiert wurden heiße Eisen der Sozialpolitik wie zum Beispiel "Renten für Alle" – eine aktuelle VdK-Kampagne. Neben Elternunterhalt und Altersarmut waren aber auch der klassische Dorfratsch Gesprächsthemen. Die gute Stimmung darf aber nicht über die nach wie vor brisante Altersstruktur des Vereins hinweg täuschen. "Die Nachwuchssorgen plagen uns noch immer", sagte die engagierte Vorsitzende Tanja Fischl-Jonda. Dank an die Unterstützung der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und Lob für das Helferteam durfte am Ende der Veranstaltung nicht fehlen. (cg)

 

 

05.07.2019

Ferienprogramm 2019

 

Das aktuelle Ferienprogramm liegt am Eingang zum Kindergarten, zur Mehrzweckhalle und zur Kirche in Grafengars aus.

 

Folgende Veranstaltungen werden angeboten:

 

-  31.07.2019: Erlebnistag auf dem Bruckmaier-Hof

-  07.08.2019: Busfahrt nach Salzburg zum Tierpark Hellbrunn

-  17.08.2019: Tennis Kindertraining mit Hüpfburg, Pool und Burgerbauen

-  23.08.2019: Erlebniswanderung mit Spielen und gemeinsamer Brotzeit

 

Download Ferienprogramm 2019 (PDF)

 

 

 

 

 

 

 

05.07.2019

70 Jahre SpVgg Jettenbach: Wenn Pfälzer zum Feiern kommen

 

Auf ein rundherum gelungenes Fest zum 70-jährigen Bestehen schaut die SpVgg Jettenbach zurück. Mit Peter Heindl an der Spitze zählt der Sportverein 620 Mitglieder, fast so viele, wie die Gemeinde Jettenbach Einwohner hat.

 

Anton Hagn stand im Fokus der Ehrungen beim 70. Jubiläum der Spielvereinigung. Mit seinen 90 Jahren jagt das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Vereins heute nicht mehr dem Fußball nach, als Jäger ist er aber noch immer viel draußen an der frischen Luft. 38 Mitglieder sind dem Verein seit mehr als 50 Jahren treu. Fußballlegende Theo Giglberger wurde für 65 Jahre Mitgliedschaft, über 1000 Spiele im grünweißen Trikot und 700 Tore geehrt, Edelfunktionär Peter Schillmaier für 60 Jahre Vereinstreue sowie 45 Jahre Funktionärstätigkeit unter rhythmischem Klatschen ausgezeichnet. Dank gab es auch für den scheidenden Abteilungsleiter Gerfried Friedrich für neun Jahre Führungsarbeit bei den Fußballern.

 

Im Rahmen der Vereinsehrungen sorgte Elvira Schreiner, sie baute die Turnabteilung auf, für eine Überraschung. Rot, groß und umfangreich, war das Fotoalbum, welches sie dem Vorsitzenden Peter Heindl überreichte (viertes Foto). Den Fotoband erhielt ihr verstorbener Gatte Johann Schreiner, der 25 Jahre Vorsitzender war, als Dank für die herausragenden Leistungen beim Sportplatzbau 1976/77. Für den bayerischen Landessportverband ehrte Kreisvorsitzender Erwin Zeug Übungsleiter Klaus Schmalzgruber und die Abteilungsleiter Gabriele Saller und Christine Kufner. Grußworte überbrachten auch Bürgermeisterin Maria Maier und Michael Kasenbacher für den Nachbarverein TSV Gars.

 

Für die 60 Gäste vom TuS Jettenbach in der Pfalz reichte nicht einmal ein Bus. Seit dem ersten Kontakt im Jahr 1972 unterhalten die beiden Jettenbacher Vereine eine sportliche Freundschaft. Über 500 Kilometer entfernt, im Kreis Kusel nähe Kaiserslautern, liegt das Pendant zum bayerischen Jettenbach. Mit etwa 800 Einwohnern und 400 Mitgliedern warten die Pfälzer mit ähnlichen Zahlen auf.

 

Tag zwei der Jubiläumsfestivitäten stand unter dem Slogan "Fußball für alle". Eine Damenauswahl stand den Meisterinnen der Spielgemeinschaft Jettenbach/Gars gegenüber. Bei den Herren spielten die Pfälzer Kicker gegen die Gruppensieger und A-Klassen-Aufsteiger vom Inn. Bei der letzten Begegnung vor sieben Jahren im Kreis Kusel hatten die Pfälzer gesiegt, dieses Mal hatten die Bayern das bessere Ende für sich.

 

Mit dem Besuch der Disconacht waren die Organisatoren zufrieden. Bei lauschigen Temperaturen und bester Partylaune wurde in die Nacht hinein gefeiert. Ein Petersfeuer erhellte den Sommerabend. Zu Klängen der "Ziach" vom singenden Schreinermeister Georg Holzner gab es am Sonntag einen Weißwurstfrühschoppen. Alleinunterhalter Holzner unterhielt die Besucher mit Witzen und Geschichten. Die örtlichen Gastronomen lieferten regionale Speisen. Die Gäste aus Jettenbach verabschiedeten sich in die Pfalz. Aber vielleicht gibt es schon in drei Jahren ein Wiedersehen. Dann besteht die Freundschaft 50 Jahre.

 

Das dritte Foto zeigt die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder (von links): Vorsitzender Peter Heindl, Peter Schillmaier, Theo Giglberger, Rita Eicher, Anton Hagn (Gründungsmitglied), Klaus Alt, Günter Koziol, Josef Wieser, Peter Wieser und Josef Bauer. (cg)

 

 

04.07.2019

Interview mit Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach über nachhaltige Forstwirtschaft

 

Die Forstwirtschaft ist ein sehr langfristiges Geschäft, sagt Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach (rechts). Förster Armin Hirt (links) ist im gräflichen Forstbetrieb für zwei Reviere mit insgesamt 1100 Hektar Fläche zuständig. Entscheidungen, die heute getroffen werden, machen sich erst viel später bezahlt. Wie Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach zeitgemäße und nachhaltige Forstwirtschaft begreift, darüber spricht er im Interview.

 

Waldbesitzer müssen mit den Folgen des Klimawandels, mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer kämpfen und Ansprüchen seitens diverser Interessensgruppen umgehen. Das Haus Toerring-Jettenbach gehört zu den großen Forstbetrieben in Bayern, mit Flächen im Voralpenraum und in den USA. Der Forst Jettenbach in den Landkreisen Mühldorf und Rosenheim umfasst allein 800 Hektar. Und die Grafen blicken auf rund 700 Jahre Forstwirtschaft zurück. Wie Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach die Diskussionen um die Zukunft des Waldes sieht und wo sein Familienbetrieb verortet ist, hat er im Interview erzählt.

 

Graf Toerring, welche Bedeutung hat der Wald in der Region für Ihre Familie, für Sie persönlich?

Der Wald hatte immer schon eine große Bedeutung für unsere Familie. Ich kümmere mich jetzt bereits in der 27. Generation um den Forst. Mein Urgroßvater Hans-Veit zum Beispiel hat sich nach dem Ersten Weltkrieg dazu entschlossen, große Flächen hier in der Region aufzuforsten – und zwar auch mit neuen Baumarten wie etwa der Douglasie. Die ist klimaresistenter. Wir profitieren heute sehr von dieser Erfahrung.

 

Hört man Ihren Namen, denkt man an Bier. Beim Brauen setzen Sie auf traditionelle Verfahren. Wie begreifen Sie zeitgemäße Forstwirtschaft?

Es ist die Balance zwischen Tradition und Moderne. Der wichtigste traditionelle Aspekt ist die Nachhaltigkeit. Das ist ein Konzept, das bereits vor mehr als 300 Jahren in Deutschland, genauer gesagt von Hans Carl von Carlowitz, entwickelt wurde. Aber auch moderne Aspekte fließen in die Forstwirtschaft ein. Hightech-Maschinen zum Beispiel wie die großen Erntemaschinen, die Harvester. Früher wurde der Wald manuell mit Motorsägen und Pferden bewirtschaftet. Das war ein sehr gefährlicher Job. Die Harvester bieten dagegen eine große Sicherheit und ermöglichen eine effiziente und bodenschonende Bewirtschaftung des Waldbodens.

 

Forstwirtschaft ist ein sehr langfristiges Geschäft. Wie sehen Sie die aktuellen Diskussionen um eine nachhaltige Fortwirtschaft?

Wir ernten Bäume, die mein Urgroßvater gepflanzt hat. Und so versuchen wir auch zu denken. Kurzfristige Strömungen haben da keinen Platz. Es gilt, die richtigen Entscheidungen zu treffen, was angepflanzt wird, wie die Herausforderungen der Zeit richtig angegangen werden. Die aktuellen Forderungen nach Stilllegung des Waldes sind doch nur eine Modeerscheinung. Langfristig überlebt ein Wald nur, wenn er bewirtschaftet wird.

 

Was halten Sie von Lösungsansätzen, die gegen die Auswirkungen des Klimawandels geführt werden?

Das kann keiner so richtig einschätzen. Aber wie schon gesagt: Dank den Experimenten meines Urgroßvaters können wir Ergebnisse vorweisen. Die damals gepflanzten Bäume stehen da und sie sind prachtvoll gewachsen. Sie sind resistenter gegen den Borkenkäfer. Was wir benötigen, sind generell Baumarten, die mit der Trockenheit besser zurechtkommen. Die vom Borkenkäfer befallenen Bäume, zumeist Fichten, müssen sofort gefällt und aus dem Wald gebracht werden. Das ist eine sehr kostspielige Sache. Kleine Waldbesitzer können sich das oft nicht leisten. Hier ist also die Politik gefragt.

 

Der Wald erfüllt viele Funktionen, für die der Waldbesitzer zuständig ist. Mit Blick auf Ihre Ländereien in Übersee – könnte das Wirtschaften dort Vorbild für Mitteleuropa sein?

Bei uns hat der Wald viele Funktionen. Er ist Rohstofflieferant, aber auch – und das ist in Übersee oft nicht der Fall – ein Erholungsraum. Dann fungiert der Wald hier als Natur- und Klimaschützer. Er reinigt die Luft, er dient als Wassereinzugsgebiet. In den Bergen noch als Lawinenschutz. Dann kommt den Tieren des Waldes ein besonderer Schutz zu. Kurzum: Der Wald erfüllt viele Funktionen, für die der Waldbesitzer zuständig ist.

 

Seien es Naturschützer, Jagdverbände oder Spaziergänger – alle haben Ansprüche. Werden Sie als adeliger Vertreter mehr "in die Zange genommen" als andere?

Mit einem Grafen als Gegenspieler lassen sich natürlich leichter Schlagzeilen machen (schmunzelt). Wir sind es seit langer Zeit gewohnt, uns auseinanderzusetzen, das gehört einfach dazu. Im Endeffekt liegt die Verantwortung bei uns, dass dieser Wald überlebt.

 

Neue Herausforderungen in jeder Generation. Wo sehen Sie den Wald in 50 Jahren?

