Breitbanderschließung

Die nächsten Termine

 

 

18.07.

Firmung

10.00 Uhr Kirche Gars am Inn

Pfarrei Jettenbach

 

20.07.

Weinfest

17.00 Uhr Burle's Kneipe

Freunde von Saint Saturnin

Download Flyer (PDF)

 

27.07.

Open Air Party

21.00 Uhr Tennisheim

SpVgg Jettenbach Abt. Tennis

 

31.07.

Ferienprogramm - Erlebnistag

auf dem Bauernhof

09.00 Uhr Bruckmaier-Hof

ESV & Freunde v. St. Saturnin

Aktuelles aus der Gemeinde Jettenbach

 

10.07.2019

Mediterrane Temperaturen locken in den Pfarrgarten

Sommerfest beim VdK-Ortsverband in Jettenbach: Die Besucher nutzten die Gelegenheit und diskutierten über verschiedene Themen der Sozialpolitik. Im Schatten der Laubbäume des Pfarrgartens trafen sich 45 Damen und Herren zu Kaffee und Selbstgebackenen. Kräftig diskutiert wurden heiße Eisen der Sozialpolitik wie zum Beispiel "Renten für Alle" – eine aktuelle VdK-Kampagne. Neben Elternunterhalt und Altersarmut waren aber auch der klassische Dorfratsch Gesprächsthemen. Die gute Stimmung darf aber nicht über die nach wie vor brisante Altersstruktur des Vereins hinweg täuschen. "Die Nachwuchssorgen plagen uns noch immer", sagte die engagierte Vorsitzende Tanja Fischl-Jonda. Dank an die Unterstützung der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und Lob für das Helferteam durfte am Ende der Veranstaltung nicht fehlen. (cg)

 

 

05.07.2019

Ferienprogramm 2019

 

Das aktuelle Ferienprogramm liegt am Eingang zum Kindergarten, zur Mehrzweckhalle und zur Kirche in Grafengars aus.

 

Folgende Veranstaltungen werden angeboten:

 

-  31.07.2019: Erlebnistag auf dem Bruckmaier-Hof

-  07.08.2019: Busfahrt nach Salzburg zum Tierpark Hellbrunn

-  17.08.2019: Tennis Kindertraining mit Hüpfburg, Pool und Burgerbauen

-  23.08.2019: Erlebniswanderung mit Spielen und gemeinsamer Brotzeit

 

Download Ferienprogramm 2019 (PDF)

 

 

 

 

 

 

 

05.07.2019

70 Jahre SpVgg Jettenbach: Wenn Pfälzer zum Feiern kommen

 

Auf ein rundherum gelungenes Fest zum 70-jährigen Bestehen schaut die SpVgg Jettenbach zurück. Mit Peter Heindl an der Spitze zählt der Sportverein 620 Mitglieder, fast so viele, wie die Gemeinde Jettenbach Einwohner hat.

 

Anton Hagn stand im Fokus der Ehrungen beim 70. Jubiläum der Spielvereinigung. Mit seinen 90 Jahren jagt das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Vereins heute nicht mehr dem Fußball nach, als Jäger ist er aber noch immer viel draußen an der frischen Luft. 38 Mitglieder sind dem Verein seit mehr als 50 Jahren treu. Fußballlegende Theo Giglberger wurde für 65 Jahre Mitgliedschaft, über 1000 Spiele im grünweißen Trikot und 700 Tore geehrt, Edelfunktionär Peter Schillmaier für 60 Jahre Vereinstreue sowie 45 Jahre Funktionärstätigkeit unter rhythmischem Klatschen ausgezeichnet. Dank gab es auch für den scheidenden Abteilungsleiter Gerfried Friedrich für neun Jahre Führungsarbeit bei den Fußballern.

 

Im Rahmen der Vereinsehrungen sorgte Elvira Schreiner, sie baute die Turnabteilung auf, für eine Überraschung. Rot, groß und umfangreich, war das Fotoalbum, welches sie dem Vorsitzenden Peter Heindl überreichte (viertes Foto). Den Fotoband erhielt ihr verstorbener Gatte Johann Schreiner, der 25 Jahre Vorsitzender war, als Dank für die herausragenden Leistungen beim Sportplatzbau 1976/77. Für den bayerischen Landessportverband ehrte Kreisvorsitzender Erwin Zeug Übungsleiter Klaus Schmalzgruber und die Abteilungsleiter Gabriele Saller und Christine Kufner. Grußworte überbrachten auch Bürgermeisterin Maria Maier und Michael Kasenbacher für den Nachbarverein TSV Gars.

