Geschichte

Die Geschichte Jettenbachs ist eng verbunden mit dem alten Adelsgeschlecht der Toerringer, die weit über das Gemeindegebiet hinaus die Grundherrschaft ausgeübt haben, wie der große Zehentstadel noch heute belegt. Jettenbach gehörte einst den Grafen Toerring-Jettenbach und war Teil des Kurfürstentums Bayern. Der Ort bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Jettenbach war. Die drei Rosen aus dem Wappen der Toerring wurden ins Gemeindewappen übernommen.

Nähere Infos zu den Grafen von Toerring-Jettenbach können Sie in dem Buch „Drei Rosen für Bayern“ von Jolanda Englbrecht nachlesen, erhältlich in der Brauerei.

Bericht über das Schloss Jettenbach

vom Mai 2021 aus dem Magazin „Innformiert“:

Die Geschichte als Zeittafel

1180
Erste urkundliche Erwähnung als „Itenpach“
1818
Einführung des herrschaftlichen Patrimonialgerichts
1825
Entstehung neuer Häuser zwischen 1825 und 1890 entlang der jetzigen Hauptstraße auf dem vom Grafen verkauften Grund oder Verkauf gräflicher Häuser
1827
Tagung der ersten Gemeindeversammlung am 30.11.1827
1846
Eintragung der politischen Gemeinde Jettenbach als Landgemeinde
1849
Der große Schlossbrand
1876
Anbindung an die Bahnstrecke Mühldorf – Rosenheim durch einen Bahnhof mit Unterbringung der Post
1885
Jettenbach als Gemeinde im Königreich Bayern am 29.11.1885
1893
Neubildung der Lokalschulinspektion, des Gemeindeausschusses, der Armenpflegeräte und der Kirchenverwaltung (Kirchenpfleger)
1899
Ein großes Unwetter mit hohen durch den Wildbach verursachten Schäden
1904
Beschluss der Wildbachverbauung und Bildung einer Genossenschaft
1908
501 Einwohner in Jettenbach
1919
Bau des Innkanals von Jettenbach nach Töging von 1919 bis 1924 Entstehung des Innwerks als zweite feste Verbindung über den Inn
1924
Jettenbach als Kuratie mit einem eigenen Kuraten Erwerb des Benefiziatenhauses vom Erzbischöflichen Ordinariat Öffnung Schlosskapelle für die Kirchengemeinde
1926
Drei Krämereien in Jettenbach (Böck, Eitel und Spagl)
1945
315 Flüchtlinge von 1945 bis 1946
1951
Entstehung einer neuen Lehrerwohnung am Schulhaus für zwei Familien von 1951 bis 1952
1960
Neubau des Schulhauses
1962
Verkauf des alten Schulhauses Asphaltieren der Straßen im Ortskern
1965
Bebauungsplan für die Bahnhofssiedlung
1968
Asphaltierung der Straße nach Grünthal
1970
Auflösung der Volkschule im Ort (Schüler nach Aschau und Waldkraiburg) Erster Bauabschnitt der Köllerersiedlung Ausbauung des Grundnerbachs von 1970 bis 1985
1972
Gemeindegebietsreform und Verwaltungsgemeinschaft mit Kraiburg am Inn und Taufkirchen von 1972 bis 1973
1973
Ein neues Gemeindewappen Bau des jetzigen Kinderspielplatzes
1974
Asphaltierung der Straße nach Pfaffenberg
1975
Straßenbeleuchtung für Jettenbach und Grafengars
1978
Verschwisterung Jettenbach mit Saint Saturnin
1980
Kläranlage der Brauerei
1983
Bau des Sportzentrums
1997
Gemeindlicher Kindergarten und Wasserversorgung
2001
Gemeindliche Abwasserentsorgung, Teichkläranlage, Abwasserkanal
2010
Sanierung des Schulhauses Kauf des Bahngrundstücks mit Bahnhof Erneuerung der Bahnhaltestelle
2011
Sanierung des Feuerwehrhauses
2012
Bau von Geh- und Radwegen durch Jettenbach-Bahnhof bis zur Innwerkstraße sowie von der Köllerersiedlung bis zur Apolloniakapelle
2013
Erneuerung der Ortsdurchfahrt vom Eisweiher bis zum Kriegerdenkmal Neubau der Wildbachbrücke
2014
Erneuerung der Ortsdurchfahrt vom Kriegerdenkmal bis zum Kreuzberg Bau eines Gehwegs entlang der Grünthaler Straße Neubau der Grundner-Bach-Brücke am Pfarrweg Bau einer Fluchttreppe am Schulhaus
2015
Neugestaltung des Kriegerdenkmals
2017
Sanierung des Toerringer Amtshauses
2018
Anschaffung eines neuen Feuerwehr-Logistikwagens Freigabe des Inn-Rad-Wegs Bauarbeiten an der Wehranlage (Beginn 2018) vom VERBUND (Neubau Kraftwerk und Aufstockung Innkanal)
2019
Bebauungsplan für die Erweiterung der Köllerersiedlung
2020
Sanierung des Kinderspielplatzes (Mehrgenerationenplatz) Bau von Wasserleitungen zum Anschluss an den Ersatzverbund
2021
Erschließung des Neubaugebiets in der Köllerersiedlung Asphaltierung der Straße in der Waldrandsiedlung Neubau der Trinkwasser-Hauptleitung von Grafengars bis Jettenbach-Bhf. Sanierung der Quellfassung
2023
Energetische Sanierung der Mehrzweckhalle Umrüstung der Straßenlaternen auf LED Errichtung von PV-Anlagen auf Schulhaus und Klärwerk
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Rückblick & Berichte
2. Okt. 2013
2. Okt. 2013
Da freuten sich die Kinder aber: Gräfin Robinia von Toerring-Jettenbach (Zweite von rechts) übernahm die Preisverleihung...
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Rückblick & Berichte
1. Okt. 2013
1. Okt. 2013
Für die kleine Gemeinde und das in Vergessenheit geratene Schlossgelände war die bunte Inn-Hügelland-Dult eine perfekte ...
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Rückblick & Berichte
30. Sep. 2013
30. Sep. 2013
Unter dem Motto "Brückenbauen" fand am Wochenende die vierte InnHügelLand-Dult auf dem Jettenbacher Schlossgelände statt...
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Rückblick & Berichte
20. Sep. 2013
20. Sep. 2013
Die InnHügelLand-Dult auf dem Schlossgelände in Jettenbach steht bevor. Unter dem Motto "Brückenbauen" haben die sechs G...