Es gibt in jeder Generation neue Herausforderungen. Wichtig ist Kontinuität. Ich versuche, das zu machen, was mein Vater mit mir und mein Großvater mit meinem Vater gemacht hat: die nächste Generation jetzt heranzuziehen, die Jungen mit dem Wald vertraut zu machen, mit der Schönheit aber auch mit der Verantwortung und der Arbeit, die damit zusammenhängen. (Petzi) Foto: Vähning

 

 

02.07.2019

Büffel als Biobagger: Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft

 

Dass Artenschutz und Landwirtschaft Hand in Hand gehen können, das wurde bei einer Besichtigung der Biotopfläche im Jettenbacher Talraum sowie des Biohofs Reiserer deutlich. Als "Bio-Bagger" schaffen dort Wasserbüffel Lebensräume für viele Arten. Das Naturschutzprojekt, das sich dank der Kooperation der Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN), der Landwirtsfamilie Reißaus und dem Flächeneigentümer Graf zu Toerring-Jettenbach hervorragend entwickelt hat, hat im im Vorjahr den zweiten Platz im Bayerischen Biodiversitätspreis sowie schon 2014 den Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung erreicht.

 

In einem für ganz Bayern modellhaften Weideprojekt im Landkreis Mühldorf zeigt der BN, wie eine Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zum Nutzen beider Seiten gestaltet werden kann. "Die Rettung der Artenvielfalt, tierschutzgerechte Fleischproduktion und Existenzsicherung für Bauern sind möglich, wenn Agrar- und Naturschutzpolitik die Weichen richtig stellen", erörterte der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner.

 

Das Kooperations-Beweidungsprojekt im Jettenbacher Talraum zeige seit 1996 – also über 20 Jahre – wie hier durch das Grasen der Rinder die Kulturlandschaft bereichert wird. Durch den ungleichmäßigen Fraß der Tiere entsteht ein vielfältiger Lebensraum. Die bunte Pflanzenwelt ist die Lebensgrundlage zahlreicher Tierarten. Seit 2011 kommen auf diesem Areal zusätzlich Wasserbüffel zum Einsatz. "Die Beweidung zur Pflege des Talraumes hat sich sehr bewährt. Sie bewirkt zum Beispiel, dass die Gewässer nicht völlig mit Röhricht zuwachsen. Dadurch bleiben offene, sonnige Wasserflächen als Lebensraum für Amphibien und Libellen erhalten", so Andreas Zahn vom Vorstand der Kreisgruppe. Wasserbüffel legen Suhlen an und wälzen sich im Sumpf. Sie können als "Bio-Bagger" die Verflachung und Verlandung der Tümpel verhindern und sogar neue Kleingewässer schaffen. "Fleischerzeugung und Landschaftspflege sind hier vereint. Zudem sind die Kuh-Fladen der McDonald's für die Vögel: Maden und Mistkäfer holen sie sich hier raus", scherzte Zahn.

 

"Dies ist ein Vorzeige-Projekt, das Wasser, Luft und Boden nicht schädigt und mit Naturschutz sogar Geld verdient werden kann. Hier ist Heimat auf dem Teller entstanden", so Richard Mergner, der für solche Maßnahmen eine gerechte Förderung für wichtig hält. Auch Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier lobte diese "Inseln in der Landschaft" und freute sich, dass sie von der Bevölkerung gut angenommen werden und Spazierwege durchführen. "Wir wussten damals nicht, was auf uns zukommt", erzählt Matthias Reißaus, der mit seiner Frau Josefine seit 2013 das Wasserbüffelprojekt in Jettenbach betreibt. Neben den Büffeln stellen sie auch Jungrinder aus ihrem Biobetrieb für die Weide zur Verfügung. Inzwischen haben sie zehn Projekte mit dem Partner BN auf einem Weideland von knapp 50 Hektar in den Landkreisen Mühldorf und Altötting übernommen. "Die Futterwertigkeit ist uns wichtig: Unsere Weidetiere fressen nur Gras. Neben vier Wasserbüffeln grasen derzeit auf der Sechs-Hektar-Fläche im Jettenbacher Talraum noch sechs weibliche Jungrinder – eine Kreuzung Murnau-Werdenfelser (Kuh) und Fleckvieh (Stier)."

 

Stundenlang suhlen die Büffel bei der aktuellen Hitze im Tümpel. "Durch ihre geringere Schweißdrüsendichte regenerieren sie hier ihre Körpertemperatur", sagt Reißaus und gibt das Gewicht einer ausgewachsenen Büffelkuh mit 800 Kilogramm an. In den Weidemonaten sind nur die Tiere auf dem Reiserer-Hof, die bald kalben oder für die Vermarktung vorgesehen sind. "In der Winterzeit sind bei uns rund 120 Rinder am Hof. Die Schlachtung findet generell am Hof statt. Wir liefern Qualitätsware." Mit Weidegang während der Vegetationsperiode, tiergerechten Stallungen wie Tretmiststall, Kompostmiststall und Außen-Liegeboxen mit großzügigen Laufhöfen für die Wintermonate gewährleistet die Biobauernhof hohe Ansprüche an Tierwohl und tiergerechter Haltung. Das ist Familie Reißaus, die 2010 ihren Betrieb von der konventionellen Rinderhaltung auf Biohof und inzwischen auf naturschutzorientierte Beweidung umgestellt haben, wichtig. "Wir sind glücklich über den Erfolg.", so Matthias Reißaus der mit seiner Frau nach dem Weideland-Besuch die Besucher durch den Reiserer-Hof in Oberneukirchen führte. (bac)

 

Juni 2019

 

26.06.2019

Die Spielvereinigung Jettenbach feiert Jubiläum

 

Auf 70 Jahre Vereinsleben schaut die Spielvereinigung Jettenbach am Wochenende zurück. Der mit über 600 Mitgliedern größte Jettenbacher Ortsverein feiert vom 28. bis 30. Juni. Die Freunde aus Jettenbach in der Pfalz feiern mit.

 

Als sich am 11. Oktober 1949 in Grünthal sport- und fußballbegeisterte Männer aus Jettenbach und Grünthal zu einer Versammlung trafen, war die Geburtsstunde der Spielvereinigung gelegt. Anfangs fanden die Fußballspiele noch in Grünthal statt. 1952 wurde die Spielstätte nach Gesprächen einiger Spieler mit Graf Toerring nach Jettenbach verlegt. Noch heute dient der Platz an der Straße nach Grafengars als Trainingsstätte für die Fußballmannschaften. Bereits 1954 gastierte die 3. Amateurmannschaft des FC Bayern München zum ersten von vielen weiteren Begegnungen in Jettenbach.

 

Nach einigen schwierigen Jahren, als sogar die Auflösung des Vereins beziehungsweise die Gründung einer Spielgemeinschaft auf Anfrage des SV Aschau im Gespräch war, folgte im Jahr 1962 der erstmalige Aufstieg in die B-Klasse. Mit der Gründung des FC Grünthal im Jahr 1966 gingen dann beide Vereine getrennte Wege. Die Spielvereinigung entwickelte sich in den weiteren Jahren zu einem Mehrspartenverein. Im Dezember 1968 wurde die Gymnastik- und Turnabteilung unter Federführung von Elvira Schreiner aus der Taufe gehoben, denn in Jettenbach existierte unter Hauptlehrer Meier und seiner Frau bereits von 1958 bis 1960 eine eigene Sparte. Die Turn- und Fitnessabteilung ist heute die mitgliederstärkste Einheit in der Spielvereinigung.

 

Mit der Planung eines neuen Sportgeländes im Ortskern entstand eine weitere Abteilung. Die Sparte Tennis errichtete mit viel Eigenleistung und starkem Engagement 1977 zwei Tennisplätze und 1979 ein Tennisheim. Weitere Sparten kamen hinzu und lösten sich wieder auf: Leichtathletik, Volleyball, Schach, Tischtennis. Seit 2008 bereichern die Basketballer – kurz Jets genannt – das Sportangebot im Dorf. Heute treten sie als Spielgemeinschaft mit dem TuS Töging an.

 

Ein besonderes Merkmal der Spielvereinigung ist die Kontinuität in der Vorstandschaft. Mit Johann Schreiner von 1971 bis 1997 und Peter Heindl von 1997 bis heute haben zwei markante Persönlichkeiten in fast 50 Jahren die Spielvereinigung geprägt. Als weitere Vorsitzende hinterließen Gründungsvorstand Rudolf Linke sowie Josef Hösl und Georg Jonda ihre Spuren.

 

Das Vereinsjubiläum wird vom Freitag bis Sonntag in der Mehrzweckhalle und auf dem Sportplatzgelände zusammen mit den Gästen aus Jettenbach in der Pfalz gefeiert. Die Freundschaft besteht seit 1972.

 

70 Jahre: Das Festprogramm:

 

Freitag, 28. Juni: 19 Uhr: Vereinsabend in der Mehrzweckhalle mit Mitglieder-und Funktionärs-Ehrungen sowie Meisterehrung der Fußball-Damen und Herren; 21 Uhr: bayerischer Abend mit Musik.

 

Samstag, 29. Juni: 14 Uhr: Fußballspiele der Damen und Herren; 20.30 Uhr: Open-Air-Veranstaltung mit DJ und Barbetrieb (bei ungünstigem Wetter Mehrzweckhalle); 22 Uhr: Petersfeuer.

 

Sonntag, 30. Juni: 9 Uhr: Damen-Tennis-Punktspiel; 10 Uhr: Frühschoppen mit Weißwürsten und Musik von Schorsch Holzner; 12 Uhr: Mittagstisch. (psc)

 

 

22.06.2019

Auch mit 90 Jahren noch in den Wald

 

Sein Herz schlägt für Wald und Wild: Seit 67 Jahren ist Anton Hagn Jäger aus Leidenschaft. Noch heute geht er mit seinen 90 Jahren gerne in den Wald. Für ihn bedeutet die Jagd vor allem auch raus in die Natur, durch die Wälder streifen und die Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt genießen. Bis 1978 wurde er von seinen Hunden, die speziell dafür ausgebildet waren, bei seinen Exkursionen begleitet. Seine Jagdgenossen auf vier Pfoten waren Deutsches Kurzhaar und Dackel. "Ich habe mir danach keinen Hund mehr zugelegt, weil ich älter wurde. Man hat ja schließlich auch die Verantwortung für sein Tier", erzählt er.

 

Der rüstige Rentner wurde in die Jagd hineingeboren. Sein Vater und sein Urgroßvater waren Jäger und Forstwarte beim Grafen von Toerring. Ihr Arbeitsplatz waren die Wälder, die dem bayerischen Hochadel gehörten. Als 15-Jähriger machte er eine Ausbildung zum Waldarbeiter. "Die Kriegsjahre waren hart. Mein Vater war an der Front in Italien. Ich musste fortan die Arbeit der Erwachsenen übernehmen", erzählt Hagn, der zum Glück nicht in den Krieg musste. 1952 legte er erfolgreich seine Jagdprüfung ab. Nachdem er seinen Jagdschein in der Tasche hatte, war er zwölf Jahre einem Jagdpächter in Freiham unterstellt. Danach hatte er seine eigene Jagd in Jettenbach. Ab 1968 brachte er anderen Jägern sein Fachwissen näher. Er war Jagdausbilder und hielt Kurse im Landkreis Mühldorf. Innerhalb von 20 Jahren bildete er insgesamt 300 Waidmänner aus.

 

Früher gab es noch nicht viele Jäger. Frauen waren in diesem Bereich Exoten. Das hat sich jedoch im Laufe der Jahre stark geändert. Heutzutage boome das Interesse an der Jagd. Der freundliche Senior, der seine Leidenschaft mit Herz und Verstand ausübt, hat die Veränderungen der Jahre extrem miterlebt. "Früher war alles besser", ist er sich sicher. "Der Wildbestand war größer. Treibjagden gibt es kaum noch, weil sehr viele Wildtiere der Landwirtschaft zum Opfer fallen. Sie werden von Mähdreschern getötet oder verstümmelt. Früher gab es spezielle Futterstellen für die Tiere, damit sie die harten Winter einigermaßen überstehen konnten. Das hat man vor vielen Jahren abgeschafft. Es sind auch viele Tierarten inzwischen vom Aussterben bedroht. So zum Beispiel die Pirole, die es zu meiner Zeit noch gab, als ich jung war", bedauert Hagn. In seinen Jahren als Jäger hat er sehr viel gesehen und erlebt. Vor allem viel Trauriges.