 

Für die 60 Gäste vom TuS Jettenbach in der Pfalz reichte nicht einmal ein Bus. Seit dem ersten Kontakt im Jahr 1972 unterhalten die beiden Jettenbacher Vereine eine sportliche Freundschaft. Über 500 Kilometer entfernt, im Kreis Kusel nähe Kaiserslautern, liegt das Pendant zum bayerischen Jettenbach. Mit etwa 800 Einwohnern und 400 Mitgliedern warten die Pfälzer mit ähnlichen Zahlen auf.

 

Tag zwei der Jubiläumsfestivitäten stand unter dem Slogan "Fußball für alle". Eine Damenauswahl stand den Meisterinnen der Spielgemeinschaft Jettenbach/Gars gegenüber. Bei den Herren spielten die Pfälzer Kicker gegen die Gruppensieger und A-Klassen-Aufsteiger vom Inn. Bei der letzten Begegnung vor sieben Jahren im Kreis Kusel hatten die Pfälzer gesiegt, dieses Mal hatten die Bayern das bessere Ende für sich.

 

Mit dem Besuch der Disconacht waren die Organisatoren zufrieden. Bei lauschigen Temperaturen und bester Partylaune wurde in die Nacht hinein gefeiert. Ein Petersfeuer erhellte den Sommerabend. Zu Klängen der "Ziach" vom singenden Schreinermeister Georg Holzner gab es am Sonntag einen Weißwurstfrühschoppen. Alleinunterhalter Holzner unterhielt die Besucher mit Witzen und Geschichten. Die örtlichen Gastronomen lieferten regionale Speisen. Die Gäste aus Jettenbach verabschiedeten sich in die Pfalz. Aber vielleicht gibt es schon in drei Jahren ein Wiedersehen. Dann besteht die Freundschaft 50 Jahre.

 

Das dritte Foto zeigt die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder (von links): Vorsitzender Peter Heindl, Peter Schillmaier, Theo Giglberger, Rita Eicher, Anton Hagn (Gründungsmitglied), Klaus Alt, Günter Koziol, Josef Wieser, Peter Wieser und Josef Bauer. (cg)

 

 

04.07.2019

Interview mit Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach über nachhaltige Forstwirtschaft

 

Die Forstwirtschaft ist ein sehr langfristiges Geschäft, sagt Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach (rechts). Förster Armin Hirt (links) ist im gräflichen Forstbetrieb für zwei Reviere mit insgesamt 1100 Hektar Fläche zuständig. Entscheidungen, die heute getroffen werden, machen sich erst viel später bezahlt. Wie Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach zeitgemäße und nachhaltige Forstwirtschaft begreift, darüber spricht er im Interview.

 

Waldbesitzer müssen mit den Folgen des Klimawandels, mit Schädlingen wie dem Borkenkäfer kämpfen und Ansprüchen seitens diverser Interessensgruppen umgehen. Das Haus Toerring-Jettenbach gehört zu den großen Forstbetrieben in Bayern, mit Flächen im Voralpenraum und in den USA. Der Forst Jettenbach in den Landkreisen Mühldorf und Rosenheim umfasst allein 800 Hektar. Und die Grafen blicken auf rund 700 Jahre Forstwirtschaft zurück. Wie Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach die Diskussionen um die Zukunft des Waldes sieht und wo sein Familienbetrieb verortet ist, hat er im Interview erzählt.

 

Graf Toerring, welche Bedeutung hat der Wald in der Region für Ihre Familie, für Sie persönlich?

Der Wald hatte immer schon eine große Bedeutung für unsere Familie. Ich kümmere mich jetzt bereits in der 27. Generation um den Forst. Mein Urgroßvater Hans-Veit zum Beispiel hat sich nach dem Ersten Weltkrieg dazu entschlossen, große Flächen hier in der Region aufzuforsten – und zwar auch mit neuen Baumarten wie etwa der Douglasie. Die ist klimaresistenter. Wir profitieren heute sehr von dieser Erfahrung.

 

Hört man Ihren Namen, denkt man an Bier. Beim Brauen setzen Sie auf traditionelle Verfahren. Wie begreifen Sie zeitgemäße Forstwirtschaft?

Es ist die Balance zwischen Tradition und Moderne. Der wichtigste traditionelle Aspekt ist die Nachhaltigkeit. Das ist ein Konzept, das bereits vor mehr als 300 Jahren in Deutschland, genauer gesagt von Hans Carl von Carlowitz, entwickelt wurde. Aber auch moderne Aspekte fließen in die Forstwirtschaft ein. Hightech-Maschinen zum Beispiel wie die großen Erntemaschinen, die Harvester. Früher wurde der Wald manuell mit Motorsägen und Pferden bewirtschaftet. Das war ein sehr gefährlicher Job. Die Harvester bieten dagegen eine große Sicherheit und ermöglichen eine effiziente und bodenschonende Bewirtschaftung des Waldbodens.