Da kemma z ́samm: Schloss Jettenbach

Zur Erinnerung: Mit der Dult möchten die sechs Gemeinden Aschau a. Inn, Gars a. Inn, Reicherts-heim, Jettenbach, Unterreit und Kirchdorf den Austausch und das regionale Leben fördern.

Hier vor Ort soll ein bürgernahes Miteinander die Generationen in den Gemeinden jetzt und in Zukunft neben wichtigen Verkehrsknoten, Ballungszentren, Kultur- und Wirtschaftsstandorten im Landkreis Mühldorf, Rosenheim, Erding und der Stadt München stärken. Dabei werden Traditionen gepflegt und modernes Leben und Arbeiten unterstützt.

Die Dult läuft in einem Ring-Zyklus ab und wandert durch jede der sechs Gemeinden. Damit bekommt jede Gemeinde die Möglichkeit, sich zu repräsentieren. Außerdem bietet sich die Chance, eine „gewohnt“ hochwertige Veranstaltung anzubieten, dies aber jedes Mal in einem anderen Rahmen darzustellen. So wird dieser Zyklus für die Veranstalter wie für die Besucher zu einer spannenden Unterhaltung. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist, dass die Menschen in den Gemeinden durch das Miteinander zeigen, wie wichtig die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden für unsere Zukunft ist, um einer schleichenden Verwaisung der Gemeinden entgegenzuwirken.

Veranstaltungsmotto "Brückenbauen"

Das Motto der 4. InnHügelLand-Dult lautet „Brückenbauen“. Jettenbach sucht die Verbindungen, wie z.B. 1919/1924 der Innkanal nach Töging als zweite feste Verbindung über den Inn. Dann 1983 die Brücke über den Inn. Außerdem suchen sie Brücken der Freundschaft, wie z.B. zu der französischen Gemeinde St. Saturnin. Sie verbinden sich über Grafengars nach Gars und über den Inn nach Aschau mit dem InnHügelLand. Der InnHügelLandler sollte sich auch als BrückenBauer verstehen. Das Motto steht symbolisch für jemanden, der Mittler ist, der anderen die Hand reicht und ihn ins IHL begleitet, bzw. auch seinen Weg dort drüber findet. Der Toleranz, Integration, Miteinander Füreinander lebt. Schwierige Wege bzw. Passagen werden verbunden und überwunden. Ob das die Gemeinden im InnHügelLand betrifft, die Nachbargemeinden in Mühldorf, Oberbayern, Bayern usw. oder auch die Menschen, die darin leben. Das Motto verbindet Tradition und Moderne. Die Liebe zur Heimat, zu den Wurzeln, zur Landschaft, dem Kulturraum und nicht zuletzt zu den Menschen. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, das ganz individuell gelebt und verstanden wird. Dieses Brückenbauen ist Ausdruck einer notwendigen Eigenverantwortung der Bürger als wesentlicher Baustein für eine gemeinsame Zukunft.