 

Landwirtschaft und der starke Verkehr auf den Straßen seien für Wildtiere eine tödliche Gefahr. Doch wer denkt, dass Jagen nur das Töten von Tieren bedeutet, irrt sich. "Zu meinem Aufgabengebiet gehört unter anderem auch die Kontrolle des Tierbestandes, Feststellen von Verbissen und das Erlösen kranker Tiere. Bei Verbissen muss ich einen blauen Verbiss-Schutz an dem Terminaltrieb anbringen. Die Pflanzentriebe müssen geschützt werden. Man wird auch hin und wieder mal von Landwirten verständigt, wenn eine Ricke ihr Rehkitze im hohen Gras versteckt hat. Dann muss dafür gesorgt werden, dass es vor den Mähmaschinen der Bauern geschützt wird. Auch die Polizei rief mich oft bei Wildunfällen um Hilfe", erzählt der Jettenbacher. Bei der Jagd gibt es sehr strenge Regeln. Wer keinen Jagdschein hat, darf nicht jagen. Das wäre sonst Jagdwilderei. Auch die Schonzeiten und Schusszeiten müssen streng eingehalten werden.

 

Hagns Wissen rund um die Tierwelt der Wälder ist erstaunlich. Vor allem zeigt er, dass sein Herz für seine Rehe, Wildschweine, Füchse, Hasen und Co. schlägt. Wer denkt, dass er sich mit seinen 90 zur Ruhe setzt, irrt sich. Noch heute zieht es ihn raus in die Forste. "Wenn ich dann auf meinem Hochsitz sitze, kann ich die Natur genießen. Ich liebe es, die Tiere zu beobachten. Der Wald bietet mir Ruhe, Erholung und Entspannung. Schießen tue ich nur noch sehr wenig", erzählt er. Sein Sohn ist als Jäger in die Fußstapfen getreten. Hagns Ehefrau findet es in Ordnung, was ihr Mann macht, denn genauso hat sie ihn kennengelernt. (kme)

 

 

18.06.2019

Barockmusik in der Schlosskirche

 

Der Heimat- und Kulturkreis veranstaltet am Samstag, 13. Juli, ein Konzert unter dem Titel "Musik für einen Sommerabend im Schloss Jettenbach".

An diesem Abend wird das Schloss wieder mit Leben erfüllt sein. Zu hören sein wird virtuose Barockmusik aus Deutschland und Italien bei Kerzenlicht. Beginn ist um 20 Uhr in der Schlosskirche St. Vitus. Florian Sonnleitner (Violine) und Eva Barbarino (Cembalo) spielen Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Georg Philipp Telemann, Arcangelo Corelli, Francesco Maria Veracini und Carl Philipp Emanuel Bach.

Karten gibt es bei der VR meine Raiffeisenbank in St. Erasmus unter der Telefonnummer 08671 / 5051250 oder auch bei Friseur Gerstner in Jettenbach, unter der Telefonnummer  08638 / 888885. (kme)

 

Download Flyer Konzert (PDF)

 

 

 

 

 

 

 

 

17.06.2019

Auf den Spuren der alten Mühlen

 

Etwa 80 Freunde der Heimatgeschichte machten sich auf eine informative Exkursion durch Jettenbach. Zum zweiten Mal veranstaltete der Heimat- und Kulturkreis anlässlich der Mühldorfer Geschichtstage eine Wanderung durch die (Mühlen-)Geschichte. Vereinsvorsitzende Elvira Schreiner erzählte spannende Geschichten aus der Heimat und machte auf landschaftliche Besonderheiten aufmerksam. Ulrike Zöller vom Bayerischen Rundfunk tauchte mit den Teilnehmern in die Welt der Mythen und Sagen ein. Kreisheimatpfleger für Volksmusik und Brauchtum, Dr. Reinhard Baumgartner, lud zum gemeinsamen Singen an den einzelnen Mühlenstationen ein.

 

Schreiner eröffnete die Veranstaltung mit allgemeinen Informationen zu den Mühlen in der Region. Diese existieren nur noch imaginär, denn im Laufe der Jahre fielen sie alle dem Zerfall zum Opfer. Es herrscht ein regelrechtes Mühlensterben. Passend zum Thema sangen die Teilnehmer volkstümliche Lieder wie "Das Wandern ist des Müllers Lust", "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" und "Ein Haderlump bin ich genannt". Zu jeder einzelnen Station erzählten Schreiner und Zöller beeindruckende Geschichten rund um das Thema Mühlen. Die ersten schriftlichen Nachweise dazu stammten aus dem Jahr 1350. Früher gab es insgesamt sechs Mühlen. Heute ist davon nichts mehr übrig. So gab es die Hofmühle, Sagmühle (heutiges E-Werk), Gstattmühl, Obermühle, Schicksholzmühle und die Jakobsmühle.

 

Ulrike Zöller erzählte christliche und mystische Hintergründe dazu, die für Gänsehaut sorgten. "Nicht nur zauberhaft schön sind sie, die alten Mühlen, die noch erhalten sind. Nein, ich meine das durchaus auch im Wortsinn. Das Mahlen und die Mühlen waren schon immer mit Zauber, mit Gespenstern und Spuk verbunden", berichtete Zöller. "Dutzende von Sagen erzählen von Teufeln, die mit dem Müller einen Pakt schließen, von Zauberspuk und unglaublichen Vorfällen", setzte sie fort. Dass Mühlen in vielerlei Hinsicht für die Menschen von großer Wichtigkeit waren und sogar einer Art Magie besaßen, wird in den Vorträgen sehr deutlich. "Man kann davon ausgehen, dass da, wo Bäche und Flüsse sind, früher auch mal Mühlen waren", erklärte Schreiner, die vor etwa zehn Jahren den Verein gründete.

 

Dass Jettenbach nicht nur zu diesem Thema für Heimatfreunde interessant ist, wird schnell klar. Was die Geschichte allgemein und auch die Natur betrifft, hat das Dorf am Inn so einiges zu bieten. Bei dem Ausflug wurde unter anderem auch das Biotop besichtigt, an dem Wasserbüffel heimisch geworden sind. Der letzte Streckenabschnitt führte zur ehemaligen Überfuhr am Inn, die es bis 1919 gab. Auch hierzu hatte Schreiner unterhaltsame Geschichten parat. Dann ging es weiter zum Schloss Jettenbach, über das es ebenfalls Faszinierendes zu erzählen gab. 1726 errichtete Ignaz von Törring ein Brauhaus auf dem Areal des Schlosses. 1855 brannte es bis auf die Außenmauern nieder und wurde mühevoll wieder aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten Flüchtlingsfamilien in dem Schloss. Heute ist es nicht mehr bewohnt.

 

Schreiner, Zöller und Baumgartner hatten unglaublich viele tolle Geschichten in ihrem Gepäck, die so manchen zum Staunen brachten. Die (Mühlen)Wanderung sorgte für große Begeisterung bei den Teilnehmern, denn sie war nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam. Baumgartner brachte es am Ende der Veranstaltung auf den Punkt: "Wir machen diese Führungen, um die Heimat zu erhalten, sie zu kennen, zu lieben und zu gestalten." Heimat sei dort, wo wir zu Hause sind und dies sollte man bewusst wahrnehmen. (kim)

 

 

17.06.2019

Routiniers und junge Starter

Turnierleiter Stefan Greilinger hatte leichtes Spiel beim Mixed-Turnier der Spielvereinigung Jettenbach. Die zwölf Damen und Herren waren heiß auf das Tennisspielen. Alle 20 Minuten ertönte die Vereinsheimglocke, um die Partien zu beenden. Nach dem Punktesammeln wurde neu gemixt. Am Ende setzte sich Kathi Herzog vor Leni Achatz bei den Damen und Josef Mussner vor Thomas Thaler bei den Herren durch. Zum Ausklang wurde gegrillt. Erfreulich ist festzustellen, dass sich neben den Routiniers auch zunehmend junge Spieler für das Tennis-Mixed-Spiel begeistern. (cg)

 

 

11.06.2019

Die Bulldog-Parade – 220 alte Traktoren rollen durch Grafengars

Einmal im Jahr herrscht im kleinen Dörfchen Grafengars in der Gemeinde Jettenbach der Ausnahmezustand. Dann fahren die alten Bulldogs auf. Das ist rekordverdächtig: Beim Bulldog-Frühschoppen am Pfingstsonntag rollten nicht weniger als 220 Traktoren durch Grafengars. Um beim großen Bulldog-Frühschoppen von Burle's Kneipe und Christa Kebinger dabei zu sein. Der ganze Ort war am Pfingstsonntag komplett zugeparkt mit Oldtimer-Traktoren von mindestens zehn Fabrikaten.

Aus nah und fern kamen die Fahrer auch in Tracht und landwirtschaftlichem Outfit: Aus den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Traunstein, Rosenheim und Erding nahmen viele die frühe Anfahrt auf sich, um bei der Rundfahrt rund um Grafengars teilzunehmen. 220 Bulldogs sorgten schließlich bei sommerlichen 26 Grad Celsius für einen neuen Rekord. Motorenlärm, schwarz-dunkle Abgase und Ölgeruch waren nicht zu übersehen. Damit war die gut einen Kilometer lange Traktor-Parade – traditionell angeführt von Christa Kebinger auf ihrem Eicher-Bulldog – die wohl größte ihrer Art im Landkreis Mühldorf.

Mit von der Partie waren auch wieder einige Unimogs und Oldtimer-Motorräder. Viele Oldtimer-Besitzer kamen auch mit ihren Pkws nach Grafengars und verschönerten das Bild ebenfalls. Alle Hände voll zu tun hatte damit die Jettenbacher Feuerwehr, die das laute Treiben absicherte. Nach der Rundfahrt wurde jeder Teilnehmer mit einem Erinnerungsglas geehrt. Später gab es noch ein zünftiges Beisammensein mit Grillfleisch, Bier und weiteren Schmankerl. (stl)

 

 

05.06.2019

Meistertitel für die Damen der Spielgemeinschaft

Ein Jahr nach der Bildung einer Spielgemeinschaft und dem Wechsel von der BFV-Freizeitliga in den BFV-Spielbetrieb mit Auf- und Abstiegsregelung konnte die Fußball-Damenmannschaft der SpVgg Jettenbach / TSV Gars am Inn sich überlegen den Meistertitel in der A-Klasse Gruppe 5 sichern. Ohne Punktverlust beendete die Mannschaft um die beiden Trainer Franz Mußner (Jettenbach) und Manfred Brader (Gars) die Saison 2018/19. In einer von Mannschaftszurückziehungen geprägten Runde besiegte das homogene Team um Kapitänin Andrea Romaner und Liga-Torschützenkönig Nina Lorenz (35 Tore) ihre Gegnerinnen zumeist zweistellig. Auch das Abschlussspiel vor zahlreichen Zuschauern auf dem Jettenbacher Sportplatz gegen den ASV Au (bei Bad Aibling) endete mit einem 12:0 Kantersieg für die Gastgeber. (psc) Foto: cg

 

Mai 2019

 

27.05.2019

So hat Jettenbach bei der Europawahl 2019 gewählt

Nachfolgend sind die Wahlergebnisse aus der Gemeinde Jettenbach im Stimmkreis Mühldorf:

- 48,6 %  CSU

- 13,1 %  AfD

- 11,2 %  Grüne

-   4,7 %  Freie Wähler

-   4,7 %  SPD

-   3,9 %  ÖDP

-   3,6 %  Bayernpartei

-   1,7 %  Die Linke

-   0,8 %  FDP

Wahlbeteiligung: 63,0 %

 

 

15.05.2019

50-Jahr-Feier des ESV Grafengars

"Das Alter sagt nichts über einen Verein aus", bemerkte Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier in ihren Grußworten anlässlich der 50-Jahr-Feier des ESV Grafengars, "die Aktivitäten schreiben Geschichte". Sie dankte dem Verein, der eine gesellschaftliche Bereicherung der Gemeinde und auch ein Vorbild für die Jugend ist. Die Grafengarser Stockschützen luden zu einem Festabend in die Mehrzweckhalle in Jettenbach ein. Ob Küche oder Bewirtung, alles lag in den Händen der Mitglieder und bestens organisiert von Monika Heindl und Monika Holzhammer. BLSV, Eisschießkreis Mühldorf, Ortsvereine und die Stockschützenvereine aus Gars, Mittergars, Wang, Grünthal, Taufkirchen und Frauendorf nahmen an der geselligen Geburtstagsfeier teil. Für musikalische Stimmung sorgte "In oana Tour" mit Beatrix Mang.