 

Forstwirtschaft ist ein sehr langfristiges Geschäft. Wie sehen Sie die aktuellen Diskussionen um eine nachhaltige Fortwirtschaft?

Wir ernten Bäume, die mein Urgroßvater gepflanzt hat. Und so versuchen wir auch zu denken. Kurzfristige Strömungen haben da keinen Platz. Es gilt, die richtigen Entscheidungen zu treffen, was angepflanzt wird, wie die Herausforderungen der Zeit richtig angegangen werden. Die aktuellen Forderungen nach Stilllegung des Waldes sind doch nur eine Modeerscheinung. Langfristig überlebt ein Wald nur, wenn er bewirtschaftet wird.

 

Was halten Sie von Lösungsansätzen, die gegen die Auswirkungen des Klimawandels geführt werden?

Das kann keiner so richtig einschätzen. Aber wie schon gesagt: Dank den Experimenten meines Urgroßvaters können wir Ergebnisse vorweisen. Die damals gepflanzten Bäume stehen da und sie sind prachtvoll gewachsen. Sie sind resistenter gegen den Borkenkäfer. Was wir benötigen, sind generell Baumarten, die mit der Trockenheit besser zurechtkommen. Die vom Borkenkäfer befallenen Bäume, zumeist Fichten, müssen sofort gefällt und aus dem Wald gebracht werden. Das ist eine sehr kostspielige Sache. Kleine Waldbesitzer können sich das oft nicht leisten. Hier ist also die Politik gefragt.

 

Der Wald erfüllt viele Funktionen, für die der Waldbesitzer zuständig ist. Mit Blick auf Ihre Ländereien in Übersee – könnte das Wirtschaften dort Vorbild für Mitteleuropa sein?

Bei uns hat der Wald viele Funktionen. Er ist Rohstofflieferant, aber auch – und das ist in Übersee oft nicht der Fall – ein Erholungsraum. Dann fungiert der Wald hier als Natur- und Klimaschützer. Er reinigt die Luft, er dient als Wassereinzugsgebiet. In den Bergen noch als Lawinenschutz. Dann kommt den Tieren des Waldes ein besonderer Schutz zu. Kurzum: Der Wald erfüllt viele Funktionen, für die der Waldbesitzer zuständig ist.

 

Seien es Naturschützer, Jagdverbände oder Spaziergänger – alle haben Ansprüche. Werden Sie als adeliger Vertreter mehr "in die Zange genommen" als andere?

Mit einem Grafen als Gegenspieler lassen sich natürlich leichter Schlagzeilen machen (schmunzelt). Wir sind es seit langer Zeit gewohnt, uns auseinanderzusetzen, das gehört einfach dazu. Im Endeffekt liegt die Verantwortung bei uns, dass dieser Wald überlebt.

 

Neue Herausforderungen in jeder Generation. Wo sehen Sie den Wald in 50 Jahren?

Es gibt in jeder Generation neue Herausforderungen. Wichtig ist Kontinuität. Ich versuche, das zu machen, was mein Vater mit mir und mein Großvater mit meinem Vater gemacht hat: die nächste Generation jetzt heranzuziehen, die Jungen mit dem Wald vertraut zu machen, mit der Schönheit aber auch mit der Verantwortung und der Arbeit, die damit zusammenhängen. (Petzi) Foto: Vähning

 

 

02.07.2019

Büffel als Biobagger: Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft

 

Dass Artenschutz und Landwirtschaft Hand in Hand gehen können, das wurde bei einer Besichtigung der Biotopfläche im Jettenbacher Talraum sowie des Biohofs Reiserer deutlich. Als "Bio-Bagger" schaffen dort Wasserbüffel Lebensräume für viele Arten. Das Naturschutzprojekt, das sich dank der Kooperation der Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN), der Landwirtsfamilie Reißaus und dem Flächeneigentümer Graf zu Toerring-Jettenbach hervorragend entwickelt hat, hat im im Vorjahr den zweiten Platz im Bayerischen Biodiversitätspreis sowie schon 2014 den Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung erreicht.

 

In einem für ganz Bayern modellhaften Weideprojekt im Landkreis Mühldorf zeigt der BN, wie eine Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zum Nutzen beider Seiten gestaltet werden kann. "Die Rettung der Artenvielfalt, tierschutzgerechte Fleischproduktion und Existenzsicherung für Bauern sind möglich, wenn Agrar- und Naturschutzpolitik die Weichen richtig stellen", erörterte der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner.