Programm und Veranstaltungen

Der Auftakt am Freitagabend gilt dabei der Jugend, schließlich soll das Wochenende für die gesamte Familie etwas bieten. DJ Shytsee, ein gebürtiger Aschauer, rockt die Disco-Party und die Toerring-Halle wird nicht mehr wiederzuerkennen sein. Wenn am Morgen die letzten jungen Erwachsenen nach Hause gehen, muss die Halle neu bestuhlt werden. Dies organisiert Peter Heindl vom Festausschuss mit einem Team, das die Jettenbacher Vereine selbst zusammenstellen.

Am Samstag findet um 12 Uhr die offizielle Eröffnung mit Schirmherren und Hauptsponsor Graf Ignaz zu Toerring Jettenbach, Landrat Georg Huber, dem gastgebenden Bürgermeister Alfons Obermaier sowie seinen fünf Kollegen der IHL-Gemeinden und vielen geladenen Gästen statt.

Am Samstagabend geht es zünftig her auf dem Bierfest. Karl Lehmann, bereits vielen bekannt als Hochzeitslader sowie vom Starkbierfest in Waldkraiburg, nimmt die Bürgermeister und InnHügelLandler aufs Korn, begleitet von den Couplet-Sängerinnen „Drent und herent“, die ebenfalls nichts anbrennen lassen.

Am Sonntagvormittag ist der gemeinsame Gottesdienst ein besonderes Gemeinschaftserlebnis der InnHügelLandller. Er wird gemäß dem Motto „Brückenbauen“ heuer als ökumenischer Gottesdienst mit Dekan Ulrich Bednara, Pastorin Nun aus Haag und Pater Josef Stemmer im Schloss-hof gefeiert.

Am Sonntagaband gestalten wieder wie bei der 3. Dult in Ramsau die Theatervereine aus dem InnHügelLand unter der Leitung des Altbürgermeisters Matthäus Huber aus Reichertsheim einen humorvollen und geselligen Abend.

Schirmherr Ignaz Graf von Toerring-Jettenbach

Ich freue mich, die Schirmherrschaft der InnHügelland Dult in Jettenbach zu übernehmen. Meine Familie und mich verbindet viel mit Jettenbach, nicht nur, dass wir den Namen der Ortschaft tragen. So hat Jettenbach in der Geschichte unserer Familie immer eine wichtige Rolle gespielt, seit mein Vorfahre Friedrich das Schloss um das Jahr 1280 erbte und es sich seitdem durchgehend in unserem Familienbesitz befunden hat. In der Barockzeit um 1740 erlebte das Schloss eine Blütezeit unter meinem Vorfahr Ignaz, nach dem ich benannt bin. Als bayerischer Feldmarschall, Außenminister und enger Freund des Wittelsbacher Kaisers Karl VII, war er eine wichtige Persönlichkeit seiner Zeit. Er verhalf Jettenbach zu neuem Glanz, indem er das Schloss im Stil des Barock umbaute und den Galeriegarten anlegte.

Auch in näherer Vergangenheit ist Jettenbach ein zentraler Punkt für unsere Familie geblieben. Meine Großeltern und mein Vater zogen 1945 nach Jettenbach, weil ihr zuhause – Schloss Winhöring – Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt wurde. Sie errichteten im Jettenbacher Galeriegarten ein Haus und lebten dort bis zu Beginn der 1960er Jahre. In der Schlossbrauerei wurde bis vor wenigen Jahren das Toerring Bier gebraut, heute ist hier noch das regionale Vertriebs- und Logistikzentrum der Bayerischen Graf zu Toerring Brauereien.

Es freut mich besonders, dass die  InnHügelLand-Dult auf dem Gelände in Jettenbach stattfindet und das ehemalige Schloss mit Leben gefüllt wird. Als Familienmensch und Vater von fünf Kindern halte ich das Miteinander Füreinander für zentrale Bausteine unseres Zusammenlebens. Als Pendler zwischen Stadt und Land, zwischen München und Jettenbach, als Mittler zwischen unterschiedlichen Menschen in meine täglichen Begegnungen fühle ich mich auch als Brückenbauer. Das das gelingt, ist eine persönliche Herausforderung, die sinnstiftend und bereichernd ist, weshalb ich mich besonders auf das Fest freue und Sie, liebe Gäste, herzlich dazu einlade.

Ihr Ignaz Graf von Toerring-Jettenbach

Öffnungszeiten

Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

08:00 - 12:00 Uhr

Dienstag

Geschlossen

Mittwoch

08:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag

08:00 - 12:00 Uhr
und 14:00 - 18:00 Uhr

Freitag

08:00 - 12:00 Uhr

Das Rathaus in Jettenbach hat geöffnet: Dienstag 16:00 – 17:00 Uhr

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