Gründungsmitglied Peter Heindl gab einen humorvollen Rückblick über den Start und über 50 Jahre Vereinsleben mit vielen Erinnerungen sportlich und gesellschaftlich. Anschließend wurden "olle, de ois überlebt hom", sprich Gründungsmitglieder (2. Foto), geehrt. Als kleines Dankeschön gab es für Johann Baptist Bibinger, Jakob Bichler, Franz Gassenhuber, Georg Sax, Josef Wieser, Johann Heindl, Peter Heindl und Georg Heindl Brotzeitteller. Geehrt wurden auch langjährige Turnierschützen für ihren Einsatz. Mit 264 Turnieren steht Hans Knollhuber an der Spitze, gefolgt von Stefan Aigner, Peter Holzhammer und Martin Köbinger. Ein besonderer Dank ging auch an Bernhard Förster und Franz Wieser für die Herstellung von kleinen Eisstöcken, die als Erinnerungsgeschenke verteilt wurden. Für den BLSV dankte der Zweite Kreisvorsitzende Martin Wieser dem Verein und würdigte die ehrenamtliche Arbeit. "Ein Ehrenamt wird immer schwieriger und stellt eine gewaltige Herausforderung dar, um so mehr bedarf es ein großes Lob auszusprechen". Die beiden Monikas als Organisatorinnen überraschten zum Abschluss des offiziellen Teils natürlich auch ihren Vorsitzenden Hans Bruckmaier mit einem Erinnerungsteller für 26 Jahre Vereinsführung (1. Foto). "Du hast es net oiwei leicht, aber ändern wern mia uns nimmer", versprachen sie schmunzelnd. (fil)

 

 

11.05.2019

Willkommen in der Wasserschule

 

Wasser ist Leben. Wie wichtig dieses Element ist, sollen Kinder und Jugendliche früh lernen. An diesem Punkt setzt die "Aktion Grundwasserschutz" des Umweltministeriums an. Als Teil dieser Aktion wurde eine Wasserschule in Jettenbach eröffnet. Keine langen Begrüßungsworte, sondern gleich ab an den Bach. Eine ungewöhnliche Eröffnung feierte die Wasserschule "Wasser erleben" beim Schullandheim Obermeierhof in Jettenbach: Nach kurzer Übergabe zweier Mikroskope, einem Experimentierkoffer und Ringbüchern ging es mit den Viertklässlern einer Münchner Grundschule an den Jettenbacher Wildbach, um Zeigertiere zu sammeln und auf diese Weise die Wasserqualität zu bestimmen.

 

Wie misst man den pH-Wert oder den Nitratgehalt eines Gewässers? Kann man Wasser in den Bäumen rauschen hören? Wird Wasser wirklich sauberer, wenn es durch den Boden sickert? Diese Fragen lassen sich am besten in der Praxis klären. Die dazu nötigen Materialien liefert der Experimentierkoffer. Mit Pinzetten und Petrischalen wanderten die Kinder zurück zu den Mikroskopen, um die kleinen Tiere zu betrachten. Christoph Baierer, Geschäftsführer des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Freundeskreis Bayern, zeigte zudem in einem Experiment, wie der Erdboden mit seinen Gesteinen und Sedimenten Schmutzwasser zu Trinkwasser reinigt. Ziel der Wasserschule ist es, Kindern und Jugendlichen den Kreislauf des Wassers, Lebewesen in Gewässern und den Wert des Trinkwassers spielerisch zu vermitteln. Künftig können Schulen den Standort für Schulklassen im Rahmen eines Aufenthalts im Schullandheim oder eines Tagesausflugs nutzen.

 

Die Lage des Schullandheims in der Tal-Ebene des Inn bietet beste Voraussetzungen für Natur-Erkundungen und die Berührung mit dem Element Wasser. Der Unterricht der Schulklassen kann im Freien, entlang des eigens entworfenen "Wasserrundwegs", oder im "Haus Anni" des Schullandheims Obermeierhof mit dem pädagogischen Schwerpunkt "Lebensraum Wasser" stattfinden. Spielerisch können die Kinder in diesem Umfeld praktische Versuche rund um das Element Wasser durchführen.

 

"Es ist wichtig, unser Wasser zu schützen und ein Bewusstsein für die Umwelt früh zu fördern", sagte Natalia Dickmann, Mitarbeiterin in der Abteilung Wasserwirtschaft bei der Regierung Oberbayern, als sie die Forschungsgegenstände an die Wasserschule übergab. Die Aktion "Wasser erleben" erstreckt sich bayernweit, unter anderem über speziell eingerichtete Schulräume und entsprechend ausgestattete Bauernhöfe. Bereits vor zehn Jahren startete das Projekt in Franken. Der Obermeierhof in Jettenbach ist Bildungshaus der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Schullandheim und nun auch Wasserschule "Wasser erleben". (ahn)

 

 

08.05.2019

Eisschützen gewinnen Gemeindeturnier

Witterungsbedingt fanden die Teilnehmer des Jettenbacher Gemeindeturniers recht unterschiedliche Bedingungen auf den Asphaltbahnen im Jettenbacher Ortsteil Grafengars vor. Am Vormittag noch recht kalt und regnerisch, nachmittags mit zunehmenden Temperaturen und etwas Sonnenschein. 21 Teams mit je vier Spielern kämpften in der Vorrunde in drei Gruppen. Jeweils die Gruppenersten und der beste Zweite erreichten die Finals, welche jeder gegen jeden ausgetragen wurden.

Platz eins (10:2 Punkte und Stocknote 3,306) erreichten die Eisschützen Jettenbach mit den Schützen Walter Sieghart, Leonhard Holzhammer, Josef Manstetter, Martin Männer (im Finale sind eingesprungen Christoph Saller und Markus Bichlmaier). Mit Platz zwei (12:0 und Stocknote 6,809) mussten sich die erfahrenen Schützen des ESV Grafengars I mit den Schützen Hannes Bruckmaier, Stefan Aigner, Martin Köbinger und Hans Knollhuber zufrieden geben. Auf dem dritten Rang (12:0 und Stocknote 3,820) landete die Mannschaft Spielvereinigung Jettenbach mit Hans Heind , Theo Giglberger, Josef Huber, Josef Ebner (im Finale Klaus Wasylaszcuk für Ebner). Erstmals erspielten Männer der Gemeindevertretung (10:2 und Stocknote 2,509) Platz vier. Die Mannschaft bestand aus Zweitem Bürgermeister Franz Wieser und den Gemeinderäten Bernhard Stecher, Peter Holzhammer und Christian Gerstner.

Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier dankte bei der Siegerehrung dem ESV für die jahrelange Ausrichtung des Turniers. Es sei eine attraktive Veranstaltung – trotz des Regens in diesem Jahr. Christa Obermaier übergab der Siegermannschaft den von ihrem verstorbenen Mann Alfons gesponserten Pokal. Als Vorsitzender der Grafengarser Eisschützen dankte Hans Bruckmaier allen Helfern für die Unterstützung. Gemeindetassen von der Dorfgemeinde bekamen die Schützen der Mannschaft "Gemeinde". (cg) Fotos: cg, Moonwalker74

 

 

08.05.2019

Seit 50 Jahren heißt es "Obdo is"

Vor 50 Jahren fiel der Startschuss für den ESV Grafengars. 41 Stockschützen trafen sich im März 1969 im Gasthaus "Lindenhof" und gründeten den Eisschützenverein Grafengars. Das Bild zeigt den ersten Vorstand des ESV Grafengars im Jahr 1969: Georg Danzl, Johann Baptist Bibinger, Rudolf Lenz, Georg Sax und Johann Aigner (von links).

Seit 1962 trafen sich im Winter begeisterte Eisstockschützen, um an den Werktag-Nachmittagen auf einer provisorisch präparierten Eisbahn ihrem Hobby, dem "Wuidschiaßn", nachzugehen. Sie waren es auch, die schon bald Pläne für einen festen Platz für die Eisbahn schmiedeten. Treibende Personen waren dabei Georg Danzl, Johann Bibinger junior und Georg Sax. Unterstützt wurden sie von Bürgermeister Georg Köllerer. Gesagt – getan: Der Verein wurde gegründet und gleichzeitig der Bau der Eisbahn neben dem Lindenhof beschlossen. Die Grundstückseigentümer Bibinger (Vater und Sohn) stellten dafür kostenlos das Grundstück zur Verfügung. Und dieser Entschluss war Gold wert. Seitdem ist das Hobby in Grafengars zum Freizeitsport geworden, und viele Stockschützen nehmen an Meisterschaften und Turnieren teil.

Jetzt feiern sie das 50-jährige Vereinsjubiläum am Samstag, 11. Mai, in der Jettenbacher Mehrzweckhalle. Ab 20 Uhr wird die Musikgruppe "In oana Tour" für musikalische Stimmung sorgen, ein Rückblick auf 50 Jahre Stockschützen Grafengars und Ehrungen stehen auf dem Programm, zu dem natürlich Jung und Alt herzlich eingeladen ist.

Initiator und Gründungsmitglied Johann Baptist Bibinger zum "Wuidschiaßn auf d'Wiesn": "Für mich ist es eine große Freude, dass die Gründung nicht umsonst war, weil der Verein immer noch sehr aktiv ist. Ich denk noch an die Anfangszeit zurück mit all ihren Schwierigkeiten. Zum Wuidschiaßn homma uns auf der Wiesn getroffen, dort wurde dann in mühsamer Arbeit eine Eisboh aufgspritzt. Wenn des Wetter ned mitgmacht hot, war des Eis bald wieda g'schmolzen. Ich bin auch jetzt noch stolz auf den guaten Zusammenhalt beim Bau der Eisbahn und wenig später beim Bau des Eisschützn-Häusl's. Es war einfach alles richtig, wia mia des g'macht homm.“ (fim)

 

 

03.05.2019

So viele Mitglieder wie nie zuvor

In der Abteilung Tennis der Spielvereinigung Jettenbach läuft es weiter rund: Ein neuer Höchststand bei den Mitgliedern, eine starke Beteiligung bei den Trainingstagen der Kinder und eine unkomplizierte Zwischenwahl des stellvertretenden Abteilungsleiters.