 

Das Kooperations-Beweidungsprojekt im Jettenbacher Talraum zeige seit 1996 – also über 20 Jahre – wie hier durch das Grasen der Rinder die Kulturlandschaft bereichert wird. Durch den ungleichmäßigen Fraß der Tiere entsteht ein vielfältiger Lebensraum. Die bunte Pflanzenwelt ist die Lebensgrundlage zahlreicher Tierarten. Seit 2011 kommen auf diesem Areal zusätzlich Wasserbüffel zum Einsatz. "Die Beweidung zur Pflege des Talraumes hat sich sehr bewährt. Sie bewirkt zum Beispiel, dass die Gewässer nicht völlig mit Röhricht zuwachsen. Dadurch bleiben offene, sonnige Wasserflächen als Lebensraum für Amphibien und Libellen erhalten", so Andreas Zahn vom Vorstand der Kreisgruppe. Wasserbüffel legen Suhlen an und wälzen sich im Sumpf. Sie können als "Bio-Bagger" die Verflachung und Verlandung der Tümpel verhindern und sogar neue Kleingewässer schaffen. "Fleischerzeugung und Landschaftspflege sind hier vereint. Zudem sind die Kuh-Fladen der McDonald's für die Vögel: Maden und Mistkäfer holen sie sich hier raus", scherzte Zahn.

 

"Dies ist ein Vorzeige-Projekt, das Wasser, Luft und Boden nicht schädigt und mit Naturschutz sogar Geld verdient werden kann. Hier ist Heimat auf dem Teller entstanden", so Richard Mergner, der für solche Maßnahmen eine gerechte Förderung für wichtig hält. Auch Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier lobte diese "Inseln in der Landschaft" und freute sich, dass sie von der Bevölkerung gut angenommen werden und Spazierwege durchführen. "Wir wussten damals nicht, was auf uns zukommt", erzählt Matthias Reißaus, der mit seiner Frau Josefine seit 2013 das Wasserbüffelprojekt in Jettenbach betreibt. Neben den Büffeln stellen sie auch Jungrinder aus ihrem Biobetrieb für die Weide zur Verfügung. Inzwischen haben sie zehn Projekte mit dem Partner BN auf einem Weideland von knapp 50 Hektar in den Landkreisen Mühldorf und Altötting übernommen. "Die Futterwertigkeit ist uns wichtig: Unsere Weidetiere fressen nur Gras. Neben vier Wasserbüffeln grasen derzeit auf der Sechs-Hektar-Fläche im Jettenbacher Talraum noch sechs weibliche Jungrinder – eine Kreuzung Murnau-Werdenfelser (Kuh) und Fleckvieh (Stier)."

 

Stundenlang suhlen die Büffel bei der aktuellen Hitze im Tümpel. "Durch ihre geringere Schweißdrüsendichte regenerieren sie hier ihre Körpertemperatur", sagt Reißaus und gibt das Gewicht einer ausgewachsenen Büffelkuh mit 800 Kilogramm an. In den Weidemonaten sind nur die Tiere auf dem Reiserer-Hof, die bald kalben oder für die Vermarktung vorgesehen sind. "In der Winterzeit sind bei uns rund 120 Rinder am Hof. Die Schlachtung findet generell am Hof statt. Wir liefern Qualitätsware." Mit Weidegang während der Vegetationsperiode, tiergerechten Stallungen wie Tretmiststall, Kompostmiststall und Außen-Liegeboxen mit großzügigen Laufhöfen für die Wintermonate gewährleistet die Biobauernhof hohe Ansprüche an Tierwohl und tiergerechter Haltung. Das ist Familie Reißaus, die 2010 ihren Betrieb von der konventionellen Rinderhaltung auf Biohof und inzwischen auf naturschutzorientierte Beweidung umgestellt haben, wichtig. "Wir sind glücklich über den Erfolg.", so Matthias Reißaus der mit seiner Frau nach dem Weideland-Besuch die Besucher durch den Reiserer-Hof in Oberneukirchen führte. (bac)

 

 

26.06.2019

Die Spielvereinigung Jettenbach feiert Jubiläum

 

Auf 70 Jahre Vereinsleben schaut die Spielvereinigung Jettenbach am Wochenende zurück. Der mit über 600 Mitgliedern größte Jettenbacher Ortsverein feiert vom 28. bis 30. Juni. Die Freunde aus Jettenbach in der Pfalz feiern mit.

 

Als sich am 11. Oktober 1949 in Grünthal sport- und fußballbegeisterte Männer aus Jettenbach und Grünthal zu einer Versammlung trafen, war die Geburtsstunde der Spielvereinigung gelegt. Anfangs fanden die Fußballspiele noch in Grünthal statt. 1952 wurde die Spielstätte nach Gesprächen einiger Spieler mit Graf Toerring nach Jettenbach verlegt. Noch heute dient der Platz an der Straße nach Grafengars als Trainingsstätte für die Fußballmannschaften. Bereits 1954 gastierte die 3. Amateurmannschaft des FC Bayern München zum ersten von vielen weiteren Begegnungen in Jettenbach.

 

Nach einigen schwierigen Jahren, als sogar die Auflösung des Vereins beziehungsweise die Gründung einer Spielgemeinschaft auf Anfrage des SV Aschau im Gespräch war, folgte im Jahr 1962 der erstmalige Aufstieg in die B-Klasse. Mit der Gründung des FC Grünthal im Jahr 1966 gingen dann beide Vereine getrennte Wege. Die Spielvereinigung entwickelte sich in den weiteren Jahren zu einem Mehrspartenverein. Im Dezember 1968 wurde die Gymnastik- und Turnabteilung unter Federführung von Elvira Schreiner aus der Taufe gehoben, denn in Jettenbach existierte unter Hauptlehrer Meier und seiner Frau bereits von 1958 bis 1960 eine eigene Sparte. Die Turn- und Fitnessabteilung ist heute die mitgliederstärkste Einheit in der Spielvereinigung.

 

Mit der Planung eines neuen Sportgeländes im Ortskern entstand eine weitere Abteilung. Die Sparte Tennis errichtete mit viel Eigenleistung und starkem Engagement 1977 zwei Tennisplätze und 1979 ein Tennisheim. Weitere Sparten kamen hinzu und lösten sich wieder auf: Leichtathletik, Volleyball, Schach, Tischtennis. Seit 2008 bereichern die Basketballer – kurz Jets genannt – das Sportangebot im Dorf. Heute treten sie als Spielgemeinschaft mit dem TuS Töging an.

 

Ein besonderes Merkmal der Spielvereinigung ist die Kontinuität in der Vorstandschaft. Mit Johann Schreiner von 1971 bis 1997 und Peter Heindl von 1997 bis heute haben zwei markante Persönlichkeiten in fast 50 Jahren die Spielvereinigung geprägt. Als weitere Vorsitzende hinterließen Gründungsvorstand Rudolf Linke sowie Josef Hösl und Georg Jonda ihre Spuren.

 

Das Vereinsjubiläum wird vom Freitag bis Sonntag in der Mehrzweckhalle und auf dem Sportplatzgelände zusammen mit den Gästen aus Jettenbach in der Pfalz gefeiert. Die Freundschaft besteht seit 1972.

 

70 Jahre: Das Festprogramm:

 

Freitag, 28. Juni: 19 Uhr: Vereinsabend in der Mehrzweckhalle mit Mitglieder-und Funktionärs-Ehrungen sowie Meisterehrung der Fußball-Damen und Herren; 21 Uhr: bayerischer Abend mit Musik.

 

Samstag, 29. Juni: 14 Uhr: Fußballspiele der Damen und Herren; 20.30 Uhr: Open-Air-Veranstaltung mit DJ und Barbetrieb (bei ungünstigem Wetter Mehrzweckhalle); 22 Uhr: Petersfeuer.

 

Sonntag, 30. Juni: 9 Uhr: Damen-Tennis-Punktspiel; 10 Uhr: Frühschoppen mit Weißwürsten und Musik von Schorsch Holzner; 12 Uhr: Mittagstisch. (psc)

 

 

22.06.2019

Auch mit 90 Jahren noch in den Wald

 

Sein Herz schlägt für Wald und Wild: Seit 67 Jahren ist Anton Hagn Jäger aus Leidenschaft. Noch heute geht er mit seinen 90 Jahren gerne in den Wald. Für ihn bedeutet die Jagd vor allem auch raus in die Natur, durch die Wälder streifen und die Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt genießen. Bis 1978 wurde er von seinen Hunden, die speziell dafür ausgebildet waren, bei seinen Exkursionen begleitet. Seine Jagdgenossen auf vier Pfoten waren Deutsches Kurzhaar und Dackel. "Ich habe mir danach keinen Hund mehr zugelegt, weil ich älter wurde. Man hat ja schließlich auch die Verantwortung für sein Tier", erzählt er.