Für den ausscheidenden Alex Spahmann, einer der Motoren des Aufschwungs, wählten die Mitglieder einstimmig Josef Köbinger zum Stellvertreter von Abteilungsleiter Stefan Greilinger. Die Jahreshauptversammlung zeigte auf, dass die Jettenbacher Tennissportler für die kommenden Aufgaben gerüstet sind. Mit 157 Personen konnte Schatzmeister Thomas Loose, der einen ausgeglichenen Kassenbericht präsentierte, einen neuen Höchststand bei den Mitgliedern in der über 40-jährigen Geschichte der Abteilung verkünden. Zufrieden zeigten sich Abteilungsleiter Greilinger und die Mannschaftsführer mit dem Abschneiden in den Rundenspielen. Für die kommende Saison kündigte Greilinger eine Umstellung bei den Herrenteams an. Im Trainingslager in Pula/Kroatien wurden die Weichen für ein erfolgreiches Abschneiden in der neuen Saison gestellt. Mit 25 Personen und einigen Kindern war die Beteiligung an der Fahrt sehr hoch.

Immer mehr Zulauf verzeichnet das Nachwuchstraining, das wieder freitags von 15 bis 17 Uhr auf den Tennisplätzen stattfindet. Beginn ist am 3. Mai. Jugendleiter Thomas Thaler freute sich, dass mit Johannes Reindl ein Nachwuchstrainer die Lehrgänge zum Erwerb der Übungsleiterlizenz erfolgreich absolvierte. Neue Beteiligungsrekorde gab es beim Franz Greilinger-Gedächtnis-Wattturnier und bei den für jedermann offenen monatlichen Winter-Frühschoppen, die von Thomas Loose durchgeführt wurden. Mit dem Herren-Doppelturnier am 27. April ab 10 Uhr startete die offizielle Tennissaison, die auf Grund des schönen Wetters bereits vorab zahlreiche Tennisspieler und Spielerinnen auf die perfekt präparierten Plätze lockte. Zahlreiche Turniere, die Vereinsmeisterschaft mit den Endspielen am 10. August, der Kinder-Tennistag am 17. August sowie das Open-Air-Sommernachtsfest am 27. Juli stehen in einen ereignisreichen Tennisjahr an, das seinen Höhepunkt mit dem 70-jährigen Bestehen der Spielvereinigung hat. (psc)

 

April 2019

 

29.04.2019

Leistung soll deutlich gesteigert werden

 

Mehrere Jahre dauerten Planung und Probebohrungen im Untergrund, seit einigen Monaten laufen nun die vorbereitenden Maßnahmen an der Großbaustelle von Jettenbach bis Töging. Bis zu 250 Millionen Euro investiert die Betreibergesellschaft "Verbund" in den kommenden vier Jahren in die Renovierung der von 1919 bis 1923 erbauten Anlagen.

 

Ziel ist es, die aus dem Wasser gewonnene Leistung von derzeit maximal 85 Megawatt auf bis zu 120 Megawatt im Regelbetrieb zu steigern. Hierfür wird in Jettenbach etwa 50 Meter innabwärts des denkmalgeschützten Stauwehrs derzeit ein neues Wehr errichtet. Anstatt der bisher sechs Wehre wird das neue Bauwerk nur noch vier haben, dafür aber den Inn etwa 70 Zentimeter höher aufstauen können.

 

Dies wird sich am Pegelstand innaufwärts direkt bis zum Kraftwerk in Gars bemerkbar machen. Auch der Innkanal wird in diesem Zuge überarbeitet: Auf der Innenseite der beiden Dämme wird die Betonisolierung weiter nach oben geführt und die beiden Fahrwege oben sollen durchgängig auf 3,5 Meter verbreitert werden. Um dieser Auflage aus dem Genehmigungsverfahren gerecht zu werden, müssen an vielen Stellen Stützwände aus Beton installiert werden. "Wir hoffen bis Sommer auf die endgültige Baugenehmigung, aber der positive Verlauf des Planfeststellungsverfahrens ermöglicht uns schon jetzt diese großen Vorarbeiten", erklärt Projektleiter Bernhard Gerauer von der Verbund GmbH. Dabei ist man am neuen Stauwehr in Jettenbach schon weiter fortgeschritten, als in Töging, wo die Arbeiten erst vor Kurzem begonnen haben.

 

Dabei ist in Töging momentan einer der größten Bohrmaschinen der Welt im Einsatz, um Stützpfeiler, Schlitz- und Stützwände bis zu 70 Meter tief in den Boden zu treiben. "Auch Bentonit wird bis in diese Tiefen verpresst", erklärt der Ingenieur. Zwar wird die Baugrube in Töging später lediglich etwa 28 Meter tief sein, in Jettenbach noch weniger. Um allerdings das 5000 Jahre alte glaziale Grundwasser vor Beeinträchtigungen zu schützen und den Untergrund zu sichern, muss man bis zur nächsten dichten Deckschicht runter.

 

In Jettenbach sind die Arbeiten hingegen schon etwas weiter vorangeschritten: An der Stelle, wo 2004 zwei kleine Turbinen zur Restwasserverwertung installiert wurden, ist die Baugrube inzwischen so gut wie gesichert. "Wir sind dabei, die Stützwände seitlich zu verankern", erklärt Bauleiter Wolfgang Duda von der ausführenden Baufirma Porr aus Wien. Bis zu 35 Meter weit reichen dann Stahlseile seitlich ins Erdreich unter dem Inn, damit die Wände auch einem Hochwasser standhalten können.

 

Auch die Arbeiten an dem in vier Abschnitte unterteilten Innkanal haben an den Endpunkten Jettenbach und Töging längst begonnen. Im Bereich zwischen der Kanalbrücke bei Pürten bis zu den Eisenbahnbrücken auf Höhe eines Mühldorfer Baumarktes werden aktuell die Absperrungen und Umleitungen für Spaziergänger und Radfahrer angebracht. "Damit die Arbeiten zügig vorangehen können und die Wege bald wieder für alle nutzbar sind, bitten wir darum, die Absperrungen und Hinweise zu beachten!", sagt Pressesprecher Wolfgang Syrowatka vom Verbund. Denn spätestens ab Mitte Mai soll der Kanal auch dort verbessert werden, um ab 2022 dann die zusätzlichen 70 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu den drei neuen Kaplan-Turbinen nach Töging befördern zu können. In einem letzten Schritt werden dann, kurz bevor 2022 das neue Kraftwerk in Betrieb geht, noch mehrere Brücken über den Innkanal erneuert beziehungsweise neu gebaut.

 

Es werden Infotafeln entlang der Baustellen installiert. Außerdem steht das Projektteam steht bei Fragen der Bürger unter 08631/391453 oder per Mail an erneuerung-toeging.innkraftwerke@verbund.com jederzeit zur Verfügung. (pbj)

 

 

24.04.2019

Jettenbach steigt sechs Spieltage vor Rundenschluss in die A-Klasse auf

Es passte einfach alles zusammen, als die erste Fußball-Herrenmannschaft der Spielvereinigung nach drei Saisonen in der B-Klasse am Gründonnerstagabend wieder die Rückkehr in die A-Klasse schaffte. Schönes Wetter, tolle Kulisse und ein gutes Spiel beim klaren 7:0- Sieg gegen den SV Weidenbach 2. Bereits sechs Spieltage vor Schluss machte die Elf von Trainer Jürgen Grassl damit im Jahr des 70-jährigen Vereinsbestehens alles klar. Entsprechend groß war die Freude des verletzten Kapitäns Thomas Mittermaier, seines Stellvertreters Maximilian Mußner und des Teams nach dem Spiel. Die anschließende Aufstiegsfeier im Tennisheim in Jettenbach forderte dann die Kondition der Akteure mehr als auf dem Spielfeld selbst. (cg)

 

 

23.04.2019

Nachruf – Anna Tanzer

Viele Trauernde nahmen im Grafengarser Friedhof Abschied von Anna Tanzer. Sie war nach längerer Krankheit, aber nun doch überraschend, im Krankenhaus Mühldorf gestorben. Pater Alois Staudtner hielt das Requiem und nahm auch die Einsegnung vor. Anna Tanzer wurde am 17. Oktober 1925 am Kreuzberg in Jettenbach geboren. Zusammen mit drei Geschwistern wuchs sie im Hagn-Anwesen auf. Durch die Krankheit ihrer Mutter musste sie diese früh in Haus und Hof unterstützen. 1944 kam die Einberufung zur Wehrmacht. In der Munitionsfabrik St. Georgen erhielt sie eine Sanitätsausbildung. Mehrere Tieffliegerangriffe hat sie glücklich überstanden. Die Bombenangriffe auf Traunstein und Mühldorf erlebte sie hautnah mit. 1950 heiratete sie Alfred Tanzer. In mühseliger Handarbeit errichteten die beiden ihr Haus am Kreuzberg. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor, zwei Enkelsöhne und vier Urenkel erfreuten die Oma. Schwer traf sie der Tod ihres Mannes im Jahr 2007. Eine willkommene Ablenkung in ihrem Alltag waren die Treffen der Nachmittagsgruppe und die monatlichen Krankengottesdienste. Bis ins hohe Alter hat sie ihr geliebtes Fahrrad benutzt. Als aktive Beifahrerin im Auto ihres Sohnes waren in den letzten Jahren erlebnisreiche Kaffeefahren noch möglich. Im Januar ist Anna Tanzer in ihrer Wohnung gestürzt. Ein Bruch der bereits operierten Hüfte und die Erscheinungen des fortgeschrittenen Lebensalters machten einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt erforderlich. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Jettenbach-Fraham und die Frauengemeinschaft Jettenbach haben ein treues Mitglied verloren. (ste)

 

 

23.04.2019

Nachruf – Anna Aigner

Plötzlich und völlig unerwartet ist Anna Aigner im Alter von 79 Jahren gestorben. Eine große Trauergemeinde begleitete sie zum Friedhof in Grafengars. Pater Alois Staudtner hielt den Trauergottesdienst. Anna Aigner wurde am 23. Dezember 1939 in Zellhofen, Gemeinde Dorfen, geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit drei Geschwistern auf dem Kirnhof in Embach, Kreis Erding. Als sie gerade 20 Jahre alt war, starb ihre Mutter. Daraufhin zog sie mit ihren Geschwistern nach Kraiburg und kümmerte sich fortan aufopferungsvoll um sie. 1968 heiratete sie Johann Aigner aus Grafengars, wo die Eheleute ihr Haus bewohnten. Drei Kinder wurden geboren. 2006 starb ihr Mann Johann nach einer schweren Krankheit. Anna Aigner brachte sich ins Dorf- und Vereinsleben ein und opferte sich ihrer Familie. Ihre Enkel Hannah und der kleine Korbinian erfreuten sie sehr. Im Dezember 2018 musste sie sich einer schweren Operation unterziehen. Jetzt starb sie im Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg. Die Frauengemeinschaft Jettenbach verabschiedete sich mit einer Zuwendung für die Grabpflege von ihrem Gründungsmitglied. (ste)

 

 