 

Der rüstige Rentner wurde in die Jagd hineingeboren. Sein Vater und sein Urgroßvater waren Jäger und Forstwarte beim Grafen von Toerring. Ihr Arbeitsplatz waren die Wälder, die dem bayerischen Hochadel gehörten. Als 15-Jähriger machte er eine Ausbildung zum Waldarbeiter. "Die Kriegsjahre waren hart. Mein Vater war an der Front in Italien. Ich musste fortan die Arbeit der Erwachsenen übernehmen", erzählt Hagn, der zum Glück nicht in den Krieg musste. 1952 legte er erfolgreich seine Jagdprüfung ab. Nachdem er seinen Jagdschein in der Tasche hatte, war er zwölf Jahre einem Jagdpächter in Freiham unterstellt. Danach hatte er seine eigene Jagd in Jettenbach. Ab 1968 brachte er anderen Jägern sein Fachwissen näher. Er war Jagdausbilder und hielt Kurse im Landkreis Mühldorf. Innerhalb von 20 Jahren bildete er insgesamt 300 Waidmänner aus.

 

Früher gab es noch nicht viele Jäger. Frauen waren in diesem Bereich Exoten. Das hat sich jedoch im Laufe der Jahre stark geändert. Heutzutage boome das Interesse an der Jagd. Der freundliche Senior, der seine Leidenschaft mit Herz und Verstand ausübt, hat die Veränderungen der Jahre extrem miterlebt. "Früher war alles besser", ist er sich sicher. "Der Wildbestand war größer. Treibjagden gibt es kaum noch, weil sehr viele Wildtiere der Landwirtschaft zum Opfer fallen. Sie werden von Mähdreschern getötet oder verstümmelt. Früher gab es spezielle Futterstellen für die Tiere, damit sie die harten Winter einigermaßen überstehen konnten. Das hat man vor vielen Jahren abgeschafft. Es sind auch viele Tierarten inzwischen vom Aussterben bedroht. So zum Beispiel die Pirole, die es zu meiner Zeit noch gab, als ich jung war", bedauert Hagn. In seinen Jahren als Jäger hat er sehr viel gesehen und erlebt. Vor allem viel Trauriges.

 

Landwirtschaft und der starke Verkehr auf den Straßen seien für Wildtiere eine tödliche Gefahr. Doch wer denkt, dass Jagen nur das Töten von Tieren bedeutet, irrt sich. "Zu meinem Aufgabengebiet gehört unter anderem auch die Kontrolle des Tierbestandes, Feststellen von Verbissen und das Erlösen kranker Tiere. Bei Verbissen muss ich einen blauen Verbiss-Schutz an dem Terminaltrieb anbringen. Die Pflanzentriebe müssen geschützt werden. Man wird auch hin und wieder mal von Landwirten verständigt, wenn eine Ricke ihr Rehkitze im hohen Gras versteckt hat. Dann muss dafür gesorgt werden, dass es vor den Mähmaschinen der Bauern geschützt wird. Auch die Polizei rief mich oft bei Wildunfällen um Hilfe", erzählt der Jettenbacher. Bei der Jagd gibt es sehr strenge Regeln. Wer keinen Jagdschein hat, darf nicht jagen. Das wäre sonst Jagdwilderei. Auch die Schonzeiten und Schusszeiten müssen streng eingehalten werden.

 

Hagns Wissen rund um die Tierwelt der Wälder ist erstaunlich. Vor allem zeigt er, dass sein Herz für seine Rehe, Wildschweine, Füchse, Hasen und Co. schlägt. Wer denkt, dass er sich mit seinen 90 zur Ruhe setzt, irrt sich. Noch heute zieht es ihn raus in die Forste. "Wenn ich dann auf meinem Hochsitz sitze, kann ich die Natur genießen. Ich liebe es, die Tiere zu beobachten. Der Wald bietet mir Ruhe, Erholung und Entspannung. Schießen tue ich nur noch sehr wenig", erzählt er. Sein Sohn ist als Jäger in die Fußstapfen getreten. Hagns Ehefrau findet es in Ordnung, was ihr Mann macht, denn genauso hat sie ihn kennengelernt. (kme)

 

 

18.06.2019

Barockmusik in der Schlosskirche

 

Der Heimat- und Kulturkreis veranstaltet am Samstag, 13. Juli, ein Konzert unter dem Titel "Musik für einen Sommerabend im Schloss Jettenbach".