13.04.2019

Viele Jahre lang die Feldkapellen gepflegt

Fünf Feldkapellen gibt es im Gemeindegebiet Jettenbach und alle stehen auf Privatgrund. Sie instand zu halten und zu pflegen, dafür sorgen gewöhnlich die Besitzer. Ein Problem ist das, wenn der Eigentümer nicht in Jettenbach wohnt. Deshalb hat sich viele Jahre lang Marianne Meyer um die Anna- und die Apolloniakapellen gekümmert, die beide auf gräflichen Törringgrund stehen. Sie sauber zu halten von Laub, Spinnweben und Kleingetier, dazu waren nicht nur regelmäßige Kontrollgänge, sondern auch mehrfache Putzaktionen im Jahr erforderlich. Außerdem sorgte Meyer auch für den Blumenschmuck in beiden Kapellen. Da für die 80-Jährige die Arbeit nun zu beschwerlich geworden ist, hat sie diese Aufgabe Josefa Schwendner übergeben. Pater Alois Stautner bedankte sich im Sonntagsgottesdienst bei Marianne Meyer für ihren langjährigen Dienst und überreichte ihr als kleine Anerkennung einen Blumenstock und einen Gutschein. (re)

 

 

11.04.2019

Umweltaktion "Sauba machma" war ein voller Erfolg

Zum ersten Mal organisierten die Vereine in Jettenbach eine Umweltaktion unter dem Motto "Sauba machma". An der von Rudi Ross initiierten Aktion nahmen rund 60 Bürger und Bürgerinnen teil, darunter sehr viele Kinder. Bürgermeisterin Maria Maier (links) teilte die vielen freiwilligen Helfer in neun Gruppen auf und schickte sie auf vorgegebenen Routen durch die Jettenbacher Gemarkung von Grafengars bis Piesenham und bis zum Stauwehr. In wenigen Stunden kamen einige Säcke und Eimer voller Plastikmüll, Glasflaschen, Papier, Gummiteile und sonstigem Unrat zusammen. Als alle wieder im Schulhaus zurück waren, lud die Gemeinde alle Helfer und Helferinnen zum Dank zu einer Brotzeit ein (Bild). Die Teilnehmer waren sich am Ende einig, dass diese Aktion auf jeden Fall wiederholt werden soll. Foto: Stork

 

März 2019

 

29.03.2019

Mühlenwanderung und barocke Klänge

Im Vorstand des Heimat- und Kulturkreises gibt es neue Gesichter. Denn bei der Jahreshauptversammlung in der Bahnhofsgaststätte standen neben den üblichen Punkten der Tagesordnung Neuwahlen auf dem Programm. Neu besetzt wurde mit Andreas Schreiner (Zweiter Vorsitzender), Armin Schmalzgruber (Schatzmeister), Monika Holzhammer (Beisitzerin) und Andreas Schreiner (Archivar) ein Großteil der Vorstandschaft. Aus den Ämtern schieden Maria Maier (Schatzmeisterin), Ludwig Keimeleder (Zweiter Vorsitzender) und Gerhard Hönig (Archivar) aus. In ihren Ämtern bestätigt wurden Elvira Schreiner (Vorsitzende), Christiane Steiner (Schriftführerin), Ulrike Zöller, Anton Schatzeder und Andreas Eicher (Beisitzer). Zum Kassenprüfer beziehungsweise zur Kassenprüferin wurden Silvia Sieghart und Walter Steiglechner bestimmt. Alle Wahlergebnisse waren ohne Gegenstimmen. Die Aktion Bücherhäusl sorgte für Erheiterung im Jahresrückblick. "Das anstehende Jahresprogramm weist wieder besondere Höhepunkte auf", berichtete die Vorsitzende Elvira Schreiner. Zu Pfingsten eine Mühlenwanderung im Ortsgebiet und barocke Klänge bei Kerzenschein im Jettenbacher Schlosshof im Spätsommer mit Eva Babarino und Florian Sonnleitner.

Bürgermeisterin Maria Maier lobte den Verein für das herausragende Engagement im Sinne der Gemeinde Jettenbach. "Es ist sehr wichtig, dass die Historie der Gemeinde nicht im Dunkel der Vergangenheit versinkt", bemerkte Vorsitzende Elvira Schreiner. Die Satzungsergänzung zum Thema Datenschutz wurde nach kurzer Erläuterung von Andreas Schreiner (Jurist) einstimmig genehmigt. Nach dem Sitzungsende ging es im Vortrag von Ulrike Zöller (Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk) um den Josefstag. (cg)

 

 

23.03.2019

Vom Telefon zum Bücherhäusl

Schon längst sind sie aus dem Straßenbild verschwunden: die gelben Telefonzellen. Dass es aber in Handyzeiten durchaus noch Verwendung dafür gibt, zeigt die Aktion Bücherhäusl des Heimat- und Kulturkreises Jettenbach. Knallgelb, im Winter eiskalt und im Sommer irre heiß: Die Rede ist von den oft verschmutzten Schutzhäuschen der Münzfernsprecher. "Was kann man darin machen?", fragte ein Kind nach dem Aufstellen der vorgenannten Zelle, bevor diese der neuen Bestimmung übergeben wurde. "Telefonieren, was sonst?", bekam das Mädchen zur Antwort. Über Umwege landete die Telefonzelle im Jettenbacher Ortsteil Grafengars zur Grundreinigung. Nachdem zuvor die Nutzung als Toilette völlig andere Gegebenheiten erforderte, war Schwerstarbeit zu leisten. Ursula Weidenthaler brachte das unschöne Ding wieder auf Hochglanz. Mit viel Hingabe und Muskelkraft ging die Beisitzerin des Heimat- und Kulturkreises Jettenbach ans Werk. "Ich weiß nicht, ob ich die Reinigung übernommen hätte, wenn mir klar gewesen wäre, worauf ich mich da einlasse", sagte Ursula Weidenthaler auf Nachfrage. Den Innenausbau mit einem hölzernen Regalsystem übernahm Franz Wieser, zweiter Bürgermeister in Jettenbach. Die in Nachbarschaft lebenden "Paten" des Bücherhäusls, Bernhard Hanneken und Ulrike Zöller, sorgen künftig für ein aufgeräumtes Innenleben der Kleinbücherei.

In der mit Bücher gefüllten Kabine können ab sofort Bücher ausgeliehen, getauscht oder einfach nur vor Ort gelesen werden. Bundesweit gibt es 1.778 "öffentliche Bücherschränke", in Bayern sind es 121. Einer davon steht seit März am Kinderspielplatz beim Amtshaus in Jettenbach. Das Bild zeigt von links: Bürgermeisterin Maria Maier, Elvira Schreiner, Ursula Weidenthaler, Andreas Schreiner und die Paten des Bücherhäusls, Ulrike Zöller und Bernhard Hanneken, die sich über die Aktion freuen. (cg)

 

 

22.03.2019

Auf wunderschönes Jubiläum zurückgeblickt

In der Jahreshauptversammlung der Freunde von Saint Saturnin in der Jettenbacher Gaststätte Grasser war noch einmal das 40. Jubiläum der Verschwisterung beider Gemeinden ein großes Thema. Bürgermeisterin Maria Maier sprach allen Helfern, Spendern und Mitwirkenden des Festprogramms sowie den Gastgeberfamilien ihre Anerkennung aus, insbesondere auch dem Vorstand des Vereins und den Autoren der Festschrift. Ohne die ungezählten ehrenamtlichen Stunden wäre dieses schöne Fest so nicht möglich gewesen.

Trotz der außergewöhnlichen Doppelbelastung von Jubiläumsfest und Chronik steht der Verein auf solider finanzieller Basis. Dazu trugen neben den Beiträgen der etwa 190 Mitglieder großzügige Spenden bei. Generalsekretärin Sabine Sax hob in ihrem Rückblick außerdem die Beteiligung von über 30 Kindern am beliebten Jettenbacher Ferienprogramm auf dem Bauernhof der Familie Bruckmaier hervor. Ein von Andreas Schreiner im Namen des Vorstands erstellter Entwurf für eine Satzungsänderung hat die Versammlung einstimmig angenommen. Sie trägt der geänderten Rechtslage durch die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) Rechnung. Am 20. Juli plant der Verein ein Weinfest mit Boules Turnier in Burles Kneipe in Grafengars. Und auch der nächste Gegenbesuch wirft schon seine Schatten voraus. Das französische Verschwisterungskomitee übermittelte eine Einladung für 2020 an die Jettenbacher Freunde. Der Termin ist in der nächsten Zeit noch zu bestimmen. (ste)

 

 

01.03.2019

Die Blumen sind ihr liebstes Hobby

Kirchenverwaltung, Frauengemeinschaft und Bürgermeisterin Maria Maier als Gemeindevertretung waren ebenso wie die Freunde und Familie gekommen, um die Glückwünsche zu überbringen. "Hier, am Unterhöhenberg, wurde ich geboren und verbrachte mein ganzes Leben", berichtet die rüstige Seniorin. Mesnerin Therese Wimmer feierte ihren 80. Geburtstag.

Der Krieg nahm ihr 1944 den Vater. Da war sie fünf Jahre alt und die Erstgeborene der drei Geschwister. Die Mutter heiratete 1947 nochmal. Ihren Gatten Ludwig Wimmer lernte sie beim Brauerball in der Gaststätte Englhart in Jettenbach kennen. Er war aus Peterskirchen als gelernter Schmied und Hufschmied zunächst nach Maximilian, dann zur Brauerei Toerring nach Jettenbach gekommen. Dort arbeitete er bis zur Rente als Schlossermeister. Aus der 1963 geschlossenen Ehe gingen Sohn Franz und Tochter Martina hervor. "Mit den vier Enkelkindern habe ich viel Freud"“, erzählt sie mit einem Funkeln in den hellen Augen. 1996 war zunächst ihr Ehemann gefragt worden, ob er den Mesnerdienst in Jettenbach übernehmen könne. Nach dessen Ablehnung kam prompt die Frage, "oder willst Du – Resi?" "Nachdem ich sowieso immer in die Kirche ging, hab ich halt ja gesagt", schildert die Jubilarin. Die Volksschule besuchte sie in Jettenbach und arbeitete schon in den frühen Kinderjahren am elterlichen Hof mit. "Mit 15 Jahren hat mich die Polizei einmal aufgehalten. Wie immer fuhr ich mit dem Bulldog zur Feldarbeit und überquerte dabei die Kreisstraße. Das hätte ich nicht dürfen, erklärten die Polizisten. So ein Schmarrn, der Vater sollte den Bulldog über die Straße fahren und dann hätte ich weiterackern dürfen. Es blieb bei einer Verwarnung und mir ist sonst nix passiert." Neben der Mesnerei sind die Blumen ihr liebstes Hobby. Mit etwas Stolz zeigt sie einen Zitronenbaum mit mehr als 20 Früchten. Ihr üppiges Blumenmeer weist allerlei Orchideen auf. Einige Seitentriebe beginnen bereits wieder zu blühen. "Meine Tochter sagt immer, meinen grünen Daumen hat sie nicht von mir geerbt. Sie hat einen braunen Daumen". Ihre Tochter Martina ist Töpfermeisterin. Ein großer Verlust war der Tod ihres am Ende pflegebedürftigen Mannes 2010. (cg)

 

Februar 2019

 

25.02.2019

Disco-Fever in Jettenbach

Die Jettenbacher Faschingsnacht stand am vergangenen Samstag unter einem ganz neuen Zeichen: Die örtliche Turnhalle wurde zur Großtanzfläche zum Thema Disco-Fever. Glitzerkugeln, Kleidung aus der Glamour-Zeit des Disco-Zeitalters und jede Menge schräge Frisuren gab es beim diesjährigen Faschingsball der Spielvereinigung Jettenbach. Dabei hatte die Turnhalle diesmal im Vergleich zu den Vorjahren ein komplett neues Design – eben das einer Großraumdisco. Der 1. Vorstand Peter Heindl verrät: "Wir haben heuer eine ganz neue Sache mal ausprobiert." Dies war ein Wunsch der jungen Vereinsmitglieder – was allerdings bezüglich der nur begrenzten Sitzplätze bei den älteren Mitgliedern etwas auf Widerstand stieß. Dennoch: Spaß hatten auch diesmal wieder alle Besucher, denn von den aktuellsten Hits präsentierte DJ El Tschi absolute Tonjuwelen und Evergreens aus den vergangenen goldenen Disco-Zeiten. Musik, die dankend von den Gästen auf der Tanzfläche ausprobiert wurde, und dies bis in den frühen Morgen, denn Getränkespecials gab es auch weit nach Mitternacht ... längst eine feste Tradition im Jettenbacher Fasching. (stl)

 

 

23.02.2019

Nachruf – Cäcilia Jäger

Sehr viele Trauernde nahmen am Friedhof in Grafengars Abschied von Cäcilia Jäger, die nach längerer Krankheit verstorben war. Pater Alois Staudtner zelebrierte mit Pfarrer Meinhold aus Spabrücken das Requiem und nahm die Einsegnung vor. Cäcilia Jäger wurde am 23. Oktober 1928 als zwölftes Kind der Eheleute Bibiana und Josef Kink in Haiming, Gemeinde Rimsting, geboren. Bereits mit 13 Jahren verlor sie ihre Mutter. Nach dem Schulbesuch in Greimharting arbeitete sie bis zur Hochzeit mit Heinz Jäger im Februar 1954 auf dem elterlichen Hof mit. Aus der Ehe gingen die Töchter Angela, Hildegard, Agnes und Monika hervor.