An diesem Abend wird das Schloss wieder mit Leben erfüllt sein. Zu hören sein wird virtuose Barockmusik aus Deutschland und Italien bei Kerzenlicht. Beginn ist um 20 Uhr in der Schlosskirche St. Vitus. Florian Sonnleitner (Violine) und Eva Barbarino (Cembalo) spielen Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Georg Philipp Telemann, Arcangelo Corelli, Francesco Maria Veracini und Carl Philipp Emanuel Bach.

Karten gibt es bei der VR meine Raiffeisenbank in St. Erasmus unter der Telefonnummer 08671 / 5051250 oder auch bei Friseur Gerstner in Jettenbach, unter der Telefonnummer  08638 / 888885. (kme)

 

Download Flyer Konzert (PDF)

 

 

 

 

 

 

 

 

17.06.2019

Auf den Spuren der alten Mühlen

 

Etwa 80 Freunde der Heimatgeschichte machten sich auf eine informative Exkursion durch Jettenbach. Zum zweiten Mal veranstaltete der Heimat- und Kulturkreis anlässlich der Mühldorfer Geschichtstage eine Wanderung durch die (Mühlen-)Geschichte. Vereinsvorsitzende Elvira Schreiner erzählte spannende Geschichten aus der Heimat und machte auf landschaftliche Besonderheiten aufmerksam. Ulrike Zöller vom Bayerischen Rundfunk tauchte mit den Teilnehmern in die Welt der Mythen und Sagen ein. Kreisheimatpfleger für Volksmusik und Brauchtum, Dr. Reinhard Baumgartner, lud zum gemeinsamen Singen an den einzelnen Mühlenstationen ein.

 

Schreiner eröffnete die Veranstaltung mit allgemeinen Informationen zu den Mühlen in der Region. Diese existieren nur noch imaginär, denn im Laufe der Jahre fielen sie alle dem Zerfall zum Opfer. Es herrscht ein regelrechtes Mühlensterben. Passend zum Thema sangen die Teilnehmer volkstümliche Lieder wie "Das Wandern ist des Müllers Lust", "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" und "Ein Haderlump bin ich genannt". Zu jeder einzelnen Station erzählten Schreiner und Zöller beeindruckende Geschichten rund um das Thema Mühlen. Die ersten schriftlichen Nachweise dazu stammten aus dem Jahr 1350. Früher gab es insgesamt sechs Mühlen. Heute ist davon nichts mehr übrig. So gab es die Hofmühle, Sagmühle (heutiges E-Werk), Gstattmühl, Obermühle, Schicksholzmühle und die Jakobsmühle.

 

Ulrike Zöller erzählte christliche und mystische Hintergründe dazu, die für Gänsehaut sorgten. "Nicht nur zauberhaft schön sind sie, die alten Mühlen, die noch erhalten sind. Nein, ich meine das durchaus auch im Wortsinn. Das Mahlen und die Mühlen waren schon immer mit Zauber, mit Gespenstern und Spuk verbunden", berichtete Zöller. "Dutzende von Sagen erzählen von Teufeln, die mit dem Müller einen Pakt schließen, von Zauberspuk und unglaublichen Vorfällen", setzte sie fort. Dass Mühlen in vielerlei Hinsicht für die Menschen von großer Wichtigkeit waren und sogar einer Art Magie besaßen, wird in den Vorträgen sehr deutlich. "Man kann davon ausgehen, dass da, wo Bäche und Flüsse sind, früher auch mal Mühlen waren", erklärte Schreiner, die vor etwa zehn Jahren den Verein gründete.

 

Dass Jettenbach nicht nur zu diesem Thema für Heimatfreunde interessant ist, wird schnell klar. Was die Geschichte allgemein und auch die Natur betrifft, hat das Dorf am Inn so einiges zu bieten. Bei dem Ausflug wurde unter anderem auch das Biotop besichtigt, an dem Wasserbüffel heimisch geworden sind. Der letzte Streckenabschnitt führte zur ehemaligen Überfuhr am Inn, die es bis 1919 gab. Auch hierzu hatte Schreiner unterhaltsame Geschichten parat. Dann ging es weiter zum Schloss Jettenbach, über das es ebenfalls Faszinierendes zu erzählen gab. 1726 errichtete Ignaz von Törring ein Brauhaus auf dem Areal des Schlosses. 1855 brannte es bis auf die Außenmauern nieder und wurde mühevoll wieder aufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten Flüchtlingsfamilien in dem Schloss. Heute ist es nicht mehr bewohnt.