Nach vielen Umzügen erwarb Cäcilia Jäger 1967 das alte "Ziegler-Haus" in Jettenbach. Im Jahr 1972 konnte das Haus bezogen werden. Von 1968 bis zur Rente war sie im Klinikum Rosenheim beschäftigt. Bei jedem Wetter fuhr sie mit dem Rad zum Bahnhof und dann weiter mit dem Zug. Die Zeit der Zugfahrt nutzte sie, um ihren Hobbys, dem Lesen und Stricken, nachzugehen. Eine große Leidenschaft war ihr Garten, vor allem die Dahlien. Auch ihre alte Heimat, den Chiemgau, hat sie nie vergessen. Oft erzählte sie von Ausflügen auf die Kampenwand. Soweit es die Gesundheit zuließ, unternahm sie viele Pilgerreisen. Die regelmäßigen Gottesdienstbesuche waren für sie sehr wichtig, dem Jettenbacher Kirchenchor gehörte sie fast 30 Jahre an. Gerne nahm sie an den Treffen der Frauengemeinschaft teil. Als es vor drei Jahren nicht mehr möglich war, alleine zu leben, nahm ihre Tochter Angela sie auf, die sie bis zu ihrem Tod am 3. Februar fürsorglich pflegte. Neben den vier Töchtern mit Schwiegersohn trauern neun Enkel und drei Urenkel um ihre "Mutti-Oma". (ste)

 

 

22.02.2019

Basar für Kindersachen

Die Frauengemeinschaft veranstaltet am Sonntag, 17. März, von 10 bis 12 Uhr in der Mehrzweckhalle einen Basar für Kinderbekleidung und Artikel rund ums Kind. Verkauft werden gut erhaltene Baby- und Kinderbekleidung für Frühjahr und Sommer, Spielwaren, Bücher, Kinderfahrzeuge, Kinderwägen, Autositze, Fahrräder, Roller und vieles mehr. Warenannahme ist am Samstag, 16. März, von 9 bis 11 Uhr in der Mehrzweckhalle, Abholung der nicht verkauften Artikel ist am Sonntag, 17. März, von 17.30 bis 18 Uhr. Verkaufslisten gibt es ab sofort bei Martina Geck unter Telefon 08638 / 85292 oder bei Renate Gottwald unter Telefon 08638 / 2033652. 15 Prozent des Verkaufserlöses behält die Frauengemeinschaft für einen wohltätigen Zweck ein. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee und Kuchen gesorgt. (re) Foto: pixabay/jackmac34

 

 

18.02.2019

Der Gartenbauverein blüht neu auf

Er war schon fast verwelkt. Doch jetzt blüht der Obst- und Gartenbauverein Jettenbach neu auf. Das neue Vorstandsteam um Angela Förster hat neuen Schwung gebracht. Die Plätze im Gasthaus Grasser waren bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins fast komplett belegt. Die große Besucherzahl zeigte, wie wichtig den Jettenbachern der Verein ist. Die neue Vorsitzende Angela Förster räumte sämtliche Sorgen und Ängste der Mitglieder aus dem Weg. Sie schaute auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück, das dank der neuen Vorstandschaft überhaupt erst möglich wurde.

Seit März 2018 ist Förster Vorsitzende. Ihr Jahresrückblick machte deutlich, dass seitdem sehr viel in Bewegung gekommen ist. Förster berichtete über mehrere Veranstaltungen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ging es um eine Satzungsänderung. Der Verein übernahm die Dekoration bei der Feier zur 40-jährigen Freundschaft zwischen Jettenbach und der französischen Gemeinde Saint Saturnin.

Auch der Kassenbericht von Kassenwart Maria Bichlmayer fiel positiv aus. Die Beitragserhöhung von sechs auf zehn Euro jährlich haben die Mitglieder einstimmig befürwortet. "Um die Arbeit gewissenhaft fortführen zu können, war eine Beitragsanpassung unumgänglich", so Förster.

Die Obst- und Gartenbaufreunde haben für heuer einiges geplant. Die erste große Aktion wird das "Sauba macha" im März sein. Mit dieser Aktivität möchte man den Müll einsammeln, der Wege, Wiesen, Wälder und Co. verschmutzt. Ziel ist ein sauberes Jettenbach. Dass auch Kreativität innerhalb des Vereins groß geschrieben wird, zeigen die "griabigen Bastelabende", das Muttertagsbasteln und das kunterbunte Ferienprogramm für Kinder, die jährlich stattfinden sollen. Auf einen Ausflug zur Straußenfarm nach Schnaitsee Ende Juni können sich die Gartenfreunde ebenfalls freuen.

Bürgermeisterin Maria Maier begrüßte das vorbildliche Engagement der neuen Vorstandschaft. "Ihr bildet ein tolles Team." Sie schätzt die viele harte Arbeit, welche nun in den Verein investiert wird. Peter Gasteiger von der Klostergärtnerei in Gars hielt einen Vortrag über die "Gemüseverfrühung". Mit seinem Fachwissen erklärte er anschaulich, wie man das ganze Jahr über sicher und gesund aus dem eigenen Garten leben kann. (kme)

 

 

14.02.2019

Sympathie für Hotzenplotz

Eine tolle Leistung zeigten die Fußballdamen der Spielvereinigung Jettenbach / TV Gars mit der Durchführung des Faschingsnachmittags für Kinder. Den ersten Platz für die besten Masken der Kategorie "Familien" erhielt der Räuber Hotzenplotz. Familie Anzinger trat mit Kindern, Mama und Papa sowie Oma an. Neben Hotzenplotz, Kasperl, Sepperl, Großmutter und Wachtmeister Dimpfelmoser fand auch die Kaffeemühle Berücksichtigung. Der zweitplatzieren "Familie Hase", alias Familie Heilmaier, folgten die Cowboys der Beham-Family. In der Kategorie Einzeldarsteller siegte Emily als Teufelin, Eleonor als Einhorn und zwei Drittplatzierte – Christina als Erdbeere und Katharina als Zebra verkleidet. Durchs Programm führte Clown Svenja Dörfel. Die Kraiburger Narrengilde sorgten für einen passenden Rahmen. (cg)

 

 

08.02.2019

Burle-Wanderpokal geht nach Kraiburg

Auch bei seiner 15. Auflage erfreut sich das Fußballtennis-Turnier der Fußballabteilung der Spielvereinigung Jettenbach noch immer großer Beliebtheit.

29 Teams mit klangvollen, aber auch teils skurrilen Namen mit je drei Akteuren traten in der Mehrzweckhalle beim Burle-Gedächtnis-Turnier an. Im Endspiel der Aktiven hatte der Vorjahressieger Tennis überraschend das Nachsehen gegen den neuen Titelträger "Laterndl zwoa" mit Florian Mittermaier, Michael Grassl und Dominik Fischer. Im Endspiel der Nichtaktiven bezwang die Mannschaft der Feuerwehr mit Lukas Beham, Fabian Bruckmaier und Sebastian Greißl das Team "Weißwurst Raketen" mit 18:13.

Der Wanderpokal ging an das Team "Lokomotive Lattendicht 2" aus Kraiburg mit Andre Vogel, Luca Vogel und Patrick Kleiner. Für diesen Pokal ist dabei nicht der sportliche Erfolg entscheidend, sondern dass man sich nach den Vorrundenspielen in der Tabelle exakt auf den Platz einfindet, deren Zahl vor Turnierbeginn geheim (Spielvereinigung Vorstand Peter Heindl) festgelegt wird. (psc) Foto: cg

 

 

07.02.2019

Ortsvorstellung Jettenbach – Rückblick 2018 & Vorschau 2019

 

Jettenbach ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Mühldorf. Das Gemeindegebiet untergliedert sich in die zwölf Ortsteile Aderberg, Gänsberg, Grafengars, Haberthal, Hinteröd, Holzhausen, Jettenbach, Oberhöhenberg, Pfaffenberg, Piesenham, Schrottwinkl, und Unterhöhenberg. Der Ort selbst hat einen historischen Ortskern, der besonders durch das Schloss Jettenbach bekannt ist. In der Gemeinde gibt es derzeit 16 aktive Vereine und ein paar Gewerbebetriebe.

 

Seit Juni 2017 ist Maria Maier Bürgermeisterin der Gemeinde. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, dass Jettenbach in absehbarer Zeit wachsen wird. Dazu ist es aus ihrer Sicht unerlässlich, dass die Gemeinde neuen Baugrund schafft. "Wir müssen jungen Jettenbachern die Möglichkeit geben, sich bei uns anzusiedeln. Natürlich sind uns auch junge Familien aus anderen Gemeinden willkommen", sagt die Bürgermeisterin. So hat sie bereits im August 2017 begonnen, erste Grundstücke zu kaufen. Weitere Grundstücke folgten im vergangenen Jahr, so dass jetzt in der Köllerer-Siedlung ein weiteres Baugebiet entstehen kann. Rund 14 Wohnbaugrundstücke sollen hier entstehen, der Gemeinderat hat bereits begonnen, sich mit dem Bebauungsplan auseinanderzusetzen.

 

Wenn junge Menschen nach Jettenbach kommen, dann ist das auch eine Chance für die Vereine, neue Mitglieder zu bekommen, aber auch für den Kindergarten "Kunterbunt". Der eingruppige "Landkindergarten" ist derzeit nicht ausgelastet. Für den Herbst habe es Nachfragen nach Krippenplätzen gegeben. Die Möglichkeit, eine zusätzliche Krippengruppe aufzubauen, wurde vom Landratsamt geprüft, ist aber aufgrund der bestehenden Vorschriften nicht möglich. Allerdings hat der "Landkindergarten" eine Altersöffnung und nimmt bereits Kinder ab zwei Jahren.

 

Abgeschlossen wurde im August 2018 der erste Bauabschnitt in Sachen Breitbandausbau. Er betraf hauptsächlich den Außenbereich von Jettenbach. Die bereits bestehenden Kabelanschlüsse im Ort bieten bereits ein ausreichendes Versorgungsnetz, wird argumentiert.