 

Schreiner, Zöller und Baumgartner hatten unglaublich viele tolle Geschichten in ihrem Gepäck, die so manchen zum Staunen brachten. Die (Mühlen)Wanderung sorgte für große Begeisterung bei den Teilnehmern, denn sie war nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam. Baumgartner brachte es am Ende der Veranstaltung auf den Punkt: "Wir machen diese Führungen, um die Heimat zu erhalten, sie zu kennen, zu lieben und zu gestalten." Heimat sei dort, wo wir zu Hause sind und dies sollte man bewusst wahrnehmen. (kim)

 

 

17.06.2019

Routiniers und junge Starter

Turnierleiter Stefan Greilinger hatte leichtes Spiel beim Mixed-Turnier der Spielvereinigung Jettenbach. Die zwölf Damen und Herren waren heiß auf das Tennisspielen. Alle 20 Minuten ertönte die Vereinsheimglocke, um die Partien zu beenden. Nach dem Punktesammeln wurde neu gemixt. Am Ende setzte sich Kathi Herzog vor Leni Achatz bei den Damen und Josef Mussner vor Thomas Thaler bei den Herren durch. Zum Ausklang wurde gegrillt. Erfreulich ist festzustellen, dass sich neben den Routiniers auch zunehmend junge Spieler für das Tennis-Mixed-Spiel begeistern. (cg)

 

 

11.06.2019

Die Bulldog-Parade – 220 alte Traktoren rollen durch Grafengars

Einmal im Jahr herrscht im kleinen Dörfchen Grafengars in der Gemeinde Jettenbach der Ausnahmezustand. Dann fahren die alten Bulldogs auf. Das ist rekordverdächtig: Beim Bulldog-Frühschoppen am Pfingstsonntag rollten nicht weniger als 220 Traktoren durch Grafengars. Um beim großen Bulldog-Frühschoppen von Burle's Kneipe und Christa Kebinger dabei zu sein. Der ganze Ort war am Pfingstsonntag komplett zugeparkt mit Oldtimer-Traktoren von mindestens zehn Fabrikaten.

Aus nah und fern kamen die Fahrer auch in Tracht und landwirtschaftlichem Outfit: Aus den Landkreisen Mühldorf, Altötting, Traunstein, Rosenheim und Erding nahmen viele die frühe Anfahrt auf sich, um bei der Rundfahrt rund um Grafengars teilzunehmen. 220 Bulldogs sorgten schließlich bei sommerlichen 26 Grad Celsius für einen neuen Rekord. Motorenlärm, schwarz-dunkle Abgase und Ölgeruch waren nicht zu übersehen. Damit war die gut einen Kilometer lange Traktor-Parade – traditionell angeführt von Christa Kebinger auf ihrem Eicher-Bulldog – die wohl größte ihrer Art im Landkreis Mühldorf.

Mit von der Partie waren auch wieder einige Unimogs und Oldtimer-Motorräder. Viele Oldtimer-Besitzer kamen auch mit ihren Pkws nach Grafengars und verschönerten das Bild ebenfalls. Alle Hände voll zu tun hatte damit die Jettenbacher Feuerwehr, die das laute Treiben absicherte. Nach der Rundfahrt wurde jeder Teilnehmer mit einem Erinnerungsglas geehrt. Später gab es noch ein zünftiges Beisammensein mit Grillfleisch, Bier und weiteren Schmankerl. (stl)

 

 

05.06.2019

Meistertitel für die Damen der Spielgemeinschaft

Ein Jahr nach der Bildung einer Spielgemeinschaft und dem Wechsel von der BFV-Freizeitliga in den BFV-Spielbetrieb mit Auf- und Abstiegsregelung konnte die Fußball-Damenmannschaft der SpVgg Jettenbach / TSV Gars am Inn sich überlegen den Meistertitel in der A-Klasse Gruppe 5 sichern. Ohne Punktverlust beendete die Mannschaft um die beiden Trainer Franz Mußner (Jettenbach) und Manfred Brader (Gars) die Saison 2018/19. In einer von Mannschaftszurückziehungen geprägten Runde besiegte das homogene Team um Kapitänin Andrea Romaner und Liga-Torschützenkönig Nina Lorenz (35 Tore) ihre Gegnerinnen zumeist zweistellig. Auch das Abschlussspiel vor zahlreichen Zuschauern auf dem Jettenbacher Sportplatz gegen den ASV Au (bei Bad Aibling) endete mit einem 12:0 Kantersieg für die Gastgeber. (psc) Foto: cg

 

Gemeinde Jettenbach am Inn

Grünthaler Straße 14

84555 Jettenbach

Öffnungszeiten / Parteiverkehr

Dienstag: 17.00 - 18.00 Uhr

Tel.: 08638 / 76 47

Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg

Montag - Freitag: 08.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 08638 / 98 38 0