 

Zu einer funktionierenden Infrastruktur gehört aber auch die Trinkwasserversorgung. Hier wurde 2018 investiert. Im Frühjahr wurde der Wasserablauf vom Hochbehälter und vom Pumphaus an die Kanalisation angeschlossen, damit die erforderlichen Hygienevorschriften bei der Reinigung der Hochbehälter beachtet werden können. Die Rohrleitung zum Kanal hat eine Spezialfirma vom Pumphaus bis zum 62 Meter entfernten Kanal anhand einer Spülbohrung montiert. Im Gebäude am Hochbehälter hat man im Herbst mit notwendigen Sanierungsarbeiten begonnen, die voraussichtlich im Frühjahr 2019 abgeschlossen werden können. Eine weitere Herausforderung ist die Trinkwasserhauptleitung in Jettenbach-Bahnhof. Sie ist rund 80 Jahre alt und Wasserversorgung sowie Brandschutz sind nicht mehr gewährleistet. Übergangsweise wurde eine Notversorgung vom Hydranten an der Kläranlage eingerichtet. Geplant ist der Bau einer Ringleitung in zwei Bauabschnitten. Für die Wasserleitung in Jettenbach-Dorf sind im ehemaligen Pumphaus ebenso Investitionen notwendig. Der Schutz der Anlage, die sich derzeit auf Privatgrund befindet, muss dringend verbessert werden, weiß die Bürgermeisterin. Zudem muss sie auf Gemeindegrund umgebaut werden.

 

Aber die Gemeinde hatte auch einiges zu feiern. So wurde der Feuerwehr feierlich der Schlüssel für den neuen Logistikwagen übergeben, der bereits im Jahr 2017 angeschafft werden konnte, und dazu ein schönes Fest gefeiert. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war aber ganz sicher das 40-jährige Jubiläum der "Verschwisterung" mit dem französischen Saint Saturnin. Hier zeigte sich der große Zusammenhalt im Dorf, freut sich Bürgermeisterin Maier. Alle Ortsvereine und viele Bürger haben bei den Vorbereitungen und der Gestaltung der 40-Jahr-Feier kräftig mit angepackt.

 

"Sauba machma", unter diesem Motto findet am Samstag, 23. März, von 13 bis 16 Uhr erstmals eine gemeinsame Reinigungsaktion in der Gemeinde statt. Am Samstag, 11. Mai, feiert der ESV Grafengars sein 50-jähriges Bestehen mit einem Festabend und von 28. bis 30. Juni die SpVgg Jettenbach ihr 70-jähriges Bestehen. (bac)

 

 

07.02.2019

Wir leben gerne in Jettenbach, weil ...

 

Elvira Schreiner

"Ich hatte in Jettenbach schon eine schöne Kinder- und Jugendzeit und es gefällt mir hier immer noch sehr gut", erzählt Elvira Schreiner, die mit ihren Eltern 1946 hierher kam und mit ihrem Mann 1972 ein Eigenheim erbaute. "Der Sportverein war unser 'zweites Kind', wir engagierten uns hier über Jahrzehnte in mehrfacher Weise und auch für unsere Tochter war der Sport wichtig. Familie, Wohnung, Arbeit bei der Toerring-Brauerei sowie Freizeitangebote, alles an einem Ort, das ist ideal! Nun genieße ich hier die Natur, beim Walken auf den schönen Wanderwegen. Ich interessiere mich auch für die Historie von Jettenbach. Es ist hier eine Gemeinschaft, auf Freunde und Nachbarn kann man zählen. Unser Dorf liegt zentral und mit dem Auto ist man schnell in größeren Orten".

 

 

Peter Heindl

"Grafengars ist meine Heimat, hier bin ich geboren und aufgewachsen. Von klein an wohne ich in meinem Elternhaus, nun auch mit meiner Familie. Hier gefällt es mir und ich möchte nicht woanders sein. Es ist ruhig hier, rundum. Trotzdem werden die Gesellschaft und das Miteinander praktiziert. Die Spielvereinigung, deren Vorstand ich seit über 20 Jahren bin, ist mir natürlich sehr ans Herz gewachsen. Ein Sportangebot ist für jedes Alter sehr wichtig", weiß Peter Heindl, der sich auch in anderen Vereinen und im Dorfleben engagiert. "In Jettenbach zu leben ist phantastisch, obwohl die Infrastruktur nicht die beste ist". (bac)

 

 

 

 

 

 

 

 

05.02.2019

Spende für den Hospizverein

Es ist schon fast Tradition in Jettenbach, dass sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung an den Donnerstagen im Advent als Klopfersinger auf den Weg machen, um die Weihnachtszeit anzukündigen und um Spenden für einen guten Zweck zu bitten.

Adressat dieser Spende war dieses Mal der Anna Hospizverein Mühldorf. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johann Bruckmaier überreichte Hospizkoordinatorin Carola Kamhuber und dem ehrenamtlichen Hospizbegleiter Werner Ortlieb einen Scheck über 1133 Euro. Carola Kamhuber informierte die Mitglieder über die Arbeit des Hospizvereins und bedankte sich bei den Klopfersingern und den Spendern. (ste)

 

Januar 2019

 

24.01.2019

Zum Gratulieren 10000 Kilometer gereist

An ihrem Jubeltag war die rüstige Seniorin mächtig gefordert. Ab den frühen Vormittagsstunden gaben sich die Gratulanten bei Ruth Hagel pausenlos die Klinke in die Hand. Allen voran ihre Weggefährten des Vereins der Freunde Saint Saturnin und Bürgermeisterin Maria Maier sowie zahlreiche Freunde.

Eine besondere Freude bereitete der Jubilarin aber der Besuch ihrer Enkeltochter Felizitas. Diese hatte einen Reisemarathon hinter sich gebracht. Aus Südamerika kommend, mit Zwischenstopp in London, wo sie lebt, um Kleider zu wechseln, traf diese zur späten Abendstunde bei der Großmama in Jettenbach ein. Oma und Enkelin verbindet seit Jahren ein besonders inniges Verhältnis. Ob sich Enkeltochter Felizitas gerade in Mexiko, Australien oder Asien befindet, das ist völlig egal! Dank moderner Technik bleibt Ruth Hagel, trotz ihrer 85 Lenze, immer mit ihr zeitnah verbunden.

Die Lebensstationen der in Ostpreußen geborenen Jubilarin führten über Berlin, Düsseldorf, Geldern am Niederrhein, nach München. Dort lebte sie, bis sie 1996 mit ihrem Ehegatten nach Jettenbach kam. Aus der Verbindung mit dem Architekten Gernot Hagel gingen zwei Kinder und drei Enkelkinder hervor. Es war ein schmerzlicher Verlust, als die Liebe ihres Lebens 2003 verstarb. Das Amt, Erste Sekretärin der Freunde von St. Saturnin, übte sie seit 2003 mit voller Hingabe aus. Bei Übersetzungen ins Französische kamen ihr die hervorragenden Sprachkenntnisse zugute. Die von ihr mit initiierte Zeitschrift "Jetturin Gazette" gibt es bis heute; sie berichtet in den Partnergemeinden von "Hüben und Drüben". Hagel pflegt bis heute Kontakte zu den französischen Freunden. (cg)

 

 

16.01.2019

Anmeldungen im Kindergarten "Kunterbunt"

Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr im Kindergarten "Kunterbunt" sind möglich am Montag, 28. Januar, sowie Dienstag, 29. Januar, jeweils von 10 bis 12 Uhr. Die Öffnungszeiten richten sich nach dem Bedarf der Eltern. Momentan ist die Bärengruppe von 7.30 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. "Nehmen Sie Ihr Kind zur Anmeldung mit, so dass es sich im Kindergarten schon einmal umschauen kann. Außerdem das Impfheft, das U-Heft sowie den Personalausweis mitbringen", so Christine Kufner. Auskunft unter 08638 / 887253. (re)

 

 

 

07.01.2019

Sport und heiße Rhythmen im Winter

Mit neuen Kursangeboten und bewährten Übungsstunden startet die Turn- und Fitnessabteilung der Spielvereinigung nach einer kurzen Winterpause ins neue Jahr. Eine Teilnahme bei den kostenpflichtigen Kursen ist auch für Nichtmitglieder möglich. Bei den übrigen Angeboten für Jung und Alt kann für eine Zeitspanne von vier Wochen ohne Mitgliedschaft getestet werden. Nähere Einzelheiten erteilen die jeweiligen Übungsleiter oder können bei Abteilungsleiterin Gabriele Saller unter Telefon 08638 / 73424 abgefragt werden.

Ein neuer Zumba-Kurs (zehn Einheiten) mit Monika Forster beginnt am Montag, 14. Januar. Beginn ist um 18.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Zumba ist eine Mischung aus Aerobic und überwiegend lateinamerikanische Tanzelementen.

Zur Stärkung des Rückens wird die Wirbelsäulengymnastik mit Wahrnehmungsübungen für Haltung und Bewegung angeboten. Auch hier führt Monika Forster durch das Programm. Der neue 10er-Kurs startet am Donnerstag, 17. Januar um 18.45 Uhr.

Qigong-Übungen regen die körpereigene Energie durch Halteübungen und sanfte Bewegungen an. Unter der Leitung von Sabine Klar beginnt am Montag, 21. Januar, um 16.45 Uhr ein Kurs mit acht Einheiten.

Bodystyling heißt die Stunde mit Monika Forster, jeweils am Montag ab 19.30 Uhr. Tine Grünwald bietet am Dienstagvormittag von 9 bis 10 Uhr die Body-Workout-Stunde und am Mittwoch von 18.30 bis 19.30 Uhr Pilates an. Fitness-Freaks können sich donnerstags ab 20 Uhr beim Konditionstraining unter Klaus Schmalzgruber auspowern.

Alena Hacker führt jeweils am Mittwoch von 16 bis 17 Uhr durch das Kinderturnen. Das Eltern-Kind-Turnen mit Jessica Wanke findet freitags ab 9.30 Uhr in der Jettenbacher Mehrzweckhalle statt.

Die Damensauna jeweils am Montag ab 18 Uhr und die Herrensauna jeweils am Freitag ab 15.30 Uhr runden das Programm der Abteilung ab. (psc)

 

 

04.01.2019

110 Tore beim Peter-Heindl-Cup

Nach 21 Spielen, 168 Minuten Spielzeit und 110 Toren stand die Siegermannschaft des 13. Hallenturnier um den Peter-Heindl-Cup in der Jettenbacher Mehrzweckhalle fest. Klaus Alt, Besnik Hyseni, Maximilian Mußner und Patrick Hübner durften nach fünf Siegen und einem Remis den Wanderpokal der Spielvereinigung in die Höhe stemmen. Das zweitplatzierte Team mit Sebastian Stephan, Patrick Wieser, Josef Manstetter und Michael Hintermayr erzielte zwar die meisten Treffer, leistete sich aber eine knappe Niederlage, die den Titel kostete. Als treffsicherste Schützen erwiesen sich Patrick Wieser und Jonathan Gutzeit. Das Bild zeigt (von links): Abteilungsleiter Gerry Friedrich, Maximilian Mußner, Patrick Hübner, Klaus Alt, Besnik Hyseni und Vorstand Peter Heindl. (psc)

 

Gemeinde Jettenbach am Inn

Grünthaler Straße 14

84555 Jettenbach

Öffnungszeiten / Parteiverkehr

Dienstag: 16.00 - 17.00 Uhr

Tel.: 08638 / 76 47

Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg

Montag - Freitag: 08.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 08638 / 98 38 0